Zusammenfassung
Design
85 %
Portabilität
85 %
Antrieb
85 %
Fahrwerk
85 %
Bremsen
85 %
Akku
85 %
Gesamt-Einschätzung
85 %

Mit seinen E-Scootern mischt der chinesische Hersteller von elektronischen Fahrzeugen, Niu, mittlerweile seit rund einem Jahr auch den deutschen Markt auf. Deutlich bekannter ist Niu für seine anderen elektronischen Fahrzeuge. Die Auswahl an Niu E-Scootern mit Straßenzulassung ist nämlich noch begrenzt. Nichtsdestotrotz erfreuen sich Niu großer Beliebtheit. Das hat nicht zuletzt mit der qualitativ hohen Verarbeitung der E-Scooter zu tun.

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Während der inländische Konkurrent Xiaomi E-Scooter mittlerweile ebenfalls im Angebot hat, hat sich Niu also vollkommen auf die Mobilität von morgen fokussiert. In diesem Bericht wollen wir Dir einige Details zum Niu KQi3 Pro, dem E-Scooter-Flagschiff des Unternehmens, geben.

Leider konnten wir bisher keinen Niu KQi3 Pro Test durchführen, weswegen wir uns hierbei vor allem auf die zahlreichen Erfahrungsberichte berufen. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir Dir so einen vollumfänglichen Eindruck zum Niu E-Scooter vermitteln. In der Zwischenzeit setzen wir alles daran, den Niu KQi3 Pro Test durchzuführen und unsere Ergebnisse mit Dir zu teilen.

Technische Details

85%
Testergebnis
Niu KQi3 Pro
Niu KQi3 Pro
Akkukapazität10.4 mAh
Geschwindigkeit20 km/h
Gewicht20.3 kg
Leistung350 Watt
Reichweite50 km
Listenpreis799,00 €

Der Blick auf die technischen Daten lässt den Niu KQi3 Pro E-Scooter zunächst etwas ungeeignet für den Alltag erscheinen. Der Elektroscooter bringt nämlich stolze 20,3 kg auf die Waage und kommt mit einer Nennleistung von 350 Watt daher. Ich finde alles oberhalb von 16 kg als unhandlich. Das kann sicherlich auch eine subjektive Einschätzung sein.

In der Vergangenheit hatten wir bereits den SoFlow SO3 getestet. Auch dieser hatte eine Nennleistung von 350 Watt, war im Vergleich mit einem Gewicht rund 14,5 kg jedoch deutlich leichter.

Dennoch soll der Niu KQi3 Pro auf eine Geschwindigkeit von 20 km/h beschleunigt werden können. Besonders stark ist die angegebene Reichweite von 50 Kilometern. Um die Reichweite zu erreichen, genügt bereits eine Akkuladung von sechs Stunden. Das empfinde ich mal als eine optimistische Angabe. Der Akku des E-Scooters baut auf Lithium-Ionen-Batterien auf.

Da ich ein großer Fan von E-Scooter Blinkern bin, bin ich allerdings enttäuscht, dass ein E-Scooter im Wert von rund 800 Euro über keine Blinker verfügt. Das wäre ein ordentlicher Pluspunkt für den Niu KQi3 Pro gewesen. Zwar ist ein Handzeichen beim Abbiegen Pflicht, allerdings sind Blinker an E-Scootern ein Upgrade für die eigene Sicherheit.

Design & Verarbeitung

Das Design des Niu KQi3 Pro E-Scooters verleiht dem Modell ein sehr modernes Aussehen. Dadurch wirkt der E-Scooter von Niu qualitativ hochwertig.

Was jedoch besonders hervorsticht, ist nicht das genutzte Material oder die Farbkombination (den Niu KQi3 Pro gibt es in sechs verschiedenen Farben), sondern die Breite der einzelnen Bestandteile des Niu KQi3 Pros.

Alles am E-Scooter wirkt überdimensional groß. Laut eigenen Angaben ist der Lenker nämlich 5 Prozent größer als bei vergleichbaren E-Scootern. Das Trittbrett sei hingegen 13 Prozent breiter als der Standard, während es bei den E-Scooter Reifen mit dickeren 6,5 cm-Reifen sogar eine Angabe von 30 Prozent über Standard gibt.

