Zusammenfassung
Verarbeitung
92 %
Fahrverhalten
91 %
Leistung
97 %
Reichweite
86 %
Alltag
81 %

Manche Testgeräte muss man sich schönreden. Das Yozma IN 10 gehört nicht dazu. Schon beim Auspacken macht das elektrische Mini-Dirtbike einen richtig coolen Eindruck – aggressive Optik, sauber verarbeiteter Rahmen, und mit 55 kg lässt es sich auch mal eben umstellen, ohne dass du dir einen Bruch hebst.

Getestet haben wir das IN 10 dort, wo es hingehört: im abgesperrten Wald, auf einem privaten Gelände mit Trails, Wurzeln und ein paar ordentlichen Anstiegen. Wichtig an dieser Stelle – das IN 10 hat keine Straßenzulassung, öffentliche Wege sind also tabu.

Und so viel können wir gleich festhalten: Lange hat uns ein Test nicht mehr so viel Spaß gemacht. Warum, liest du in den nächsten Abschnitten.

Yozma IN 10 Frontansicht
Das Yozma IN 10 in der Frontansicht – wir haben auf die Aufkleber verzichtet

Die technischen Daten des Yozma IN 10 im Überblick

Auf dem Papier fährt das Yozma IN 10 ein spannendes Setup auf. Der bürstenlose Motor leistet in der Spitze 2.600 Watt (1.200 Watt Nenndauerleistung) – klingt erstmal unspektakulär. Der eigentliche Hammer steht eine Zeile tiefer im Datenblatt: 146 Nm Drehmoment. Das ist für ein Bike dieser Klasse eine Ansage und sorgt dafür, dass das IN 10 aus dem Stand heraus richtig anschiebt.

Dazu kommt das Eigengewicht von nur 55 kg. Die Kombination aus viel Drehmoment und wenig Masse ist genau das, was ein Dirtbike im Gelände braucht – das Bike fühlt sich spielerisch an, lässt sich leicht aufs Hinterrad ziehen und verzeiht auch mal eine unsaubere Linie.

YOZMA in 10
YOZMA in 10
Bewertung
Listenpreis1.399,00 €

Vorteile
  • Bequemes Fahren
  • Gute Federung
  • Starker Antrieb
  • Tuning per Kombination
  • Solide Verarbeitung
  • Gute Laufruhe
  • Fairer Preis
Nachteile
  • Keine Straßenzulassung

Gefahren wird in drei Modi. Im normalen Modus regelt das Bike immer bei 25 km/h ab. Mit einem kleinen Kniff geht es auch schneller – in der Spitze stehen etwa 64 km/h auf dem Tacho. Und damit gehört das Yozma – egal in welchem Modus du es fährst – auf ein abgesperrtes Gelände.

Der 48-V-Akku bringt mit 23,4 Ah gut 1,1 kWh Kapazität mit. Der Hersteller verspricht bis zu 85 km Reichweite – das ist unter Laborbedingungen gemessen und im Gelände nicht in Stein gemeißelt. Aber selbst mit realistischem Abschlag bleibt genug Reichweite für ordentlich Spaß: Ein ausgedehnter Nachmittag auf dem Trail ist damit locker drin, ohne dass du zwischendurch ans Ladegerät musst.

Nun lass uns aber schauen, wie sich das Yozma IN 10 in unserem Test geschlagen hat.

Aufbau und Verarbeitung: Nach 45 Minuten ist das Yozma IN 10 fahrbereit

Das IN 10 kommt in einem großen und ordentlich schweren Paket (laut Fahrer über 60 kg) – plane den Weg vom Paketboten in die Garage besser zu zweit. Auch bei der Montage lohnt sich ein zweites Paar Hände: Bei uns hat der Aufbau zu zweit rund 45 Minuten gedauert.

yozma in10 beim Unboxing
Das Yozma IN 10 ist kompakt und gut verpackt.

Der Aufbau selbst ist fast selbsterklärend. Zwei Stellen haben uns trotzdem kurz aufgehalten: Das Vorderrad sauber einzusetzen war etwas fummelig, und auch die Fußrasten ließen sich nicht ohne Weiteres montieren – hier brauchte es etwas Geduld und eine Menge Kraft. Und auch die vordere Elektroinstallation hat uns etwas aufgehalten, denn diese liegt hinter einer Abdeckung offen. Aus diesem Grund haben wir einen Schrumpfschlauch verwendet, um sie neben der Abdeckung ausreichend vor Regen und und Feuchtigkeit zu schützen.

