Das Lankeleisi Golf-X will so ziemlich alles auf einmal sein: faltbares Stadtrad, komfortables Fatbike und obendrein noch Lastenesel mit 200 kg Zuladung. Auf dem Papier eine ambitionierte Ansage – und genau deshalb war ich gespannt, ob das in der Praxis aufgeht oder ob sich das Golf-X zwischen all diesen Rollen verzettelt.
Was ich dir jetzt schon verraten kann: Das Lankeleisi Golf-X liefert da ab, wo es zählt – beim Antrieb, bei der Reichweite und beim Komfort. Allerdings hat es auch klare Schwächen, die du vor einem Kauf kennen solltest. In diesem Test zeige ich dir, ob sich das Lankeleisi Golf-X für dich lohnt oder ob du lieber zu einer Alternative greifen solltest.
Unboxing, Aufbau und erster Eindruck
Fangen wir mit dem an, was dich direkt nach der Lieferung erwartet. Und da gilt für den Golf-X dasselbe wie für die meisten Fatbike-Falträder: Plane das Auspacken zu zweit ein. Mit 37,5 kg Eigengewicht plus Verpackung ist der Karton ein echtes Schwergewicht – allein wuchtest du das nicht entspannt aus dem Karton.

Der Aufbau selbst ist machbar. Lankeleisi liefert das nötige Werkzeug mit, das Meiste ist vormontiert. Wer schon mal ein Faltrad zusammengebaut hat, ist in rund 20 bis 30 Minuten durch – Pedale dran, Lenker ausrichten, Akku rein, fertig.
Und dann steht das aufgebaute Golf-X vor dir. Und ich muss sagen, dass das Golf-X erwachsen und solide verarbeitet wirkt. Der Step-Thru-Rahmen ist sauber geschweißt, die fetten 20-x-4,0-Zoll-Reifen geben dem Rad eine bullige Optik, und der Frontkorb macht sofort klar, in welche Richtung das Bike gedacht ist: Alltag, Einkauf, Pendeln. Mehr dazu im nächsten Kapitel 👇
Auf dem Papier ein Allrounder – die technischen Daten des Lankeleisi Golf-X
Werfen wir einen Blick auf die Eckdaten. Für ein faltbares E-Bike in dieser Preisklasse liest sich das durchaus stark – vor allem beim Akku.

| Bewertung | |
| Listenpreis | 1.699,00 € |
- Lässt sich zusammenklappen
- Neuste Technik von ENGWE
- Leistungsstarker Antrieb
- Geeignet für den Einsatz im Geländer
- Modernes Display
- Hohe Reichweite von bis zu 130 km
- Schnellladen in 2 Stunden
- Vollfederung
- Wiegt 34,7 kg
- Gibt nur eine Größe
Die Tabelle erzählt aber nicht die ganze Geschichte. Lass mich die wichtigsten Punkte kurz einordnen:
- 960-Wh-Akku: Das ist der eigentliche Star. So viel Kapazität bekommst du in einem Faltrad nur selten – und genau das schlägt sich später bei der Reichweite nieder.
- 85 Nm + Drehmomentsensor: Kein simpler Trittfrequenzsensor, sondern ein echter Drehmomentsensor. Das macht beim Fahrgefühl einen riesigen Unterschied.
- Doppelfederung: Abschließbare 100-mm-Gabel plus gefederte Sattelstütze. In Kombination mit den Fat Tires ein Komfort-Paket, das man so selten sieht.
- Integrierte Blinker: Front- und Rücklicht mit Blinkfunktion ab Werk – ein nettes Sicherheits-Plus, das wir erstmals bei einem E-Bike erlebt haben.
- 200 kg Zuladung: Mit Frontkorb (20 kg) und Gepäckträger (100 kg) ist das Golf-X ein gefühltes Lastenrad.
Solide Verarbeitung und modernes Design im Test des Lankeleisi Golf-X
Lass uns im ersten Schritt einen Blick auf die Verarbeitung und das Design des Lankeleisi Golf-X werfen. Ich muss sagen, dass das E-Bike hier einiges richtig macht, ohne ganz an die Spitzenmodelle heranzureichen. Mit 80 % für die Verarbeitung erzielt das E-Bike einen guten, aber keinen überragenden Wert.
