Der STREETBOOSTER Pollux ist kein E-Scooter für Zartbesaitete. Schon beim ersten Blick ist klar: massiver Rahmen, 12-Zoll-Reifen, Vollfederung – der Pollux macht optisch sofort deutlich, in welche Liga er spielen will.
Wir haben den STREETBOOSTER Pollux im Test auf der Straße, über Kopfsteinpflaster und auf dem täglichen Arbeitsweg bewegt. Und dabei stand eine Frage im Mittelpunkt: Ist der Pollux wirklich ein vollwertiges Langstreckenmodell – oder kauft man hier vor allem das gute Gefühl, auf dem robustesten Scooter im Straßenbild unterwegs zu sein?
Unser kurzes Fazit zum STREETBOOSTER Pollux
✅ Massiver, hochwertiger Rahmen mit hervorragender Verarbeitungsqualität
✅ Vollfederung mit Lenkerstabilisierung – sicher und komfortabel auf jedem Untergrund
✅ Entnehmbarer Wechselakku – Seltenheit im Segment der straßenzugelassenen E-Scooter
✅ 7 Jahre Ersatzteilversorgung – einzigartig im Segment
⚠️ Mit 36 kg kein Leichtgewicht – Tragen und Transport sind eine echte Herausforderung
⚠️ Kein Klappmechanismus – Bus, Bahn oder Kofferraum scheiden weitgehend aus
⚠️ Testreichweite von 42 km – für die Preisklasse in 2026 ausbaufähig
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STREETBOOSTER Pollux – Technische Daten im Überblick
Die Tabelle liefert erstmal den trockenen Überblick – aber ein paar Punkte verdienen es, genauer betrachtet zu werden.

| Akku wechselbar | |
| Akkukapazität (Ah) | 11,5 Ah |
| Akkukapazität (Wh) | 552 Wh |
| Akkuspannung | 48 V |
| App | iOS, Android |
| Bereifung | Luftreifen |
| Bremse hinten | Scheibenbremse |
| Bremse vorne | Trommelbremse |
| Display | Tempo, Akku, Modus |
| Elektrische Bremse | |
| Federung hinten | |
| Federung vorne | |
| Gewicht | 36 kg |
| Ladezeit | 5 h |
| Lenker verstellbar | |
| Max. Belastung | 144 kg |
| Max. Geschwindigkeit | 22 km/h |
| Maße (H x B x L) | 132,0 x 69,5 x 122,0 cm |
| Nennleistung | 500 W |
| Reichweite | 50 km |
| Reifendurchmesser | 12 Zoll |
| Schaltung / Gas | Daumengas |
| Spitzenleistung | 1.200 W |
| Steigleistung | 18 % |
| Testreichweite | 42 km |
| Wasserdichtigkeit | IP65 |
| Wegfahrsperre | Passwort, App |
| Listenpreis | 1.099,00 € |
Was sofort ins Auge fällt: 36 kg. Der STREETBOOSTER Pollux ist kein Leichtgewicht – das ist bewusst so gebaut. Der Rahmen ist so massiv dimensioniert, dass er eine Traglast von 144 kg stemmt und dabei trotzdem keine Kompromisse bei der Steifigkeit eingeht. Wer schon mal auf einem flimsigen Billig-Scooter gestanden hat, weiß, was das im Alltag bedeutet.

Besonders spannend ist das Wechselakku-System. Der 48V/552-Wh-Akku lässt sich abschließen und entnehmen – das ist im Segment der E-Scooter mit Wechselakku nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Wer keinen Steckeranschluss in der Nähe hat, kann einfach einen zweiten Akku laden und unterwegs tauschen. Gerade mit Blick auf die Langstreckentauglichkeit ist das ein echter Pluspunkt.