💡 Stelle sicher, dass der Akku verbunden ist

Ganz am Ende musst du noch den Akku verbinden – der Stecker ist ab Werk getrennt. Wer das übersieht, wundert sich beim ersten Startversuch über ein totes Bike. Dreh einfach den Schlüssel im Schloss und du siehst direkt, ob alles korrekt verbunden ist.

Verarbeitung: Wertig – mit zwei kleinen Abzügen

Optisch macht das Yozma IN 10 einiges her. Es ist ein vergleichsweise kleines Dirtbike, wirkt dadurch aber kompakt und aufgeräumt statt billig. Federung und Bremsen sehen richtig wertig aus – hier hat Yozma nicht am falschen Ende gespart.

YOZMA IN 10 in der Seitenansicht
In der Seitenansicht sieht das Yozma IN 10 besonders cool aus

Die Kabel an der Front liegen hinter einer Abdeckung, die komplett aus Kunststoff besteht. Grundsätzlich okay – wir haben die Verbindungen aber zusätzlich, wie bereits beschrieben, mit einem Schrumpfschlauch gesichert, um bei Feuchtigkeit auf der sicheren Seite zu sein. Bei einem Bike, das durch nassen Wald pflügt, ist uns das die zehn Minuten Aufwand wert.

Zwei Kleinigkeiten gibt es zu meckern:

  • Abdeckfolie: Um die Schutzfolie komplett zu lösen, musst du den Sitz demontieren. Schade – das hätte man eleganter lösen können.
  • Gummilippe am Stoßdämpfer: Die ist bei unserem Testmodell einen Millimeter zu weit rechts montiert, sodass sie beim Fahren immer gegen die Kette gekommen ist. Das hatte hörbare Geräusche produziert und zu kleineren Rissen an der Abdeckung geführt.

Unterm Strich ist das aber Jammern auf hohem Niveau: Auch nach mehreren Akkuladungen im Gelände gab es an der Verarbeitung sonst nichts zu beanstanden – keine klappernden Teile, keine lockeren Schrauben, nichts. Damit ist die Verarbeitung auf einem sehr guten Niveau.

Verarbeitung
92 %

Das Yozma IN 10 im Test: Sehr souveräner Fahreindruck

Der erste Dreh am Gasgriff – und direkt ein Wow-Gefühl. Der Antritt ist bei 146 Nm genau so brachial, wie es die Datenblattzahl verspricht. Das Bike schiebt aus dem Stand heraus so vehement an, dass man beim ersten Mal unweigerlich grinst. Zur Auswahl stehen dabei die drei Gänge, zwischen denen du je nach Untergrund und Mut wechseln kannst.

Nach dem ersten Antesten haben wir das IN 10 direkt zum nächstgelegenen Wald geschoben – und dort zeigt sich sofort, wo dieses Bike hingehört. Schon beim ersten richtigen Antritt auf dem Trail merkst du, wie gut das IN 10 federt. Wurzeln? Kein Problem, das Fahrwerk schluckt sie weg, ohne dass es dir in die Handgelenke schlägt.

Stoßdämpfer Yozma IN 10 in der Nahaufnahme
Stoßdämpfer Yozma IN 10 in der Nahaufnahme

Und gerade auf den hügeligen Abschnitten spielt das Bike seine Stärken aus – hier ist es hörbar und spürbar zu Hause. Die Hydraulikgabel vorne macht auch beim Springen eine richtig gute Figur, und der Stickstoff-Dämpfer hinten federt selbst Sprünge zuverlässig ab. Das Gesamtpaket aus wenig Gewicht und gutem Fahrwerk sorgt für ein Fahrgefühl, das deutlich über dem liegt, was man in dieser Preisklasse erwartet.

Das Yozma IN10 hat kleine Räder aber dicke Bremsen
Das Yozma IN10 hat kleine Räder aber dicke Bremsen

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Die kleinen Räder vermitteln beim Fahren nicht das Maximum an Sicherheit. Wer von größeren Enduros oder Dirtbikes kommt, muss sich kurz umgewöhnen – auf schnellen, groben Passagen wünscht man sich hier und da etwas mehr Laufruhe.

