Zusammenfassung
Design
93 %
Portabilität
98 %
Antrieb
92 %
Fahrwerk
84 %
Bremsen
86 %
Akku
78 %
Gesamt
87 %

Pünktlich zur neuen Jahreszeit durften wir noch einen der aktuell interessantesten E-Scooter testen. Die Rede ist vom E-TWOW S2 Booster eKFV. Kurzum hat uns das Modell sehr gut gefallen. Dabei unterscheidet sich dieser E-Scooter allerdings vom Einerlei anderer E-Scooter.

Besonders auffällig ist die hohe Reichweite in Verbindung mit dem sehr geringen Gewicht. Zudem handelt es sich beim E-TWOW S2 um einen der kompaktesten E-Scooter, die wir bisher testen durften. Wir haben das Modell auf Herz und Nieren überprüft und zeigen dir, wie unsere Erfahrungen mit dem E-TWOW S2 ausgefallen sind.

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Unser erster Eindruck zum E-TWOW S2 - Booster eKFV

Der Hersteller E-TWOW war für uns bisher ein unbeschriebenes Blatt. Wir kannten bis zu unserem Test weder den Hersteller noch den E-TWOW S2 – Booster eKFV. Rückblickend ist das natürlich schade, denn bei diesem E-Scooter handelt es sich um ein hervorragendes und vor allen Dingen leichtes Modell für den Alltag.

Was mir am E-TWOW besonders gut gefällt ist die Kompaktheit. Gefühlt habe ich in meiner Zeit als E-Scooter-Tester noch kein Modell kennengelernt, welches so kompakt ist. Bei der Lieferung war ich ehrlich gesagt sogar verwirrt. Ich habe auf einen E-Scooter gewartet und hatte klare Erwartungen an die Größe der Verpackung.

Ich wusste zwar, dass ich den E-Scooter bekommen soll, doch aufgrund der Größe des Pakets war ich mir nicht sicher, ob sich in diesem Paket wirklich ein E-Scooter befinden soll. Allerdings sollte ich nach dem Öffnen eines besseren belehrt werden. Der E-Scooter befand sich tatsächlich im recht kompakten Paket.

Da es sich um ein Testmodell handelte, welches schon anderen Redaktionen vorlag, war der Karton nicht mehr in der besten Verfassung. Beim Auspacken fiel mir auch auf, dass der E-Scooter sehr leicht ist. Der E-TWOW E-Scooter wurde fast vollständig montiert geliefert. Lediglich der Kennzeichenhalter ist mithilfe von vier Schrauben zu fixieren.

Beim ersten Anfassen hat mich die Platzierung des Ladebuchse verwirrt, denn im zusammengeklappten Zustand lässt sich dieser nicht erreichen. Willst du den E TWOW S2 laden, dann musst du das Modell aufklappen.

Sehr schön ist der kompakte und schmale Lenker. Die beiden Lenkergriffe lassen sich mittels Knopfdrucks kurzerhand lösen und zusammenklappen. Auch die Höhe des Lenkers lässt sich recht einfach durch drei Voreinstellungen anpassen.

Die technischen Details beim E-TWOW S2

Produktübersicht E-TWOW S2
E Twow S2 Booster
Akkukapazität10.2 mAh
Geschwindigkeit23 km/h
Gewicht12.5 kg
Leistung280 Watt
Lenker verstellbar
Reichweite40 km
BereifungHartgummi
BremseElektro- und Trommelbremse
DisplayJa
SchaltungDaumengas
Abmessungen106 x 117 x 39 cm (Eingeklappt: 94 x 33 x 15 cm)
WasserdichtigkeitSpritzwasser
Listenpreis990,00 €

Nun werfen wir einen Blick auf die technischen Details – hier hat der E-TWOW S2 – Booster eKFV eine Menge zu bieten. Angefangen mit dem sehr geringen Gewicht von nur 12,5 kg. Auch andere E-Scooter wie der Streetbooster One mit seinen 13,5 kg konnten uns in der Vergangenheit überzeugen. Allerdings ist die Einsparung von einem Kilo bei einem E-Scooter deutlich spürbar.

Natürlich ist ein emicro M1 Colibri mit seinen 9,9 kg deutlich leichter, doch in Punkto Leistung und Reichweite ist der Vergleich der beiden Modelle nicht sonderlich fair. Immerhin verbaut E-TWOW eine 10,2 Ah große Lithium-Ionen-Batterie, die für eine Reichweite von bis zu 40 km ausreicht. Und eben hier kommen wir zur ersten Besonderheit dieses E-Scooters. Eine Reichweite von bis zu 40 km bei einem Gewicht von nur 12,5 kg ist einfach hervorragend.

