Die letzten Updates zum Vergleich der E-Scooter mit Straßenzulassung
  1. Aktualisierung der aufgeführten Modelle und Anpassung des Textes hinsichtlich gesetzlicher Änderungen.

E-Scooter mit Straßenzulassung: Was steckt dahinter?

Nicht jeder E-Scooter darf in Deutschland auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Damit ein Modell legal im Straßenverkehr zugelassen ist, braucht es eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) – ausgestellt vom Kraftfahrtbundesamt (KBA).

Modelle ohne ABE – egal wie gut sie aussehen oder wie günstig sie sind – sind auf öffentlichen Wegen schlicht illegal.

Diese Anforderungen muss ein E-Scooter für die ABE erfüllen

  • Lenk- und Haltestange sowie funktionierende Bremsen
  • Abgenommene Beleuchtungsanlage (vorne und hinten)
  • Maximal 20 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Maximal 500 Watt Nennleistung
  • Gültige ABE, ausgestellt vom KBA

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, darf der Scooter ohne Führerschein gefahren werden – Mindestalter: 14 Jahre. Eine Helmpflicht für E-Scooter besteht nicht, wir empfehlen einen Helm aber trotzdem ausdrücklich. Eine Auswahl der besten Modelle findest du in unserem Ratgeber zu den besten E-Scooter Helmen.

Was hat sich ab dem 1. April 2026 geändert?

Seit dem 1. April 2026 gelten neue technische Anforderungen für neu zugelassene E-Scooter. Neu in den Verkehr gebrachte Modelle müssen seitdem strengere Vorgaben erfüllen – unter anderem in puncto Beleuchtung und Bauweise. Bereits zugelassene Modelle dürfen weiterhin gefahren werden. Alle Details dazu hat der ADAC übersichtlich zusammengefasst.

Ab März 2027 folgt die nächste Stufe: Dann werden die Verhaltensregeln vollständig in die Straßenverkehrsordnung (StVO) überführt. Neu zugelassene E-Scooter müssen dann außerdem verpflichtend mit Blinkern vorne und hinten ausgestattet sein. Für aktuell zugelassene Modelle ändert sich im Alltag vorerst nichts.

E-Scooter mit Straßenzulassung kaufen: Worauf kommt es an?

Alle Modelle in diesem Vergleich haben eine ABE – das ist die Grundvoraussetzung. Aber welcher Scooter passt zu dir? Diese fünf Kriterien helfen dir bei der Entscheidung.

Die Kaufcheckliste

  • Reichweite: Wie weit fährst du täglich? Unter 20 km reichen Einstiegsmodelle locker. Wer pendelt, sollte mindestens 40–50 km reale Reichweite einplanen.
  • Gewicht: Musst du den Scooter täglich tragen – Treppen, Bahn, Büro? Dann ist alles über 15 kg auf Dauer nervig.
  • Reifengröße & Federung:Große Reifen ab 10 Zoll und eine Federung machen auf schlechten Straßen einen spürbaren Unterschied. Gerade in deutschen Städten kein unwichtiges Thema.
  • Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen sind das Maß der Dinge. Trommelbremsen sind okay, Kunststoffbremsen ein No-Go.
  • Wechselakku: Ein wechselbarer Akku verlängert die Lebensdauer des Scooters erheblich – und ist praktisch, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Welches Modell passt zu dir?

Für unsere Tests unterscheiden wir E-Scooter stets in drei Klassen:

  • Long Range
  • Urban Mobility
  • Last Mile

Long Range – der Pendler-Scooter

Du fährst täglich 20 km und mehr? Dann brauchst du einen Scooter mit großem Akku, robuster Verarbeitung und gutem Fahrkomfort. Unsere Empfehlung: Egret GT oder ePowerFun ePF-PULSE+. Mit unserem ePF Gutschein kannst du zudem 10 € bei der Bestellung sparen.

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Urban Mobility – der Allrounder

Du willst flexibel durch die Stadt, gelegentlich auch längere Strecken fahren? Ein ausgewogener Mittelklasse-Scooter mit guter Reichweite und solidem Fahrverhalten ist hier ideal.

Unsere Empfehlung: ePowerFun ePF-2 Pro oder Trittbrett Sultan+. Beim ePF-2 PRO kannst du den oben stehenden Rabattcode verwenden. Natürlich haben wir auch einen Rabattcode für Trittbrett – so sparst du 10 € auf deinen Sultan.

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Last Mile – der Begleiter für die letzte Meile

Du nimmst den Scooter zur Bahn, ins Büro oder fährst nur kurze Strecken? Gewicht und Faltbarkeit schlagen hier Reichweite.