Sind wir aber ehrlich: Schaut man sich an, was Konkurrenten wie der Hitway H11 oder der ePF-PULSE+ zum ähnlichen Preis mitbringen – mehr Motorleistung, mehr Reichweite, weniger Gewicht – dann muss sich der Pollux diese Frage gefallen lassen. Streetbooster setzt hier bewusst auf Robustheit und Langlebigkeit statt auf Papier-Specs.
Und da kommt ein Argument ins Spiel, das man nicht unterschätzen sollte: 7 Jahre Ersatzteilversorgung. Das ist im E-Scooter-Markt eine Ansage. Während andere Hersteller nach zwei, drei Jahren keine Ersatzteile mehr liefern, verspricht Streetbooster hier langfristige Planungssicherheit. Wer einen Scooter nicht nach zwei Jahren wegwerfen will, sollte das ernst nehmen.
Einzigartiges Design trifft auf top Verarbeitung: so schlägt sich der STREETBOOSTER Pollux im Test
Beim STREETBOOSTER Pollux ist Design keine Frage des Geschmacks – es ist eine Ansage. Der Rahmen ist aus hochwertigem Aluminium gefertigt, die Schweißnähte sind sauber verarbeitet, keine scharfen Kanten, keine wackeligen Plastikteile. Man merkt sofort: Hier wurde nicht an der falschen Stelle gespart.
Die Verarbeitungsqualität liegt klar über dem, was man in dieser Preisklasse üblicherweise vorfindet. Spaltmaße passen, der Lenker sitzt bombenfest, das Trittbrett mit seinen 45 × 23 cm bietet auch größeren Fahrern ausreichend Standfläche. Wer schon mal mit einem günstigeren Modell unterwegs war und bei jeder Bodenwelle ein leises Knacken im Rahmen gehört hat, wird den Unterschied sofort spüren.

Optisch polarisiert der Pollux durchaus. Er ist kein schlanker Stadtscooter – er ist ein Klotz. Ein gut aussehender Klotz, aber ein Klotz. Das breite Profil, die dicken Reifen und der wuchtige Rahmen erinnern eher an einen Offroad-E-Scooter als an einen klassischen Pendler-Roller. Wer unauffällig durch die Stadt gleiten will, ist hier falsch. Wer einen Scooter will, dem die Leute auf der Straße nachschauen – der liegt richtig.
Cool finde ich die Integration der Blinker direkt in die Lenkerenden – kein nachträglich aufgeklebtes Plastikteil, sondern von Anfang an mitgedacht. Gleiches gilt für das LCD-Display. Es ist smart im Lenker integriert und gut ablesbar, aufgeräumt und keine Spielerei. Die IP65-Schutzklasse rundet das Gesamtbild ab – Regen und Staub haben beim Pollux schlicht nichts zu melden.
Einziger Wermutstropfen: Das Gewicht von 36 kg ist die direkte Konsequenz dieser Bauweise. Wer also einen Scooter sucht, den er täglich die Treppe hochtragen muss, sollte das einkalkulieren – oder einen Blick auf leichtere Alternativen wie den VMAX New VX2 Hub werfen.
Bietet der STREETBOOSTER Pollux ausreichend Leistung?
500 Watt Dauerleistung, 1.200 Watt Spitzenleistung, 35 Nm Drehmoment – auf dem Papier klingt das solide. Und auch im Test überzeugt der STREETBOOSTER Pollux direkt mit einem überraschend direkten Antritt. Kein zaghaftes Anrollen, sondern ein klares, kontrolliertes Anziehen, das einem sofort das Gefühl gibt: Der Motor hat noch Reserven. Und mit den Blick auf den nicht zugelassenen STREETBOOSTER Castor ist das auch keine übertriebene Einschätzung.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut unserer GPS-Messung bei realen 22 km/h – Streetbooster nutzt die erlaubte StVZO-Toleranz von 10 % voll aus. Im direkten Vergleich mit anderen Modellen in dieser Klasse ist das ein kleiner, aber spürbarer Vorteil im Stadtverkehr.

