Zusammenfassung
Design
95 %
Portabilität
90 %
Antrieb
90 %
Fahrwerk
85 %
Bremsen
90 %
Akku
85 %
Gesamt
89 %

Mit den SoFlow E-Scootern hat der Schweizer Hersteller in den letzten Jahren bewiesen, dass er zu den besten Produzenten der Elektroroller auf dem Markt gehört. Der SoFlow SO3 gehört preislich zu den Einsteiger-Modellen, doch lohnt sich der E-Scooter? In diesem Artikel berichten wir von unseren Erfahrungen mit dem SoFlow SO3, die wir im Rahmen unseres E-Scooter Tests gesammelt haben.

Der erste Eindruck des SoFlow SO3

Wer bereits ein anderer Modell von SoFlow E-Scootern gefahren ist, wird beim Unboxing des SoFlow SO3 zu Beginn nicht überrascht sein. Positiv hervorzuheben ist, dass SoFlow den E-Scooter bereits nahezu komplett einsatzbereit versendet. Das bedeutet, dass die Montage letztendlich nur wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Der erste Eindruck macht auf jeden Fall was her. Hier denkt man gar nicht an ein Modell, das man eher noch zu den günstigeren Modellen zählen würde. Der einzige Punkt, der mich zu Beginn etwas verunsichert, ist das Trittbrett, da es tatsächlich sehr klein wirkt.

Die Blinklichter an den Seiten der Lenkstange geben mir hingegen bereits vor dem Fahren ein sichereres Gefühl, weswegen mich der SoFlow SO3 zu Beginn durchaus etwas enthusiastisch werden lässt, obwohl es sich eher um einen E-Scooter aus der niedrigeren Preisklasse handelt.

Technische Details

Produktübersicht SoFlow SO3
SoFlow SO3
Akkukapazität7.8 mAh
Geschwindigkeit22 km/h
Gewicht14.5 kg
Leistung350 Watt
Reichweite30 km
BereifungLuftreifen
BremseScheiben- und elektronische Bremse
DisplayTacho & Akku
SchaltungDaumengas
Abmessungen114x40x49
WasserdichtigkeitNein (Spritzwasserdicht)
Listenpreis399,00 €

Beim SoFlow So3 setzt der Schweizer Hersteller auf einen 350-Watt-Motor. Hier habe ich also keine sehr großen Erwartungen, wenn ich an die Leistung des SoFlow SO6 zurückdenke. Bei Anbetracht des Preises sollten die technischen Daten eher auf ein Standard-Niveau hinweisen und das tun sie auch. Der verbaute Lithium-Ionen-Akku kommt mit 7,8 Ah daher und ist nicht wechselbar, was in dieser Preisklasse ebenfalls der Standard ist.

Sportlich ist die vom Hersteller angegebene Reichweite von 30 Kilometern, die maximale Tragekraft liegt hingegen bei 100 Kilogramm. Hier gehe ich im Voraus allerdings dennoch davon aus, dass die 30 Kilometer eher bei einem ebenen Untergrund ohne starke Steigungen und einer Last von rund 80 Kilogramm erreicht werden können. Die Akkuladezeit gibt SoFlow mit 4 Stunden an, das ist vollkommen in Ordnung.

Design & Verarbeitung

Auch wenn das E-Scooter-Design sicherlich Geschmackssache ist, finde ich das Design des SoFlow SO3 mehr als ansprechend. Das Design hatten wir bereits beim Testbericht zum SoFlow SO2 hervorgehoben.

Obwohl das Trittbrett zu Beginn etwas klein gewirkt hat, sorgt die gummierte und geriffelte Oberfläche sorgt dennoch für einen sicheren Halt. Unsicher fühlt man sich auf dem E-Scooter nicht.

Für unter 400 Euro wirkt der E-Scooter und die Verarbeitung der Bauteile sehr hochwertig. Das Display ist groß. So kann man die Anzeigen mit Leichtigkeit erkennen. Das ist beim Fahren durchaus praktisch. 

Ein besonderes Highlight stellen die Blinklichter am Äußeren der Lenkstange dar. Blinklichter haben selbst viele E-Scooter aus einer höheren Preisklasse nicht. Mir gefällt in dem Sinne auch, dass es an den Lenkstangen und nicht neben dem Rücklicht eingebaut wurde.