Der Rahmen besteht aus 6061-Aluminium – Standard in dieser Klasse und ein sinnvoller Kompromiss aus Stabilität und Gewicht. Apropos Gewicht: Mit 37,5 kg ist das Golf-X ein echter Brocken, sogar schwerer als die meisten faltbaren Konkurrenten. In den dritten Stock tragen? Lieber nicht 😅. Das Step-Thru-Konzept federt das im Alltag zwar ab, aber tragbar im Wortsinn ist das Rad nicht.

Saubere Nähte, top Lack
Die Schweißnähte sind ordentlich verarbeitet – nicht unsichtbar, aber sauber und gleichmäßig. Auch Schrauben und Beschläge sitzen fest und machen einen langlebigen Eindruck. Richtig stark ist die Lackqualität: gleichmäßig, ohne Nasen, ohne billigen Glanz. Hier holt das Lankeleisi Golf-X die volle Punktzahl – und das sieht man dem Rad an.
Bei der Kabelführung hat das Golf-X noch Luft nach oben
Bei der Kabelführung liegt das Golf-X im soliden Mittelfeld. Vieles verschwindet sauber im Rahmen, am Lenker liegen aber noch ein paar Leitungen außen – das ist aber üblich für ein E-Klapprad, denn das ist dem höhenverstellbaren Klappvorbau geschuldet.
Und auch mit Blick auf die anderen Lankeleisi E-Klappräder ist ein ähnlicher Aufbau zu erkennen. Auf den ersten Blick finde ich es nicht schön gelöst aber im Alltag fällt es kaum auf und echte Nachteile birgt es nicht. Trotzdem ist es keine perfekte Lösung.
Das Lankeleisi Golf-X hat ein schönes Design
Ein Klapprad wirkt nie so elegant wie ein top modernes City-Bike. Aber aus unserer Sicht hat hier Lankeleisi viel richtig gemacht. Die braunen Elemente des Golf-X wirken modern und edel. Dafür bleibt der Tiefeinstieg klobig, die fetten Reifen tun ihr übriges. Das Golf-X bekommst du aktuell in der Farbvarianten (grau, grün, lila), wobei ich die grüne Lackierung sehr ansprechend finde.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Verarbeitung für die Preisklasse passt. Die Lackierung ist super, die Nähte gut verarbeitet und das Design für ein E-Fatbike-Klapprad gut. Allerdings kosten das hohe Gewicht, die offenliegende Verkabelung und die nicht perfekten Schweißnähte einige Punkte.
Das Lankeleisi Golf-X bietet eine starke Performance
Wo uns das Lankeleisi Golf-X so richtig überzeugen konnte, ist bei der Performance. In unserem Test erhält das Lankeleisi ganze 99 % in diesem Kapitel – und hier auch nach über 240 km, die wir zurückgelegt haben, sind wir noch immer begeistert.
Starker Motor und harmonischer Drehmomentsensor
Das Herzstück des Lankeleisi Golf-X ist der Heck-Nabenmotor mit seinen 85 Nm. Damit liefert er mehr als genug Leistung für den Alltag. Aber wirklich entscheidend ist nicht die reine Zahl, sondern der Drehmomentsensor, der den Motor steuert. Und dieser übersetzt beim unserem Testmodell die Trittkraft direkt und feinfühlig. Es gibt hier kein Verzögern oder dieses Gummiband-Gefühl, dass wir zuletzt beim Test des Evercross EK20 angemerkt haben.
Hier ist die Sache ziemlich einfach, denn du trittst und das Rad zieht organisch, passend zu deiner Trittkraft an. Im Rahmen unseres Tests ist die gesamte Redaktion mit dem Golf-X gefahren und stets wurde das Ansprechverhalten gelobt.

Sportlicher Antritt und gute Leistungen bei Anstiegen
Besonders stark schneidet das Golf-X beim Thema Beschleunigung ab. Im PAS5, dem Turbo-Modus, schiebt das Bike sofort nach Vorne. Hierbei ist der Antritt sehr kräftig aber nicht ruppig. Dafür waren wir in der Braunschweiger Innenstadt stets die ersten an der Ampel. Und auch beim Erklimmen von Anstiegen kann das Golf-X überzeugen und seine 85 Nm Drehmoment voll ausspielen. Aber – und das ist ein großes ABER – Anfahren auf der Steigung ist hier schwierig. Und das ist nicht dem Antrieb geschuldet, sondern dem Gewicht des Fahrrads. Hier hilft nur, den niedrigsten Gang einzulegen und schnell anzutreten – ansonsten geht es rückwärts den Berg runter 😅.