Etwas abgefallen ist der STREETBOOSTER Pollux allerdings im Steigungstest. Auf dem Papier soll er 18 % Steigungen schaffen und hier bieten die Wettbewerber einfach mehr Leistung. So schafft der VMAX New VX2 Gear etwa bis zu 38 %. Und auch im direkten Vergleich mit anderen Konkurrenten in der gleichen Preisklasse zeigt sich, dass der Pollux technisch etwas in die Jahre gekommen ist. So bieten heutige Topmodelle etwa 1.600 W Peak-Leistung oder kommen sogar mit einem Dual-Motor-Antrieb – hier ist etwa die Trittbrett Hilde zu nennen. Gleiches Bild zeigt sich auch, wenn du den STREETBOOSTER Pollux in unserem E-Scooter Test mit anderen Modellen vergleichst.
Etwas unnötig finde ich persönlich die Fahrstufen des Pollux. Diese sehen wie folgt aus:
Den Eco-Modus kann ich teilweise noch verstehen, denn so hat man eine gute Schiebehilfe, um Steigungen zu Fuß zurückzulegen. Den normalen Drive-Mode habe ich in der Praxis nie benutzt. Hinzu kommt, dass das Display und damit auch die Einstellung der Fahrstufe in der Mitte des Lenkers und damit am tiefsten Punkt sind. Somit ist eine Anpassung der Fahrstufe bei normaler Fahrt nicht möglich.
Angenehm empfindet unsere Redaktion, dass der Motor selbst unter Last leise bleibt. Dafür sorgen die 3 Zoll breiten und 12 Zoll großen Räder am für ausreichend Abrollgeräusch. Mit einer Bewertung von 86 % für die gebotene Leistung schneidet der STREETBOOSTER Pollux in unserem Test mit einem guten Ergebnis ab.
Die Lenkerstabilisierung überzeugt beim Fahrkomfort des STREETBOOSTER Pollux
Wer zum ersten Mal auf dem STREETBOOSTER Pollux steht, merkt sofort: Das hier ist ein anderes Kaliber. Die Standfläche ist großzügig, der Lenker liegt breit in der Hand, das Gesamtgefühl erinnert eher an ein kleines Motorrad als an einen klassischen E-Scooter. Das gibt Vertrauen – gerade für Fahrer, die bei schmaleren Modellen das Gefühl hatten, auf einem Besenstiel zu balancieren.
Die Vollfederung macht im Alltag einen deutlichen Unterschied. Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, grober Asphalt – der Pollux schluckt das alles weg, ohne dass man das Gefühl bekommt, die Zähne zusammenbeißen zu müssen. Die Federung arbeitet straff, aber nie unkomfortabel. Und was besonders positiv auffällt: Sie arbeitet leise. Kein Quietschen, kein Poltern – einfach sauber.

Was in der Praxis noch mehr auffällt als die Federung, ist die Lenkerstabilisierung. Gerade auf holprigen Untergründen – wo andere Scooter anfangen, unruhig zu werden und der Lenker zu zucken beginnt – bleibt der Pollux bemerkenswert gerade. Man fährt entspannt, ohne ständig gegenzusteuern. Hier können sich andere Hersteller durchaus eine Scheibe abschneiden.
Was dann aber doch etwas stört ist der nicht höhenverstellbare Lenker – das ist ein Punkt, den man kennen sollte. Für sehr große oder sehr kleine Fahrer könnte das auf langen Strecken zur Geduldsprobe werden. Allerdings ist die Form des Lenkers so angenehm gewählt, dass man sich auch ohne Verstellung schnell wohlfühlt. Die Handgelenke werden nicht unnötig belastet, der Griff liegt gut in der Hand. Insgesamt präsentiert sich der Pure Advance Flex, der ebenfalls von STREETBOOSTER kommt, mit einer noch besseren Ergonomie.