Unterm Strich ist das aber Meckern auf hohem Niveau. Für ein kleines, sportliches Elektro-Dirtbike liefert das IN 10 einen richtig guten Komfort ab – in unserem Test reicht das für 91 %.

Fahreindruck
91 %

Starke Fahrleistungen überzeugen im Test des Yozma IN 10

Die nackten Zahlen kennst du schon aus dem Technik-Kapitel: 146 Nm Drehmoment und ein bürstenloser Hochdrehmoment-Motor. Spannend werden diese Werte aber erst, wenn man sie ins Verhältnis zum Gewicht setzt. Und da liegt der eigentliche Trick des IN 10: Die geballte Kraft muss nur 55 kg bewegen. Genau diese Kombination erklärt, warum sich das Bike so brachial anfühlt – viel Drehmoment auf wenig Masse ist das Rezept für den giftigen Antritt.

Bedienung des YOZMA IN 10
Gesteuert wird das Yozma IN 10 über das Display

Die drei Fahrmodi

Grundsätzlich stehen dir drei Gänge zur Verfügung, die den Charakter des Bikes spürbar verändern:

  • Gang 1: Ordentlicher Antritt und spaßige Beschleunigung – der richtige Modus zum Antesten und für enge Passagen.
  • Gang 2: Jetzt wird's sportlich. Hier fährt das IN 10 zügig und bleibt dabei gut kontrollierbar.
  • Gang 3: Volle Leistung – ein einfacher Wheelie ist hier ohne große Mühe drin.

Die Besonderheit: der Offroad-Modus

Das eigentliche Highlight ist aber der Offroad-Modus. Durch das Drücken der Minus-Taste für 3 Sekunden schaltest du die volle Leistung deines Yozma IN 10 frei. Vorher regelt das Bike bei 25 km/h ab.

Entriegeln des Yozma IN 10 über das Display
Durch das dauerhafte Drücken der Minustaste wird das Yozma IN10 entriegelt

Schaltest du ihn frei, steigt die Geschwindigkeit deutlich schneller an – und zwar laut Tacho auf:

  • Gang 1: 34 km/h
  • Gang 2: 48 km/h
  • Gang 3: 62 km/h

Ein wichtiger Hinweis dazu: Diese Werte sind Tacho-Angaben und sehr ungenau. Die Anzeige korreliert eher mit der schnell zunehmenden Lautstärke als mit der realen Geschwindigkeit. Nachgemessen haben wir in der höchsten Stufe 42,9 km/h – also ein ordentliches Stück unter dem, was der Tacho behauptet. Für ein abgesperrtes Gelände immer noch flott genug, um richtig Spaß zu haben.

Am Berg keine Schwäche

Bleibt die Frage: Wie stark ist das IN 10 bergauf? Wir haben das Bike unsere reguläre E-Scooter-Teststeigung hochgejagt – und da war keine Schwäche erkennbar. Das IN 10 zieht die Steigung hoch, als wäre sie nicht da. Die 30 Grad Steigfähigkeit aus dem Datenblatt sind also nicht nur Theorie.

Zur Einordnung: Auf der US-Seite gibt Yozma 2.600 W Motorleistung an. Das ist für diese Bike-Klasse ordentlich – liegt aber deutlich unter den Leistungsdaten der Yozma IN 10 Pro, die hoffentlich noch in Deutschland erscheint. Wer das letzte bisschen mehr will, sollte die Pro-Variante im Auge behalten.

Insgesamt ist die Leistung für ein elektrisches Dirtbike wirklich überzeugend und verdient sich eine hervorragende Einzelbewertung von 97 % redlich.

Leistung
97 %

Reicht der Akku des Yozma IN 10 aus?

Kommen wir zum Akku. Verbaut ist ein 48-V-Lithium-Ionen-Akku mit 23,4 Ah – macht rund 1,1 kWh Kapazität. Voll geladen ist er nach 5 bis 6 Stunden am mitgelieferten Ladegerät (5A Ladeleistung). Auf dem Papier verspricht Yozma damit bis zu 85 km Reichweite.

Diesen Wert muss man realistisch einordnen. 85 km sind erreichbar – aber nur unter Idealbedingungen, sprich mit gemächlichen 25 km/h auf ebener Strecke. Das ist kein exotischer Sonderfall, ähnlich sparsam gehen andere Geräte dieser Kapazität mit dem Strom um, siehe unser Test des Egret GT. Nur: Wer kauft ein Dirtbike, um damit im Schongang zu cruisen?