Das Lankeleisi Golf-X bietet einen Offroad-Modus
Im Rahmen unserer offiziellen Messungen konnten wir beim Lankeleisi Golf-X deutlich höhere Geschwindigkeiten von bis zu 46 km/h auf dem Display (42,7 km/h laut GPS) feststellen. Möglich sind diese Geschwindigkeiten durch kleine Anpassungen im Menü. Bereits das Mokwheel Basalt bot solche Geschwindigkeiten an. Einerseits zeigt das, wie viel Potenzial der Motor hat. Andererseits ist das Rad in diesem Modus nicht StVZO-konform und darf nur auf Privatgelände gefahren werden. Daher solltest du im Alltag nicht im Offroad-Modus fahren und darauf achten, dass die Drosselung bei 25 km/h aktiviert ist.
Angenehm leiser Antrieb trifft auf laute Räder
Das Golf-X ist ein Fatbike. Dementsprechend ist das E-Bike auch laut. Allerdings ist es im Vergleich zu anderen kompakten Fahrrädern wie das Heybike Compact Sport vergleichsweise leise – und das trotz der deutlich breiteren Reifen. Zur Ermittlung der Lautstärke haben wir das Fahrrad auf unseren Aufsteller gepackt und dann den Antrieb betätigt. Es gibt das klassische Surren eines E-Antriebs aber das noch recht leise (62 dB).
Das lauteste am Golf-X sind eher die fetten Reifen auf Asphalt – und das ist Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt können wir hier festhalten, dass das Golf-X ordentlich Performance liefert – und das sogar zum fairen Preis.
Reichweite und Akku: So gut schlägt sich das Lankeleisi Golf-X im Test
Nun lass uns einen Blick auf die Reichweite des Lankeleisi Golf-X werfen – und die ist mit Blick auf den verbauten Akku wirklich spannend.
Das Golf-X bietet einen großen Akku von Samsung
Im Golf-X steckt ein 48 V / 20 Ah Samsung-Akku mit 960 Wh, bestückt mit hochwertigen 21700-Zellen. Das ist deutlich mehr Kapazität, als die meisten faltbaren E-Bikes mitbringen – und genau das macht den Unterschied bei der Reichweite.
Der Akku ist entnehmbar, lässt sich also bequem in der Wohnung laden. So spielt das hohe Gewicht eine eher untergeordnete Rolle. Zudem schützt du den Akku im Winter vor Kälte und machst auch den Diebstahl deines neuen E-Bikes uninteressanter.

Reichweite im Test
Lankeleisi gibt bis zu 150 km an. Wie immer wollten wir wissen, was wirklich drin ist. Unsere Messwerte:
- Eco-Modus: 141 km – ein hervorragender Wert. Damit kommst du locker eine Woche durch den Pendelalltag.
- Normal-Modus: 113 km – wahrscheinlich der relevanteste Wert für die meisten. Selbst längere Tagestouren sind ohne Nachladen drin.
- Sport-Modus: 81 km – auch mit viel Unterstützung kommst du beeindruckend weit.
Das sind für ein Faltrad starke Werte. Reichweitenangst ist mit dem Golf-X kein Thema – das ist der direkte Vorteil des dicken Akkus.
Energieverbrauch und Ladezeit
Der Energieverbrauch von 8 Wh/km geht für ein 37,5-kg-Rad mit Fat Tires in Ordnung – die schweren Reifen und das hohe Gewicht fordern eben ihren Tribut, das ist physikalisch nicht wegzudiskutieren.
Beim Laden zeigt sich dann der größte Kompromiss dieses Kapitels: Das Golf-X lädt mit einem 48 V / 3 A-Ladegerät, und der große Akku braucht entsprechend lange. Einen echten Schnelllader gibt es nicht. Wer Modelle wie das ENGWE L20 3.0 Pro kennt, das seinen Akku in rund zwei Stunden füllt, wird hier mehr Geduld brauchen. Im Alltag mit der riesigen Reichweite fällt das aber selten ins Gewicht – du lädst einfach deutlich seltener.