Unsere Empfehlungen: Pure Advance Flex oder der VMAX VX8 mit gerade einmal 15,5 kg.


So testen wir E-Scooter mit Straßenzulassung

In unserem E-Scooter Test durchläuft jedes Modell dasselbe standardisierte Testverfahren – mit einem entscheidenden Unterschied zum großen Vergleich: Hier testen wir ausschließlich Modelle mit gültiger ABE. Das bedeutet, jeder Scooter muss vor dem Test nachweislich für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sein. Modelle, deren ABE abgelaufen oder zurückgezogen wurde, fliegen aus dem Vergleich.

Unser Testgelände

Alle Tests finden auf realen Straßen und Radwegen im Raum Braunschweig sowie auf Strecken im Harz statt. Wir testen bewusst auf unterschiedlichem Untergrund – Asphalt, Kopfsteinpflaster, leichte Steigungen – weil genau das der Alltag auf deutschen Straßen ist.

E-Scooter mit Straßenzulassung werden auch Offroad von uns getestet
Die besonders starken Modelle müssen sich auch Steigungstests im Harz stellen

Reichweite

Die Reichweite messen wir ausschließlich bei mindestens 20 km/h – Modelle mit verschiedenen Modi werden hier im effizientesten Modus bewegt.  Herstellerangaben im Eco-Modus mit gedrosselter Geschwindigkeit lassen wir bewusst außen vor.

Unsere E-Scooter mit ABE werden im Test über unsere Teststrecke gefahren
Für unseren Test müssen alle ABE-Modelle eine Strecke mit 32 km zurücklegen

Gemessen wird bei einem Gewicht von rund 90  kg, Außentemperatur zwischen 15 und 20 °C und vollgeladenem Akku. Die gesamte Testfahrt geht über eine Strecke von 32 km – die maximale Reichweite wird anschließend berechnet.

Bremsen

Bremsungen messen wir aus 20 km/h – der Höchstgeschwindigkeit im Straßenverkehr. Wir führen je fünf Messungen pro Bremssystem durch und dokumentieren den durchschnittlichen Bremsweg per GPS und manueller Messung. Hydraulische Scheibenbremsen, Trommelbremsen und elektrische Bremssysteme werden dabei separat bewertet.

Trittbrett Fritz: E-Scooter mit Straßenzulassung im Bremstest

Straßentauglichkeit & Sicherheit

Da alle Modelle im realen Straßenverkehr eingesetzt werden, legen wir bei diesem Vergleich besonderen Wert auf straßenrelevante Kriterien: Beleuchtung (vorne, hinten, Blinker), Sichtbarkeit bei Regen und Dunkelheit, Verhalten bei Nässe sowie die Qualität der Reflektoren. Modelle, die hier durchfallen, werden entsprechend abgewertet – unabhängig von ihrer sonstigen Performance.

Bewertungslogik & Nutzungsprofile

Jedes Modell bewerten wir anhand von drei Nutzungsprofilen, die speziell auf den Straßeneinsatz zugeschnitten sind. Im Profil Long Range zählen Reichweite und Fahrkomfort auf längeren Pendelstrecken besonders stark. Im Profil Urban Mobility gewichten wir Wendigkeit, Gewicht und Alltagstauglichkeit in der Stadt. Im Profil Last Mile stehen Faltbarkeit, Gewicht und Transportierbarkeit im Vordergrund – etwa für Kombination mit Bus und Bahn.

Aktualität

Wir überprüfen regelmäßig, ob die ABE aller gelisteten Modelle noch gültig ist. Wird eine Zulassung durch das KBA zurückgezogen oder ist ein Modell nicht mehr verfügbar, entfernen wir dieses umgehend aus dem Vergleich. Das Datum des letzten Updates findest du oben auf dieser Seite.


Welche Versicherung brauche ich für einen E-Scooter mit Straßenzulassung?

Eine Haftpflichtversicherung ist für alle E-Scooter mit ABE gesetzlich vorgeschrieben – ohne Versicherungsplakette am Scooter darfst du nicht auf öffentliche Straßen. Das gilt auch dann, wenn du nur kurze Strecken fährst.

  • Haftpflicht: Pflicht, deckt Schäden an Dritten ab
  • Teilkasko: Freiwillig, sinnvoll bei Diebstahl oder Vandalismus
  • Kosten: Ab ca. 25–65 € im Jahr – günstiger als die meisten denken
  • Plakette: Kommt per Post, muss hinten am Scooter angebracht sein
  • FIN: Fahrzeug-Identifizierungsnummer wird für den Abschluss benötigt

Welche Versicherung sich für deinen E-Scooter am meisten lohnt, haben wir in unserem E-Scooter Versicherungsvergleich ausführlich getestet. Unser aktueller Favorit: die Versicherung der Bayerischen – bereits ab 3,07 € im Monat.