Der Motor besitzt eine Nennleistung von 280 W. Die Spitzenleistung, welche für Beschleunigungsphasen notwendig ist, liegt bei 500 W und ist somit mehr als ausreichend. Mehr zum Motor und dessen Fahrverhalten gibt es in der entsprechenden Testkategorie. Die Steuerung der Geschwindigkeit ist super einfach mithilfe des Daumengases möglich. Dieses befindet sich auf der rechten Seite des Lenkers. Auf der linken Seite befindet sich ein Daumenhebel für die Elektrobremse. Die Elektrobremse befindet sich im Elektromotor am Vorderrad. An der Hinterachse befindet sich eine mechanische Trommelbremse, die ebenfalls eine starke Verzögerung ermöglicht.

Besonders spannend ist, dass der Hersteller eine maximale Zuladung von 124 kg vorsieht. Somit eignet sich dieser E-Scooter auch für schwerere Fahrer. Zusätzlich sorgt die Federung an der Vorder- sowie Hinterachse für genügend Komfort. So fallen die 8 Zoll großen Gummireifen auch nicht weiter ins Gewicht. Technisch merkt man dem E-TWOW S2 – Booster eKFV an, dass er auf dem nicht straßenzugelassenen Vorgänger basiert.

Deutlichstes Merkmal hierfür ist die nicht integrierte Beleuchtung an der Vorderachse. Super gefielen mir dahingegen die Reflektoren, die im Trittbrett integriert sind. Auch das Display am Lenkrad ist etwas besonders, denn kein anderer Hersteller hat bisher ein farbiges Display mit so detaillierten Angaben zur Verfügung gestellt. Neben dem Akkuzustand ist auch die Ausgabe der Gesamtreichweite sowie der Tourenreichweite möglich.

Tolle Verarbeitung beim E-TWOW S2

Die Grundversion vom E-TWOW S2 – Booster eKFV gibt es bereits seit dem Jahr 2017. Damals erhielt das Modell auf der Genfer Erfindermesse sogar einen Preis. Allerdings merkt man dem Gerät das vergleichsweise hohe Alter nicht an. Das Design und auch die Verarbeitung wirken hochwertig. Die Gummioberfläche auf dem Trittbrett bietet stets ausreichend Halt, um auch bei schlechteren Witterungsbedingungen zu überzeugen. Zusätzlich sind die verbauten Reflektoren gut für Fahren im Dunkeln.

Meine Erwartungen wurden bei diesem Modell ehrlich gesagt übertroffen. Die matte Lackierung wirkt sehr hochwertig, wobei ich die markenspezifische Beklebung etwas zu aufdringlich finde. Hier würde ich eine ähnliche Vorgehensweise wie bei der ePF-1 Stealth Edition bevorzugen. Auch die einzelnen Komponenten konnten mich überzeugen. Einzig bei der Kennzeichenhalterung hatte ich einige Probleme. Grund hierfür war eine Schraube, die sich nicht mehr fixieren lies, da einer der vorherigen Tester das Schraubengewinde zerstört hat. In Foren konnte ich keine negativen Erfahrungen über diese Eigenschaft finden. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass dies kein typisches Problem ist.

Foto der Lenkerstange des e-TWOW S2 Booster
E-TWOW Markenlogo auf der Lenkerstange

Ein kleines Highlight bei diesem E-Scooter ist das Klingeldesign. Hier geht E-TWOW einen komplett anderen Weg als andere Hersteller. Allerdings sind Klingel und Bremse auf der gleichen Höhe montiert. Dementsprechend habe ich des Öfteren die Klingel betätigt, obwohl ich bremsen wollte.

Auch etwas negativ aufgefallen ist, dass die Griffe beim Fahren recht viel Spielraum haben. Dies mindert den gesamten Qualitätseindruck etwas. Das Farbdisplay und die Knöpfe sind wiederum perfekt gelungen. Ebenfalls hervorzuheben sind die Federungen. An der Vorder- und Hinterachse befinden sich dedizierte Federungen, welche wirklich gute Arbeit leisten und einen hochwertigen Eindruck hinterlassen.