Insgesamt kann das Lankeleisi Golf-X mit seiner Reichweite überzeugen. Der große Samsung Akku mit modernen 21700 Zellen ist ein starkes Ausstattungsmerkmal. Das hohe Gewicht und der die breiten Räder sorgen aber für einen erhöhten Verbrauch. Insgesamt gibt es in unserem Test trotzdem hervorragende 97 %.
Golf-X im Komfort-Check – Wie komfortabel ist das Fatbike?
Meine Erfahrungen mit zahlreichen Fatbikes zeigt, dass die meisten Modelle mit einem hohen Komfort überzeugen können. In unserem Test haben wir das Lankeleisi Golf-X über verschiedene Untergründe gejagt und zeigen dir, welche Stärken und Schwächen es hier gibt.
Doppelfederung trifft Fat Tires
Die Kombination macht’s: vorne eine abschließbare 100-mm-Federgabel, hinten eine gefederte Sattelstütze – und dazu die 20-x-4,0-Zoll-Fat-Tires, die selbst als Luftpolster wirken.
Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster, Schotter: Das Golf-X bügelt vieles einfach weg. Auf längeren Strecken steigst du spürbar entspannter ab.

Eine echte Heckfederung am Rahmen ist die gefederte Sattelstütze nicht. Allerdings würde eine Heckfederung auch keinen besseren Job machen. Dennoch gilt, dass das System irgendwann an seine Grenzen stößt – fürs urbane Umfeld und normale Radwege reicht es aber locker.
Bequeme Sitzposition dank Tiefeinstieg
Der Step-Thru-Rahmen ist ein Komfort-Highlight: Du schwingst dich mühelos aufs Rad – egal ob in Jeans, Rock oder mit schwerem Rucksack. Gerade im Stop-and-go der Stadt ist das Gold wert.
Der ergonomische Sattel ist angenehm gepolstert, die Sitzposition aufrecht und rückenfreundlich. Gerade durch den höhenverstellbaren Lenker findest du hier mit Garantie die perfekte Position.
Was fehlt zur Bestnote?
Aber die Lenkerhöhe lässt sich nur eingeschränkt anpassen – die Kabellänge setzt hier Grenzen. Für sehr große oder sehr kleine Fahrer wäre mehr Spielraum schön gewesen. Lankeleisi gibt eine Körpergröße von 160 bis 195 cm an; in diesem Fenster findest du eine gute Position. Größere Fahrer sollten dann zu einem anderen E-Bike greifen. Hier lohnt sich ein Blick auf die Lankeleisi E-Bikes oder auf unseren E-Bike-Vergleich.
Insgesamt machen die Doppelfederung, Fat Tires und der Tiefeinstieg das Golf-X zu einem der bequemsten Falträder seiner Klasse. In unserem Testkapitel gibt es hier starke 93 %.
Das Lankeleisi Golf-X bietet eine alltagstaugliche Ausstattung
Das Lankeleisi Golf-X bietet eine alltagstaugliche Ausstattung, sodass du nach dem Aufbau direkt deine erste Runde drehen kannst.
Beleuchtung mit integrierten Blinkern
Front- und Rücklicht sind ab Werk dabei, und das Rücklicht bringt sogar integrierte Blinker und ein Bremslicht mit – Features, die man eher bei einem straßenzugelassenen E-Scooter erwartet. Aus unserer Sicht sind diese Merkmale wirklicht top und bieten einen echten Mehrwert im Alltag.
Das integrierte Licht ist schön hell und bietet auch bei schlechten Sichtverhältnissen genügend Ausleuchtung. Allerdings ist es nicht zu vergleichen mit den modernen Lösungen der Premium-Konkurrenten.

Modernes Display und gute Komponenten
Sehr gut hat mir das Farb-LCD-Display gefallen. Es sitzt mittig am Lenker und lässt sich einfach und gut ablesen. Unser Testmodell hatte allerdings einen kleinen Displayfehler, denn sobald man auf dem Display etwas wegwischen wollte, gab es unschöne Schattierungen und Verfärbungen. Dieser Fehler entstand, als wir im Rahmen unseres Tests in Starkregen gerieten. Ein einfacher Display-Tausch hat hier aber die gewünschte Abhilfe geschaffen.
Die Steuerung des Displays funktioniert einfach über die entsprechende Steuerungseinheit. Im Display siehst du alle relevanten Informationen wie Tempo, Akkustand, Kilometer und Unterstützungsstufe.