Akku des Yozma In 10
Der Akku des Yozma In 10 lässt sich leicht entnehmen

Und damit sind wir bei der eigentlichen Frage: Brauchst du die 85 km überhaupt? Das IN 10 ist ein reines Offroad-Gerät ohne Straßenzulassung – es ist für Sport und Spaß gebaut, nicht für die tägliche Pendelstrecke. Und genau so haben wir es auch bewegt: fast dauerhaft im Sportmodus, jenseits der 30 km/h.

Yozma IN 10 Ladebuchse
Die Ladebuchse befindet sich seitlich platziert und leicht erreichbar

Unter diesen Bedingungen hielt der Akku knappe 35 km durch. Klingt nach wenig, ist im Kontext aber völlig okay: Das sind mehrere intensive Sessions auf dem Trail, bevor du ans Ladegerät musst. Wer mit dem IN 10 einfach nur zum Spaß ein paar Runden dreht, wird sich am Akku nicht stören.

Fürs Protokoll: Für längere Touren fehlt dem Bike ohnehin die Zulassung. Die Reichweite ist also kein Kaufkriterium, an dem sich der Spaß entscheidet – der findet auf dem abgesperrten Gelände statt, und dafür reicht der Akku allemal.

Akku
86 %

Das Yozma IN 10 im Test: Der etwas andere Alltag bei diesem Dirtbike

Einen klassischen „Alltag“ im Sinne von Pendeln zum Bäcker gibt es beim IN 10 nicht – dafür fehlt die Straßenzulassung. Der Alltag dieses Bikes ist der Sportbetrieb: rausfahren aufs abgesperrte Gelände, ein paar Stunden ballern, zurück in die Garage. Und dafür ist das IN 10 erfreulich unkompliziert.

Yozma IN 10 Offroad-Nutzung
Der Sticker erinnert daran, dass eine Nutzung im Straßenverkehr nicht erlaubt ist.

Das fängt beim Handling abseits des Trails an. Mit 55 kg lässt sich das Bike auch mal eben in den Kofferraum oder auf den Anhänger wuchten – zu zweit ganz entspannt, zur Not auch allein. Wer sein Gerät regelmäßig zum Spot transportiert, wird das kompakte Format schnell zu schätzen wissen.

Der Ablauf einer Session ist denkbar simpel: Akku laden, Modus wählen, losfahren. Für einen intensiven Nachmittag im Sportmodus reicht eine Akkuladung, danach heißt es 5 bis 6 Stunden nachladen. Wer viel und regelmäßig fährt, sollte hier ehrlich zu sich sein: Einen Wechselakku für den fliegenden Tausch gibt es für 649 € zu kaufen – ein Schnelllader fehlt dahingegen.

Wer also dauerhaft fahren möchte, sollte das einplanen und direkt einen zweiten Akku kaufen. Für den Hobby-Einsatz am Wochenende ist das kein Problem – plane lediglich die Ladepausen ein.

💡 Tipp für den Sport-Alltag

Nutze die Ladezeit clever – eine Session am Vormittag, laden über die Mittagspause, zweite Runde am Nachmittag. So kommst du auf ein volles Fahrprogramm, ohne auf den leeren Akku zu warten.

Ein Wort zum Thema Robustheit: Mit der Schutzart IPX6 ist das IN 10 gegen kräftiges Spritzwasser geschützt – Matsch und nasses Gras sind also kein Grund zur Sorge. Die zusätzlich mit Schrumpfschlauch gesicherten Kabel aus dem Verarbeitungs-Kapitel geben uns hier ein noch besseres Gefühl. Beim Wartungsaufwand gilt der übliche E-Antriebs-Vorteil: kein Ölwechsel, keine Kette im klassischen Sinn zu spannen, wenig, was regelmäßig Pflege verlangt. Nach dem Ritt durch den Wald reicht meist ein grober Abwasch – fertig für die nächste Runde.

Yozma IN 10 Licht
Trotz des offenen Designs hat das Yozma IN 10 einen IPX6-Standard

Als reines Sportgerät macht das IN 10 genau das, was es soll – wenig Aufwand, viel Fahrzeit. Man darf nur nicht den Fehler machen, ein Alltagsfahrzeug für die Straße zu erwarten. Das ist es nicht, und das will es auch gar nicht sein.