Die Fahrstabilität ist eine der großen Stärken des Pollux. Gerade bei höherem Tempo – also ausgereizt um die 22 km/h – liegt er satt auf der Straße. Kein nervöses Flattern, keine Tendenz zum Ausbrechen. Das 36-kg-Gewicht, das beim Transport nervt, zahlt sich hier direkt aus. Auch das Kurvenverhalten hinterlässt einen soliden Eindruck – der Pollux lenkt präzise ein, man spürt das Gewicht, aber es fühlt sich stets kontrolliert an.
Beim Antritt liefert der Pollux eine sportliche Vorstellung ab – aber wer schon mal auf einem ePF-PULSE+ oder einem anderen High-Performance-Modell gesessen hat, weiß: Es gibt inzwischen Scooter, die beim Anfahren regelrecht nach vorne katapultieren. Der Pollux ist flott, keine Frage – aber brachial ist anders. Wer maximalen Punch sucht, sollte einen Blick in unseren E-Scooter Vergleich werfen.
Mit einer Bewertung von 97 % überzeugt uns der STREETBOOSTER Pollux mit Blick auf das Fahrverhalten komplett.
Bei der Alltagstauglichkeit hinterlässt der STREETBOOSTER Pollux ein gemischtes Bild
Sind wir ehrlich: Der STREETBOOSTER Pollux ist ein Scooter, der auf der Straße glänzt – aber sobald du ihn vom Asphalt herunterholst, zeigen sich die Schattenseiten des massiven Konzepts. Für den Alltag bedeutet das: Man muss wissen, was man sich holt. Ist der Pollux ein E-Scooter für den urbanen Einsatz oder eher ein Modell für lange Strecken? Diese Frage klären wir gleich.
Transport, Handhabung & Komfort im Alltag
Der Pollux besitzt keinen Klappmechanismus – Punkt. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine bewusste Designentscheidung, die im Alltag spürbare Konsequenzen hat. 36 kg, kein Falten, keine kompakte Form: Den Pollux mal eben in den Bus, in die Bahn oder in den Kofferraum zu wuchten ist nicht ohne weiteres möglich. Und selbst wenn – das Tragen ist schlicht unergonomisch. Es gibt keine wirklich gute Griffposition, der Schwerpunkt liegt ungünstig, und nach ein paar Metern merken auch kräftige Fahrer, dass das kein Dauerzustand sein sollte.

Was aber wirklich gut funktioniert, ist der Mittelständer. Stabil, zuverlässig, lässt sich auch auf unebenem Untergrund sicher aufstellen. Schade finden wir, dass er sich schnell verschrammt – nach ein paar Wochen sieht er entsprechend aus. Ein kleiner Wermutstropfen bei einem Scooter, der sonst so viel Wert auf Verarbeitung legt.
Positiv überrascht hat uns dagegen die praktische Seite des Alltags: Die Lenkerform ermöglicht es, eine Tragetasche sauber und sicher zu befestigen – das funktioniert besser als bei vielen Konkurrenten – hinzu kommt, dass das Licht unten montiert ist. Auch die Halterung für einen Beutel direkt am Scooter ist gut durchdacht. Und das großzügige Trittbrett mit 45 × 23 cm macht sich nicht nur beim Fahren bemerkbar, sondern auch wenn man mal einen längeren Stopp einlegt und entspannt stehen bleibt. Für große Fahrer ist das ein echter Pluspunkt. Wer seinen Scooter zusätzlich absichern will, dem empfehlen wir einen Blick auf unsere Scooter Schlösser – gerade bei einem Modell in dieser Preisklasse keine schlechte Investition.
Akku & Reichweite im Alltag – Wechselakku ja, aber mit Einschränkungen
Im Pollux befindet sich ein 11,5-Ah-Akku mit 538 Wh – auf dem Papier kein schlechter Wert, aber gemessen am aktuellen Marktstandard zunehmend unter Druck. Der ePF-2 Pro bringt beispielsweise einen 653-Wh-Akku mit – und das bei einem Scooter, der nochmal rund 200 € günstiger ist.