Design
93 %

Sehr gute Alltagstauglichkeit dank geringem Gewicht und kompakten Maßen

Jetzt kommen wir zu dem Testpunkt, in der der E-TWOW S2 – Booster eKFV seine Konkurrenz im Regen stehen lässt. Mit einer Länge von 94,2 cm sowie einer Bereite von nur 14,5 cm im zusammengeklappten Zustand lässt sich der E-TWOW S2 sehr einfach transportieren.

Zudem ist das Eigengewicht von 12,5 kg hervorzuheben. Zwar gibt es leichtere E-Scooter, doch diese haben zumeist eine geringere Reichweite, einen schwächeren Motor oder viel schlechtere Fahreigenschaften. Auf meinem täglichen Arbeitsweg hat mich der E-TWOW S2 – Booster eKFV über drei Wochen begleitet. Dabei habe ich nie Probleme mit dem Gewicht oder den Abmessungen gehabt. Da man den Lenker ebenfalls zusammenklappen kann, muss man auch nicht die Breite des Lenkers beim Transport beachten.

E-TWOW S2 Booster zusammengeklappt auf Rasen
Kompakter und leichter Alltagsbegleiter – der E-TWOW S2

Meiner Meinung nach ist dieser E-Scooter der perfekte Begleiter für den Großstadtverkehr. Dank des guten Klappmechanismus ist der kurze Transport in Bus, Bahn oder U-Bahn kein Problem. Anschließend ist der E-TWOW nach wenigen Sekunden wieder einsatzbereit. Zusammen mit der Kombination aus Gewicht, Laufleistung und Motor lassen sich auch weitere Strecken überwinden. In dieser Kategorie ist der E-TWOW der bisherige Testsieger!

Portabilität
98 %

Überraschend kraftvoller Motor beim E-TWOW S2 – Booster eKFV

Bei Elektromotoren bin ich etwas vorbelastet. Bisher hat sich ein recht klares Bild abgezeichnet, denn Elektromotoren mit weniger als 300 W hatten im Normalfall einige Probleme. Wirklich gute und spritzige Motoren hatten zumeist 350 W oder sogar 500 W.

Allerdings gibt es zu jeder Regel auch eine Ausnahme – und diese stellt anscheinend der E-TWOW S2 – Booster eKFV dar. Das Modell ist sehr spritzig und kann auch mit anderen E-Scootern wie dem Streetbooster One mithalten. Vielmehr ist das Modell von E-TWOW sogar der schnellere E-Scooter. Auf einer rund 25 km langen Testfahrt mit meiner Freundin konnte ich sie auf dem Streetbooster One teilweise auf der geraden Strecke überholen.

Der Grund hierfür ist das Überschreiten der gesetzlich konformen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Laut Gesetz dürfen Hersteller zwar die angegebene Höchstgeschwindigkeit um bis zu 10 %, also 2 km/h, überschreiten. Das macht der Streetbooster One ebenfalls. Allerdings bin ich mit dem E-TWOW S2 – Booster eKFV auf gerade Strecken teilweise bis zu 23,5 km/h schnell gewesen. Laut GPS waren es immerhin 22,8 km/h.

Wer also wirklich viele Strecken mit mehr als 10 km zurücklegt, weiß diese Eigenschaft durchaus zu schätzen. Eine weitere Besonderheit ist die Steigfähigkeit des Motors. Während andere Hersteller mit Steigungen von bis zu 20 % werben, verspricht E-TWOW sogar 25 % Steigungswinkel. Ob das realistisch ist, können wir nur schätzen, da es keinen entsprechenden Anstieg in unserer Region gibt. Allerdings sollte dies bei leichten Fahrern durchaus machbar sein. Fahrer mit 125 kg dürften dahingegen keine 25 % steile Anstiege meistern. Falls ihr abweichende Erfahrungen machen konntet, lasst uns gerne eine Kommentar dar.

Antrieb
92 %

Guter Federungskomfort bei mittelmäßigen Reifen

Nun kommen wir zu einer der Schwächen beim E-TWOW S2, die Bereifung. Diese ist zwar recht praktisch im Stadtverkehr, denn weder Glasscherben noch irgendwelche scharfe Kanten sind eine Gefahr für euren E-Scooter. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Luftreifen aufgrund der besseren Haftung bei Nässe schlicht und ergreifend bevorzuge.