Alltag
81 %

Die Vor- und Nachteile des Yozma IN 10 im Überblick

Im Rahmen unseres mehrtägigen Tests sind uns gleich mehrere Stärken und Schwächen beim  Yozma IN 10 aufgefallen. Diese haben wir die in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

Das gefällt uns
  • Brachialer Antritt: 146 Nm auf nur 55 kg sorgen für ein giftiges Fahrgefühl
  • Sehr gutes Fahrwerk: Hydraulikgabel und Stickstoff-Dämpfer schlucken Wurzeln und Sprünge zuverlässig
  • Leichtgewicht mit 55 kg: spielerisches Handling im Gelände, einfacher Transport
  • Starke Bergperformance: zieht Steigungen ohne erkennbare Schwäche hoch
  • Wertige Federung und Bremsen: hier wurde nicht am falschen Ende gespart
  • Fast selbsterklärender Aufbau: in rund 45 Minuten zu zweit fahrbereit
  • Geringer Wartungsaufwand und IPX6-Spritzwasserschutz
Das gefällt uns nicht
  • Keine Straßenzulassung: reines Offroad-Gerät, nur auf abgesperrtem Gelände
  • Sehr ungenauer Tacho: 62 km/h laut Anzeige, real gemessen 42,9 km/h
  • Kleine Räder: vermitteln auf schnellen Passagen nicht das Maximum an Sicherheit
  • Kleinere Verarbeitungsmängel: Schutzfolie nur nach Sitz-Demontage lösbar, ausfusselnde Gummilippe am Dämpfer

Fazit: Das Yozma IN 10 liefert Spaß pur zum fairen Preis

Das Yozma IN 10 hat uns im Test schlicht Freude gemacht – und das ist bei diesem Preis nicht selbstverständlich. Die Kombination aus 146 Nm Drehmoment und nur 55 kg Gewicht ergibt ein Fahrgefühl, das man in dieser Klasse so nicht erwartet: giftiger Antritt, ein Fahrwerk, das Wurzeln und Sprünge souverän wegsteckt, und am Berg keine Schwäche. Gerade auf hügeligen, verwinkelten Trails ist das IN 10 in seinem Element.

Man muss aber wissen, worauf man sich einlässt. Das IN 10 ist ein reines Offroad-Gerät ohne Straßenzulassung – für die Straße taugt es nicht, und die reale Reichweite von rund 35 km im Sportmodus unterstreicht: Das ist ein Spaßgerät fürs abgesperrte Gelände, kein Pendlerfahrzeug. Der ungenaue Tacho und die etwas nervösen kleinen Räder sind Punkte, mit denen man leben muss, aber keine Deal-Breaker.

Warum ist das IN 10 dann trotzdem so eine Empfehlung? Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es genau das liefert, wofür es gebaut wurde – kompromisslosen Fahrspaß im Gelände, verpackt in ein handliches, gut verarbeitetes Paket. Wer ein bezahlbares, sportliches Dirtbike für den Offroad-Einsatz sucht und keine Zulassung braucht, macht hier wenig falsch.

Testergebnis
90 %
Juli 2026

Häufige Fragen zum Yozma IN 10

Hat das Yozma IN 10 eine Straßenzulassung?

Nein. Das IN 10 ist ein reines Offroad-Gerät und darf nur auf privatem, abgesperrtem Gelände gefahren werden – nicht auf öffentlichen Straßen oder Wegen.

Wie schnell fährt das Yozma IN 10 wirklich?

Laut Tacho bis zu 62 km/h im Offroad-Modus. Nachgemessen haben wir in der höchsten Stufe allerdings 42,9 km/h – der Tacho zeigt also deutlich zu optimistisch an.

Wie hoch ist die reale Reichweite?

Herstellerangabe sind bis zu 85 km. In der Praxis, fast durchgehend im Sportmodus jenseits der 30 km/h, hielt der Akku bei uns knappe 35 km durch.

Wie lange dauert der Aufbau?

Zu zweit rund 45 Minuten. Der Aufbau ist fast selbsterklärend – nur Vorderrad und Fußrasten brauchen etwas Geduld. Wichtig: Am Ende den Akku verbinden.


Seb ist „der Techniker“ unter den Scooterianern. Als Berliner weiß er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit „Ick gloob…“ anfängt. Neben der E-Mobilität ist Seb begeisterter Radfahrer.

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