Im Lieferumfang befinden sich auch Schutzbleche, die einen soliden Eindruck machen. Wir hatten zuvor das Mokwheel Flint Pro im Test und dort waren die Bleche nicht ansatzweise vergleichbar in der Qualität.
Ein weiteres kleines Highlight des Golf-X ist der Gepäckträger, der bis zu 100 kg tragen kann. Somit kann dort auch ein Erwachsener Platz nehmen. Hinzu kommt, dass es separate Trittbretter für den Rücksitz gibt, die ein bequemes Fahren ermöglichen. Natürlich befinden sich auch Reflektoren am Rad – allerdings genügen sie nicht den Anforderungen der StVZO, sodass du hier einen zweiten Reflektor pro Rad installieren musst.
Diese Ausstattung fehlt uns
Beim Lankeleisi Golf-X sprechen wir von einem E-Bike für 1.899 € UVP. Das ist wahrlich kein Schnapper aber auch nicht übertrieben teuer. Was uns dann trotzdem stört und einfach fehlt ist die App – hier hat Lankeleisi keine Option im Angebot, was etwas schade ist. Außerdem fehlt uns ein USB-C-Anschluss, den man bei modernen E-Bikes oftmals antrifft.
Gerade wenn du dein Handy zur Navigation nutzt und unterwegs etwas laden möchtest, stehst du hier im Regen. Aus unserer Sicht ist das für Pendler nicht optimal – lässt sich allerdings verschmerzen. Was dahingegen stört, ist das Fehlen der zweiten Reflektoren – diese musst du nachrüsten.
Aber das sind kleine Punkte. Im großen und ganzen bietet das Lankeleisi Golf-X Features, die andere E-Bikes nicht bieten. Hierzu gehört das Bremslicht sowie die Blinker. Die Ausstattung bewerten wir mit 81,30 % – ein gutes Ergebnis.
Starke Bremsen, wenige Sicherheits-Features – So bewerten wir die Sicherheit
Die Sicherheit eines Fahrrads hängt von mehreren Komponenten ab. Wir könnten Sie allein auf Licht und Bremsen abstellen und jedem Fahrrad ein gutes Ergebnis bescheinigen. Aber wir gehen hier tiefer ins Detail – und diese Aspekte kosten dem Golf-X wichtige Punkte.
Aber fangen wir mit dem Positiven an. Lankeleisi verbaut hydraulische 4-Kolben-Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben vorne und hinten. Die packen kraftvoll zu und lassen sich gut dosieren. Unsere Messwerte aus 25 km/h:
Das sind gute Werte, gerade der kombinierte Bremsweg überzeugt. Zudem wirken die Bremsen stets souverän – wir hatten auch im Offroad-Modus keine Angst, dass wir nicht sicher zum Stehen kommen.

Niedrige Schutzstandards und kein Diebstahlschutz
Vielleicht sind wir etwas verwöhnt, doch das ENGWE L20 3.0 Pro kostet weniger als das Lankeleisi Golf-X. Außerdem überzeugte das günstigere Modell in unserem Test mit einem GPS-Tracker – so lässt sich das Bike jederzeit wieder auffinden. Somit fehlen auch ein Diebstahlalarm und eine Bewegungserkennung, die dein Fahrrad vor Dieben schützen.
Wer sein Fahrrad also regelmäßig draußen abstellt, sollte dieses Risiko einkalkulieren – ein gutes Fahrradschloss ist hier ein Pflichtprogramm.
Was ich jedoch bei einem modernen E-Bike wesentlich schlimmer finde, ist die IP-Schutzklasse 54. Das beutetet, dass wir hier weder eine hohe Staubdichtigkeit, noch einen verlässlichen Schutz gegen starke Regenfälle haben. Und die Auswirkungen haben sich in unserem Test leider bemerkbar gemacht, sodass das Display einen Schaden davongetragen hat. Für ein Fahrrad, welches bei Wind und Wetter fahren soll, ist das Ergebnis eher mau.
Am Ende sorgen diese Kritikpunkte auch dafür, dass das Lankeleisi Golf-X im Sicherheitskapitel nur 69 % und damit die schwächste Einzelbewertung im Test erhält.