E-Scooter mit Straßenzulassung im Stiftung Warentest Test

Stiftung Warentest hat E-Scooter mit Straßenzulassung getestet – und das Ergebnis war durchwachsen. Die vollständigen Ergebnisse sind kostenpflichtig auf test.de abrufbar.

Was uns an dem Test auffällt: Die getesteten Modelle entsprachen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht mehr dem aktuellen Stand des Marktes. Genau das ist das strukturelle Problem bei solchen Einmal-Tests – bis ein Heft erscheint, sind manche Modelle bereits überholt oder durch bessere Nachfolger ersetzt. Der E-Scooter-Markt entwickelt sich schlicht zu schnell für ein jährliches Testformat.

Wir aktualisieren unseren Vergleich laufend: Neue Modelle kommen rein, ältere Modelle fliegen raus, sobald sie nicht mehr relevant sind. Alle 20 E-Scooter mit Straßenzulassung in diesem Vergleich haben wir selbst getestet – mit eigenen Messwerten zu Reichweite und Bremswegen, nicht auf Basis von Herstellerangaben.


Häufige Fragen zu E-Scootern mit Straßenzulassung

Was ist der Unterschied zwischen einem E-Scooter mit und ohne Straßenzulassung?

E-Scooter mit Straßenzulassung besitzen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrtbundesamts und dürfen legal auf öffentlichen Straßen und Radwegen gefahren werden. Modelle ohne ABE sind ausschließlich auf Privatgelände erlaubt – wer sie im Straßenverkehr fährt, riskiert ein Bußgeld und Probleme mit der Versicherung.

Wie erkenne ich, ob ein E-Scooter eine gültige ABE hat?

Die ABE-Nummer ist in den Fahrzeugpapieren vermerkt und kann beim Kraftfahrtbundesamt überprüft werden. Alle Modelle in diesem Vergleich haben eine gültige ABE – wir prüfen das regelmäßig und entfernen Modelle, deren Zulassung abgelaufen oder zurückgezogen wurde.

Brauche ich einen Führerschein für einen E-Scooter mit Straßenzulassung?

Nein. E-Scooter mit ABE dürfen ohne Führerschein gefahren werden – das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Ausnahme: E-Scooter mit Sitz, die schneller als 20 km/h fahren, fallen in eine andere Fahrzeugklasse und erfordern eine Mofa-Prüfbescheinigung oder Führerschein.

Ist eine Versicherung für E-Scooter mit Straßenzulassung Pflicht?

Ja, eine Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Ohne gültige Versicherungsplakette am Scooter darfst du nicht auf öffentliche Straßen. Die Kosten liegen bei ca. 25–65 € im Jahr. Welche Versicherung sich lohnt, haben wir in unserem E-Scooter Versicherungsvergleich getestet.

Was ändert sich durch die neuen Regeln ab 2026 und 2027?

<p>Seit dem 1. April 2026 gelten neue technische Anforderungen für neu zugelassene E-Scooter – unter anderem strengere Vorgaben für Beleuchtung und Bauweise. Ab März 2027 werden die Verhaltensregeln vollständig in die StVO überführt, und neu zugelassene Modelle müssen dann verpflichtend mit Blinkern ausgestattet sein. Bereits zugelassene Modelle dürfen weiterhin ohne Blinker gefahren werden.</p>

Darf ich mit einem E-Scooter mit Straßenzulassung auf dem Gehweg fahren?

Nein. E-Scooter mit ABE sind im Straßenverkehr dem Fahrrad gleichgestellt – sie gehören auf den Radweg oder, wo kein Radweg vorhanden ist, auf die Straße. Das Fahren auf dem Gehweg ist verboten und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Wie viele E-Scooter mit Straßenzulassung habt ihr getestet?

Aktuell befinden sich 20 E-Scooter mit gültiger ABE in diesem Vergleich – alle von uns persönlich getestet mit eigenen Messwerten zu Reichweite und Bremswegen. Modelle, die unsere Mindestanforderungen nicht erfüllen oder deren ABE ausgelaufen ist, werden aus dem Vergleich entfernt.


Seb ist „der Techniker“ unter den Scooterianern. Als Berliner weiß er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit „Ick gloob…“ anfängt. Neben der E-Mobilität ist Seb begeisterter Radfahrer.

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