STREETBOOSTER gibt die Reichweite mit 50 km an. Im Test konnten wir mit verbrauchsoptimierter Fahrweise 42 km herausholen – die Abweichung ist noch akzeptabel, aber ich muss ehrlich sagen: In 2026 erwarte ich in dieser Preisklasse mehr. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, kommt um den optionalen Ersatzakku (13 Ah, 399 €) kaum herum.
Interessant dabei ist natürlich der Vergleich mit der Konkurrenz. Der 13,6-Ah-Ersatzakku für den ePF-2 Pro kostet ebenfalls 399 € – liefert aber nach unserer Erfahrung etwas mehr als 70 km Reichweite, während der Pollux mit dem größeren Akku auf rund 48 km kommen sollte. Der Unterschied lässt sich erklären: Die großen Reifen, das Gewicht und der Motor des Pollux fordern einfach mehr vom Akku – das ist die direkte Konsequenz des robusten Konzepts.
Was den Pollux aber klar von der Masse abhebt, ist der entnehmbare Wechselakku. Wer keinen Stromanschluss in der Nähe hat, zieht den Akku einfach heraus und lädt ihn drinnen – das ist im Segment der straßenzugelassenen E-Scooter nach wie vor eine Seltenheit. Einen Überblick über alle Modelle mit dieser Funktion findest du in unserem E-Scooter mit Wechselakku Vergleich.
Für uns ist der STREETBOOSTER Pollux ein E-Scooter für den urbanen Einsatz
Schlussendlich haben wir uns dazu entschieden, den Pollux als urbanen E-Scooter zu bewerten. Zwar mutet der Pollux wie ein Offroad-E-Scooter an, ist im Alltag aber eher vergleichbar mit einem SUV – sieht nach Gelände aus, ist aber in der Stadt zuhause.
Durch die robuste Bauweise, den entnehmbaren Akku und die Größe sehen wir den Pollux eher als hochwertigen und schön designten Begleiter in der Stadt. Am Ende verliert er aber wichtige Punkte im Wettbewerbsvergleich sodass die Alltagstauglichkeit bei uns mit 64 % bewertet wird.
Starke Bremsen und helle Beleuchtung überzeugen im Test des STREETBOOSTER Pollux
Wie üblich haben wir beim STREETBOOSTER Pollux alle Bremsen ausgiebig getestet – und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Verbaut sind vorne eine Trommelbremse und hinten eine große Scheibenbremse. Eine Kombination, die auf dem Papier gut klingt – und im Test auch hält, was sie verspricht.
Die gemessenen Bremswege sprechen für sich:
Das sind ordentliche Werte – gerade der kombinierte Bremsweg von unter 3 Metern ist ein gutes Ergebnis für einen Scooter dieser Gewichtsklasse. Im Alltag bedeutet das: Du kommst sicher und kontrolliert zum Stehen, auch wenn es mal schnell gehen muss.
Zu Beginn sind die Bremsen noch etwas schwächer
Die Trommelbremse greift in den ersten Wochen eher halbherzig zu. Das ist kein Defekt, sondern schlicht eine Frage des Einfahrens – nach einer gewissen Zeit packt auch sie sicher und zuverlässig zu. Wer den Pollux frisch auspackt, sollte das wissen und in der Anfangsphase etwas mehr Bremsweg einplanen. Die Scheibenbremse hinten hingegen macht von Anfang an einen überzeugenden Job und lässt sich gut dosieren.
Helle Beleuchtung überzeugt aber Heckblinker fehlen
Das Frontlicht ist erfreulich hell – allerdings sitzt es sehr weit unten am Scooter, was die Ausleuchtung des Weges nicht ideal macht. Immerhin lässt sich der Winkel anpassen, was den Nachteil etwas abmildert. Das Hecklicht ist ebenfalls hell und liefert – wie bei den meisten Modellen – ein kräftiges Bremslicht, das nachfolgende Fahrer zuverlässig warnt. Das Bremslicht ist dafür von anderen STREETBOOSTER und PURE-Modellen bekannt.