Die Stärken und Schwächen hat das Lankeleisi Golf-X
Kommen wir nun zum Schluss noch zu den Stärken und Schwächen des Golf-X. Im Rahmen unseres Tests konnten wir mehr als 200 km zurücklegen und uns ein gutes Bild zum E-Klapprad machen. Folgende Punkte sind uns hier aufgefallen:
- Riesiger 960-Wh-Samsung-Akku
- Hohe Reichweite
- Kräftiger Motor mit feinem Drehmomentsensor
- Doppelfederung und Fat Tires für viel Komfort
- Tiefer Step-Thru-Einstieg
- Hydraulische 4-Kolben-Bremsen mit guten Bremswegen
- Integrierte Blinker ab Werk
- Bis 200 kg Zuladung
- Top Lackqualität
- Mit 37,5 kg sehr schwer
- Nur IP54-Wetterschutz
- Keine Schnellladefunktion
- Kein Pannenschutz in den Reifen
- Keine App und keine USB-Ports
- StVZO-kritischer Offroad-Modus
Fazit: Für wen eignet sich das Lankeleisi Golf-X nun?
Ich muss ehrlich sein: Der Lankeleisi Golf-X hat mich da überzeugt, wo es zählt. Mit einer Gesamtbewertung von 87 % erzielt es ein gutes Ergebnis. Hervorzuheben sind der überragende Antrieb, die hohe Reichweite und ein Komfortniveau, das man von einem Faltrad nicht erwartet.
Was das Golf-X besonders macht, ist die Kombination aus 960-Wh-Akku, 85-Nm-Motor mit Drehmomentsensor, guter Federung und die hohe Tragfähigkeit– und das alles in einem faltbaren Step-Thru-Rahmen für 1.899 €. Als komfortables, reichweitenstarkes Alltags- und Pendlerrad ist es eine richtig gute Wahl.
Aber uns Test zeigt auch, dass die Sicherheitsfunktionen die klare Achillesferse sind. Kein Diebstahlschutz, nur IP54, kein Pannenschutz – und ab Werk fährt es schneller, als in Deutschland erlaubt. Allein die Möglichkeit schneller zu fahren ist kritisch zu betrachten. Wer mit diesen Schwächen leben kann, bekommt viel Rad fürs Geld. Wer Wert auf integriertes GPS und maximalen Wetterschutz legt, sollte sich Alternativen in unserem E-Bike Vergleich anschauen.
Für wen ist der Lankeleisi Golf-X geeignet?
- Pendler, die ein komfortables Alltagsrad mit großer Reichweite suchen
- Vielfahrer, die selten laden wollen und den großen Akku schätzen
- Komfort-Fans, die einen hohen Federungskomfort und Fat Tires wollen
- Alltagsnutzer, die Lasten transportieren (Korb, Gepäckträger, 200 kg Zuladung)
Wer ein ultraleichtes Faltrad braucht, integriertes GPS erwartet oder bei jedem Wetter draußen parkt, ist woanders besser aufgehoben.
Häufige Fragen zum Lankeleisi Golf-X
Ja. Das Golf-X kannst du im regulären Modus fahren und hier regelt der Motor bei 25 km/h ab. Im Offroad-Modus, den du nur auf privaten Geländen verwenden darfst, fährt das Fahrrad sogar 46 km/h. Allerdings fehlt ein zweiter Reflektor, der nachträglich installiert werden muss.
In unserem Test haben wir 141 km im Eco-Modus, 113 km im Normalmodus und 81 km im Sportmodus gemessen. Die Herstellerangabe von bis zu 150 km bezieht sich auf optimale Bedingungen.
Nein. Ein integrierter GPS-Tracker, ein Diebstahlalarm oder eine Bewegungserkennung sind nicht an Bord. Wer das Rad draußen abstellt, sollte unbedingt ein gutes Schloss verwenden.
Das Golf-X wiegt 37,5 kg. Damit ist es trotz Faltmechanismus kein Leichtgewicht – das Tragen über längere Strecken oder in höhere Stockwerke ist anstrengend.
Das Golf-X lädt mit einem 3-A-Ladegerät. Einen Schnelllader gibt es nicht, der große 960-Wh-Akku braucht mit etwas mehr als 6 Stunden entsprechend Zeit. Dank der hohen Reichweite musst du dafür aber deutlich seltener laden.
Lankeleisi gibt eine empfohlene Körpergröße von 160 bis 195 cm an. Die Lenkerhöhe lässt sich eingeschränkt anpassen.




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