Zwar ist ein Handzeichen beim Abbiegen weiterhin Pflicht, dennoch ist dies ein zusätzlicher Faktor für eine erhöhte Sicherheit. Um den Blinkschalter zu betätigen, muss man allerdings runter vom Gas, da sich der Schalter auf dem Gashebel befindet. Das ist etwas ernüchternd.  Das Licht könnte meiner Meinung nach zudem etwas heller sein, erfüllt seinen Zweck allerdings dennoch ausreichend. Insbesondere, wenn es draußen dunkler ist, sollten andere Verkehrsteilnehmer die Blinklichter mit Leichtigkeit sehen können.

Design
95 %

Portabilität des SoFlow So3 im Alltag

Mit 14,5 Kg ist das Gewicht des SoFlow SO3 für den alltäglichen Gebrauch in meinen Augen recht hoch. Meine persönliche Toleranzgrenze liegt eigentlich bei rund 13 bis 14 Kilogramm. 

Dennoch ist der SoFlow SO3 zugeklappt gut greif- und transportierbar. Viel schwerer sollte ein E-Scooter allerdings auch nicht sein. Um zur Arbeit zu fahren oder eben mal zum Einkaufen hat der E-Scooter seinen Zweck durchaus erfüllt.

Für meine Körpergröße von knapp 1,80m ist die Lenkradhöhe nahezu optimal. Allerdings kann man diese nicht einstellen. Daher dürfte der SoFlow SO3 E-Scooter gerade für Personen, die größer sind, eher nicht für den Alltag geeignet sein. Leider gibt es noch immer zu viele E-Scooter, bei denen die Höhe der Lenkstange nicht eingestellt werden kann.

Ob der SoFlow SO3 also für den Alltag wirklich geeignet ist, hängt vor allem von der Körpergröße ab. Das ist durchaus ein Manko, auch wenn der Scooter vergleichsweise günstig ist.

Portabilität
90 %

Antrieb & Motor des SoFlow SO3

Der Motor mit 350-Watt-Nennleistung überrascht in dem Fall nicht. Die Beschleunigung ist angenehmen und findet bei einer Maximalgeschwindigkeit von 22 Km/h ein Ende. Hier reizt SoFlow also die Toleranzgrenze von 10 Prozent aus, sodass man auch mal schneller unterwegs sein kann.

Der maximale Steigungswinkel, den der SoFlow SO3 laut Herstellerangaben meistern könne, liegt bei 18 Grad. Tatsächlich hat sich dies in unserem Test als machbar erwiesen – sogar wenn man erst kurz vor der Steigung losfährt.

Allerdings kommt der SO3 hier an seine Grenzen, wenn man das maximale Tragegewicht von 100 Kilogramm ausreizt. Dennoch überzeugt der SoFlow SO3 in diesem Fall mit einer überraschend starken Leistung.

Antrieb
92 %

Fahrwerk

Wie bereits der SoFlow SO2 kommt auch der SO3 ohne ein Fahrwerk aus. Im Test hat sich gezeigt, dass der SO3 durchaus auch bei einem raueren Untergrund gefahren werden kann. 

Grund hierfür sind vor allem die Luftreifen, die sich hier im Gegensatz zu Hartgummirädern wirklich bezahlt machen. Zwar egalisieren die Luftreifen die Vibrationen letztendlich nicht komplett, allerdings deutlich besser als es beim SoFlow 2 der Fall war. Allzu sehr würde ich den SoFlow SO3 auf unebenen Böden allerdings dann doch nicht ausreizen. Auf Asphalt schlägt sich der SoFlow SO3 darüber hinaus wie erwartet extrem gut. Ein E-Scooter, der das nicht hinbekommt, wäre allerdings auch der Worst-Case.

Durch die Federung der Luftreifen kannst Du hin und wieder auch eine Bordsteinkante problemlos mitnehmen.

Fahrwerk
85 %

Der Bremsvorgang beim SoFlow SO3

Beim SoFlow SO3 sind 2 Bremsen verbaut: Eine am Vorder- und die andere am Hinterrad. In diesem Abschnitt gehe ich etwas genauer auf die jeweiligen Bremsen ein.

Welche Bremsen besitzt der SoFlow SO3?