Die Blinker sitzen am 69,5 cm breiten Lenker und sind von anderen Verkehrsteilnehmern gut zu sehen – ein klarer Sicherheitsgewinn gegenüber dem klassischen Handzeichen. Schade ist allerdings, dass hinten keine Blinker verbaut sind. Das ist ein Punkt, den Streetbooster beim nächsten Modell ruhig angehen darf. Und wer generell auf Nummer sicher gehen will: Ein passender E-Scooter Helm gehört beim Pollux schlicht dazu – schon allein wegen des Gewichts und der Fahrleistung.
Insgesamt hinterlässt die Sicherheitsausstattung des Pollux einen überzeugenden Eindruck. Die guten Bremswerte, die solide Bremsanlage und die ordentliche Beleuchtung führen bei uns zu einer Bewertung von 92 %.
App & Konnektivität im Test – Solide, aber kein Funktionsfeuerwerk
Der STREETBOOSTER Pollux lässt sich via Bluetooth mit der kostenlosen Streetbooster App verbinden – verfügbar für Android und iOS.

Die Verbindung steht schnell und zuverlässig, das ist schon mal ein guter Start. Ich muss euch aber ehrlich sagen: Wer eine App erwartet, die den Scooter wirklich smart macht, wird hier etwas enttäuscht sein.
- Ladestand und aktuelle Geschwindigkeit einsehen
- Tageskilometer abrufen
- Licht ein- und ausschalten
- Wegfahrsperre aktivieren – praktisch beim kurzen Abstellen
- Stabile Bluetooth-Verbindung während der Fahrt
- Kein detailliertes Energie-Dashboard
- Keine Routenaufzeichnung oder Fahrthistorie
- Keine Software-Updates über die App
- Funktionsumfang insgesamt deutlich hinter der Konkurrenz
Für den Alltag reicht das – als Kaufargument taugt die App aber nicht. Der Pollux ist eben kein Technik-Showroom auf Rädern, sondern ein robuster Alltagsscooter. Durch das Bereitstellen der wichtigsten Funktionen reicht es im Ergebnis aber für gute 87 %.
Das sind die Stärken und Schwächen des STREETBOOSTER Pollux
Wie bei jedem E-Scooter gibt es auch beim Pollux einige Vor- und Nachteile, die man vor dem Kauf berücksichtigen sollte. Nachfolgend einmal für dich aufbereitet:
- Massiver, hochwertiger Rahmen mit hervorragender Verarbeitungsqualität
- Vollfederung mit Lenkerstabilisierung
- Entnehmbarer Wechselakku
- Sehr hohe Traglast von 144 kg
- Gute Bremswerte – kombinierter Bremsweg von 2,94 m
- Großes Trittbrett für Fahrer mit großen Füßen
- IP65-Schutzklasse – allwettertauglich
- 7 Jahre Ersatzteilversorgung
- 36 kg Eigengewicht
- Kein Klappmechanismus
- Akku mit 538 Wh für die Preisklasse nicht mehr zeitgemäß
- Testreichweite von 42 km
- Trommelbremse vorne braucht eine Einfahrphase
- Keine Blinker hinten verbaut
- Lenker nicht höhenverstellbar
Für wen lohnt sich der STREETBOOSTER Pollux?
Der STREETBOOSTER Pollux ist kein Scooter für jeden – und das ist auch gut so. Er hat ein klares Profil und spricht eine ganz bestimmte Zielgruppe an.