E TWOW S2 Booster Scooter von hinten
Das Heck vom E-TWOW S2 Booster dürften andere Fahrer häufiger sehen

Natürlich wird der fehlende Federungskomfort der Hartgummireifen von der Federung an Vorder- und Hinterrad komplett kompensiert. Dementsprechend braucht sich niemand wirklich sorgen um Kopfschmerzen beim Fahren machen. Zwar merkt man als Fahrer die Schläge noch immer, doch für einen kleinen E-Scooter ist der Federungskomfort mehr als ausreichend.

Insgesamt macht das Fahrwerk auf festen Straßen einen sehr guten Job. Der E-TWOW S2 – Booster eKFV ist sehr agil und lädt zum dynamischen Fahren ein. Wer jedoch auch auf unbefestigten Straßen fahren möchte, sollte eventuell zu einem anderen E-Scooter greifen. Auf dem Weg zur Arbeit bin ich regelmäßig über einen Feldweg gefahren und hier rutschen die 8 Zoll großen Hartgummireifen teilweise sehr stark von Steinen ab.

Luftreifen würden sich hier etwas mehr an den Untergrund anpassen. Hätte E-TWOW hier Luftreifen oder Honeycomb-Reifen verwendet, wäre das verbaute Fahrwerk mitunter zu den besten seiner Klasse gehören. In der natürlichen Umgebung von E-Scootern, im urbanen Umfeld, ist diese Kritik natürlich nicht angebracht.

Fahrwerk
84 %

Starke Elektrobremse überzeugt bei der Verzögerung

Gute Bremsen spielen für die allgemeine Sicherheit eine entscheidende Rolle. Hier setzt dieser Premium-E-Scooter auf eine elektrische Motorbremse und eine mechanische Trommelbremse. Um ehrlich zu sein, finde ich eine Trommelbremse bei einem E-Scooter dieser Preisklasse nicht ganz passend. Hier wäre eine hydraulische Scheibenbremse die bessere Wahl, die insbesondere bei schlechteren Witterungsbedingungen besser abschneidet.

Allerdings ist die elektrische Vorderradbremse der Wahnsinn. Bei meinem ersten Bremsvorgang habe ich mich fast hingelegt, da ich schlicht und ergreifend nicht mit einer solch starken Verzögerung gerechnet habe. Aufgrund der Vorderradfederung ähnelt das Gefühl etwas dem Bremsverhalten bei einem Motorrad.

Allein von den Werten konnten die Bremsen überzeugen. Bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h braucht der E-TWOW S2 – Booster eKFV nur 3,77 m bis zum Stillstand. Hier offenbart sich natürlich auch ein Nachteil der Hartgummireifen, denn wir Hinterlassen bei einer Vollbremsung eine breite schwarze Bremsspur und die Reifen verlieren an Profil. Je häufiger man also eine Vollbremsung hinlegt, desto schlechter werden die Bremsleistungen.

Ein weiterer Nachteil ergibt sich bei nasser Fahrbahn. Hartgummi hat bei nasser Fahrbahn weniger Reibung zur Straße, der Bremsweg steigt an. Im E-TWOW S2 – Booster eKFV Test konnten wir dies allerdings nicht prüfen. Allerdings haben andere Vergleichsgeräte bereits ein entsprechendes Verhalten aufgezeigt.

Bremsen
86 %

Der Akku hinterlässt gemischte Gefühle im E-TWOW S2 – Booster eKFV Test

Der Akku ist für uns einer der wichtigsten Testfaktoren. Einerseits spricht E-TWOW beim S2 – Booster eKFV von einer hohen Reichweite von knapp 40 km. Allerdings wird hier bereits angemerkt, dass die finale Reichweite stark von den Umweltbedingungen und dem Fahrergewicht abhängt.

Auf meiner ersten Fahrt war ich ehrlich gesagt überrascht. Immerhin bin ich rund 10 km gefahren und habe nur 20 % der Akkuleistung eingebüßt. Am folgenden Tag wollte ich Kaffee bei LEOGold in Braunschweig holen gehen. Diese Chance habe ich genutzt, um zusammen mit meiner Freundin eine Tour auf dem neuen Testmodell zu absolvieren. Die Fahrtstrecke lag bei rund 8,5 km pro Tour, also 17 km insgesamt. Da der Akku erst 20 % verloren hat, habe ich auf eine erneute Ladung verzichtet.