Insgesamt sind beim SoFlow SO3 zwei Bremsen verbaut. Vorne befindet sich eine Scheibenbremse, während am Hinterrad eine elektronische Bremse verbaut ist. Mit der elektromagnetischen Bremse am Hinterrad wird beim Bremsvorgang zudem der Akku des E-Scooters aufgeladen. Ein Pluspunkt, wenn es darum geht, die grüne Mobilität voranzutreiben.

Wie ist der Bremsweg des SoFlow SO3?

Während meiner Fahrten haben sich die Bremsen als zuverlässig erwiesen. Mir sind keinerlei negative Eigenschaften aufgefallen. Der von mir gemessene Bremsweg beim SoFlow SO3 betrug knapp unter 3,90 Meter. Das ist ein extrem guter Wert.

Auch für Deine Sicherheit ist das Bremssystem des SoFlow SO3 ausreichend ausgelegt. Besonders wichtig ist die elektronische Bremse am Hinterrad, wenn Du Dich beispielsweise bergab mit dem E-Scooter bewegst. Die eingebaute Bremse sorgt automatisch dafür, dass die Geschwindigkeit keine gefährlichen Sphären erreicht.

Was den Bremsvorgang angeht, kann der E-Scooter durchaus mit zahlreichen teureren Scootern mithalten und teilweise sogar übertreffen.

Bremsen
90 %

Akku & Reichweite

Der Akku ist mit 7,8Ah für 25 bis 30km ausgelegt. Im Praxistext hat sich die angegebene Reichweite beim SoFlow SO3 als realistisch erwiesen – zumindest bei einem Tragegewicht von rund 80 Kilogramm. Für die Reichweite ist letzten Endes unter anderem der eingestellte Leistungsmodus verantwortlich. Diesen kannst Du in der SoFlow App einstellen.

Ebenfalls wichtig hierfür sind Eigenschaften wie der Steigungswinkel und eben das Gewicht des Fahrers bzw. das Tragegewicht. Auch wenn ich das in meinem Test des SoFlow SO3 nicht prüfen konnte, bezweifle ich in diesem Fall, dass der SoFlow SO3 die 30 Kilometer mit einem Tragegewicht von 100 Kilogramm auch wirklich schafft.

Akku
85 %

SoFlow Kundenservice

Im Rahmen meines Tests des SoFlow SO3 E-Scooters kam es nicht dazu, dass ich den SoFlow Kundenservice kontaktieren musste. Aus E-Scooter Erfahrungsberichten aus dem Internet ist allerdings herauszulesen, dass der SoFlow Kundenservice sehr zufriedenstellend ist.

Dass ich den SoFlow Support nicht kontaktieren musste, spricht natürlich auch für den Hersteller selbst. In erster Linie hatte das damit zu tun, dass der Aufbau des SoFlow SO3 mit wenig Aufwand verbunden war und auch die App wie gewünscht funktioniert.

SoFlow App

Besonders gut finde ich die SoFlow App. Damit kannst Du den E-Scooter sperren, zwischen den verschiedenen Leistungsmodi wählen und vor allem Punkte sammeln, die Du später im SoFlow Prämienshop einlösen kannst.

Auch wenn es einige Fahrer gibt, die dem Zusammenspiel mit einer App gegenüber aufgrund von Datenschutzbedenken eher negativ eingestellt sind, finde ich, dass man so ermutigt wird, öfter mal das Auto stehenzulassen und dafür mit dem E-Scooter auch längere Fahrten zu absolvieren.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der SoFlow SO3 vor allem ein gutes Einsteigermodell ist. Für gerade einmal rund 400 Euro erhält man einen für die Preisklasse hochwertig verarbeiteten E-Scooter in einem schicken Design und einer durchaus guten Akkuleistung.

Der SoFlow SO3 hat die vom Hersteller angegebenen Werte in unserem Test eingehalten und vor allem beim Bremsweg hat sich der E-Scooter als durchaus vielversprechend erwiesen.

Empfehlen würde ich den E-Scooter allerdings niemandem mit einer Körpergröße von über 1,85 m. Dafür ist die nicht verstellbare Lenkstange zu niedrig angesetzt.

Testergebnis
89%
Juli 2022

Burak sieht in der grünen Mobilität mehr als nur einen einfachen Hype. Stattdessen glaubt er an eine Zukunft mit zahlreichen Fortbewegungsmitteln, die deutlich klimaneutraler für lange Strecken ausgelegt sind als das klassische Auto.