Ideal für dich, wenn du:
Weniger geeignet, wenn du:
Fazit – Der STREETBOOSTER Pollux ist ein Versprechen mit Einschränkungen
Der STREETBOOSTER Pollux macht im Test vieles richtig – und das mit einer Überzeugung, die man in dieser Klasse nicht immer findet. Der massive Rahmen, die Vollfederung mit Lenkerstabilisierung und der entnehmbare Wechselakku sind echte Alleinstellungsmerkmale, die den Pollux klar von der Masse abheben. Wer auf der Suche nach einem robusten, langlebigen Alltagsscooter ist, der auch mit höherem Fahrergewicht und anspruchsvollen Untergründen zurechtkommt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Gerade mit Blick auf die 7 Jahre Ersatzteilversorgung und den Premium-Service setzt Streetbooster einen Standard, von dem sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden können. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern ein echtes Argument für alle, die einen Scooter nicht nach zwei Jahren wegwerfen wollen.
Sind wir aber ehrlich: In 2026 muss sich der Pollux unbequeme Fragen gefallen lassen. Eine Testreichweite von 42 km, ein Akku mit 538 Wh und kein Klappmechanismus – das sind Punkte, die in dieser Preisklasse zunehmend schwer zu rechtfertigen sind. Und es ist kein Zufall, dass die Alltagstauglichkeit mit 64 % die schwächste Kategorie im gesamten Test ist – hier zeigt sich am deutlichsten, wo der Pollux seine Grenzen hat. Wer maximale Reichweite oder einen leichten Pendlerscooter sucht, schaut sich besser nach Alternativen um. Und wer auf der Suche nach einem echten Offroad-E-Scooter ist, findet dort Modelle, die speziell für diesen Einsatz optimiert sind.
Einziger wirklicher Wermutstropfen bleibt das Gewicht: 36 kg sind eine klare Ansage – wer seinen Scooter aber hauptsächlich fährt und nicht ständig trägt, dem nimmt das kaum etwas von der Freude an diesem Boliden. Einen Überblick über die aktuell stärksten Modelle am Markt gibt es in unserer Liste der besten E-Scooter.
Wer sich für den Pollux entscheidet, sollte zudem unseren aktuellen STREETBOOSTER Gutschein nutzen – damit lässt sich der Einstieg etwas günstiger gestalten.
Häufige Fragen zum STREETBOOSTER Pollux
Der STREETBOOSTER Pollux ist auf 20 km/h limitiert – nutzt dabei aber die erlaubte StVZO-Toleranz von 10 % voll aus. In unserem GPS-Test haben wir reale 22 km/h gemessen.
Streetbooster gibt die Reichweite mit 50 km an. In unserem Test kamen wir auf 42 km unter realen Bedingungen. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, sollte über den optionalen Ersatzakku (13 Ah, 399 €) nachdenken.
Ja, der STREETBOOSTER Pollux verfügt über eine ABE und ist damit im deutschen Straßenverkehr vollständig legal. Wichtig: Nicht verwechseln mit dem Streetbooster Castor – der ist baugleich, erreicht aber 45 km/h und hat keine Straßenzulassung.
Der Pollux wiegt 36 kg. Das macht ihn für Trage-Situationen oder den Transport in Bus und Bahn ungeeignet. Als reines Fahrgerät im Alltag ist das Gewicht dagegen kein Problem – im Gegenteil, es trägt zur hohen Fahrstabilität bei.
Ja – und das ist eines seiner größten Alleinstellungsmerkmale. Der 48V/538-Wh-Akku lässt sich abschließen und entnehmen. Damit gehört der Pollux zu den wenigen straßenzugelassenen Modellen mit dieser Funktion.
Wer mehr Reichweite und einen leichteren Scooter sucht, sollte sich den ePF-2 Pro oder den ePF-PULSE+ anschauen. Wer mehr Motorleistung möchte, ist mit dem VMAX New VX4 gut beraten.
Ja, aktuell kannst du mit dem Code „svSTB“ 15 € beim Kauf deines neuen E-Scooters sparen.




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