E-TWOW S2 - Lenker mit Display
Tolles Display mit ungenauer Akkuanzeige

Rückblickend war das wohl nicht die beste Entscheidung, denn bei der Kaffeerösterei meines Vertrauens betrug der Akkustand noch 40 %. Auf dem Rückweg hat sich die Kapazitätsanzeige so schnell entleert, das nach 4 km der Akku leer war. Dementsprechend musste ich die restlichen 4,5 km anderweitig zurücklegen. STVO-konform habe ich mich am Rucksack meiner Freundin festgehalten und abschleppen lassen. Hier hat uns der Streetbooster One am Ende des Tages noch einen längeren Anstieg hochgezogen, ohne wirklich an Power zu verlieren.

Zuhause angekommen habe ich den E-TWOW S2 – Booster eKFV geladen und am folgenden Tag wieder für den Arbeitsweg verwendet. Auch hier ist wieder aufgefallen, dass der Akku ab 40 % sehr schnell an Leistung verliert. Vorher bewegt sich die Anzeige gar nicht. Hier sollte E-TWOW dringend die Firmware aktualisieren, denn so eine unzuverlässige Anzeige hatte ich noch nie.

Allerdings hatte ich auf der ebenen Teststrecke eine Reichweite von rund 31 km. Aus meiner Sicht ist das ein guter Wert, der aufgrund des geringen Eigengewichts nochmals an Relevanz gewinnt.

Akku
78 %

E-TWOW S2 – Ein sehr guter E-Scooter mit sportlichem Preisschild

Die unverbindliche Preisempfehlung für den E-TWOW S2 – Booster eKFV liegt bei 990,00 Euro. Somit gehört das Modell ohne Fragen zu den teureren Vertretern. Allerdings erhalten die Käufer für den aufgerufenen Preis auch einen wirklich guten E-Scooter. Es gibt ein paar kleine Nachteile wie die Hartgummireifen oder die unzuverlässige Akkuanzeige. Wer allerdings mit diesen Nachteilen leben kann, bekommt hier einen der besten E-Scooter am Markt.

E-TWOW S2 Booster auf Kreuzung

Würde ich meinen E-Scooter täglich im Großstadtverkehr benutzen, stünde der E-TWOW S2 – Booster eKFV ganz vorne auf meiner Kaufliste. Da ich jedoch im Einzugsgebiet einer Großstadt wohne, verlieren einige der klaren Kaufgründe etwas an Relevanz. So ist das geringe Eigengewicht und die Kompaktheit zwar schön, doch ich kann meinen E-Scooter auch direkt auf dem Betriebsgelände abschließen und zu Hause in einem Schuppen aufladen.

Vergleiche ich den E-TWOW mit anderen Modellen in der Preisklasse, so kann ich guten Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen. Der Clou: beim Stromverbrauch ist der E-TWOW S2 – Booster eKFV mit 1,50 Euro pro 1.000 km der wohl günstigste E-Scooter bisher. Wer das Modell anstelle seines Autos verwendet, dürfte nach einigen Monaten bereits die Anschaffungskosten eingefahren haben.

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Fazit: E-TWOW S2 – Booster eKFV weiß zu überzeugen

Abschließend lässt sich sagen, dass der E-TWOW S2 – Booster eKFV ein wirklich toller E-Scooter ist. Aus meiner Sicht gibt es hier zwei grundsätzliche Probleme. Einerseits die ungenaue Anzeige der Restkapazität beim Akku und andererseits die Hartgummireifen. Letzteren Kritikpunkt würde ich bei einem günstigeren E-Scooter nicht so auf die Goldwaage legen.

Allerdings reden wir hier von einem Modell, welches 990,00 Euro laut UVP kostet. Hier sollten auch eine Scheibenbremse am Hinterrad, hochwertige Luft- oder Honeycomb-Reifen und eine optimierte Software zum Lieferumfang gehören. Rein vom Fahrspaß betrachtet gehört der E-TWOW S2 – Booster eKFV mit zu den besten E-Scootern. Auch der Motor war unerwartet stark, doch in der B-Note muss das Gerät mit einigen Punktabzügen leben. Bei einer Neuauflage hoffen wir, dass die von uns angemerkten Nachteile verbessert werden, dann könnte E-TWOW auch in der Liga der besten E-Scooter mitspielen.

Testergebnis
87%
April 2022

Seb ist „der Techniker“ unter den Scooterianern. Als Berliner weiß er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit „Ick gloob…“ anfängt. Neben der E-Mobilität ist Seb begeisterter Radfahrer.