Damit will Niu vor allem auf die Robustheit setzen. Beim Blick auf die maximale Zuladung ist das allerdings verwirrend. Denn der Niu KQi3 Pro hat angeblich nur eine maximale Zuladung von 100 kg. Gerade bei Fahrern über 90 Kilogramm empfehlen wir hingegen E-Scooter bis 120 kg Zuladung. Der Blick auf die offizielle Webseite von Niu gibt hingegen 120 kg an. Auf eine Anfrage meinerseits wurde vom Support leider bisher noch nicht reagiert, damit wir hier eine zuverlässige Angabe erhalten.

Alltagstauglichkeit

Mit 20,3 kg ist der Niu Kqi3 Pro meiner Meinung nach sehr schwer. Das zeigt vor allem der Vergleich mit ähnlichen Modellen. Auch der Niu KQi3 Sport bringt „nur“ 18,3 Kg auf die Waage.

Durch den Klappmechanismus lässt sich der E-Scooter von Niu zwar prinzipiell einfach hochheben, allerdings stelle ich mir das bei über 20 kg deutlich anstrengender vor als bei anderen Elektroscootern.

Nach dem IP54-Standard ist der Niu KQi3 vor Regen- und Sprizwasser geschützt. Das macht den E-Scooter bei Regen und generell nassem Wetter ebenfalls nutzbar, wenngleich man dann umso vorsichtiger sein sollte.

Antrieb & Motor

Mit einer Nennleistung von 350 Watt ist der Niu KQi3 Pro E-Scooter so ähnlich aufgestellt wie die meisten Modelle aus älteren E-Scooter Tests.

Während viele Hersteller die Toleranzgrenze von 10 Prozent bei der maximal zulässigen Geschwindigkeit von 20 km/h gut und gerne ausreizen, scheint das beim Niu KQi3 Pro nicht der Fall zu sein. Aus einigen Niu KQi3 Pro Tests und Erfahrungsberichten geht sogar hervor, dass der E-Scooter die Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h nicht langfristig halten kann.

Die Beschleunigung sei dagegen nicht auffällig – weder positiv noch negativ. Sehr stark ist allerdings der mögliche Steigungswinkel von 20 Grad. Viele vergleichbare Modelle sind eher nur für 15 Grad ausgelegt.

Insgesamt muss ich allerdings sagen, dass ich mich vor allem bei Vergleich mit dem deutlich günstigeren SoFlow So3 schwer damit tue, zu glauben, dass der E-Scooter mit dieser Leistung auch wirklich eine so hohe Steigung meistert. Umso gespannter bin ich auf den Niu KQi3 Pro Test.

Fahrwerk

Der Niu KQi3 Pro kommt ohne Fahrwerk daher. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Fahrer auch alle Unebenheiten am Boden mitbekommt.

Dafür sorgen die Tubeless-Luftreifen. Während Luftreifen ohnehin besonders gut geeignet sind, um Unebenheiten des Bodens nicht an den Fahrer zu übertragen, ist der Niu KQi3 Pro mit den Tubeless-Reifen noch stärker aufgestellt.

Tubeless-Reifen sind Luftreifen ohne Schlauch. Diese sind in der Regel noch beständiger und robuster. Zudem werden kleine Schäden von selbst repariert. Hierfür ist die Dichtmilch im Reifen verantwortlich. Genutzt wird die Technologie vorwiegend bei Autos und Motorrädern.

Die 9,5-Zoll-Reifen sollten insgesamt für ein sehr gutes Fahrgefühl sorgen. Das bestätigen zahlreiche Niu KQi3 Pro Erfahrungsberichte im Internet. Am Fahrkomfort sollte der Kauf des Niu KQi3 Pro also eher nicht scheitern.

Bremsen

Ein Highlight des Niu KQi3 Pro E-Scooters ist sein Dreifachbremssystem – oder soll es zumindest sein.

Welche Bremsen hat der Niu KQi3 Pro?

Niu setzt beim KQi3 Pro auf zwei mechanische Scheibenbremsen und eine elektrische Bremse am Hinterrad. Die vordere mechanische Scheibenbremse liefert sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen eine starke Bremsleistung. Die hintere mechanische Bremse verstärkt zusammen mit der elektrischen Bremse den Bremsvorgang zusätzlich. Durch das Betätigen der elektrischen Bremse wird zudem

Niu KQi3 Pro Bremsweg

Wie die Niu KQi3 Pro Erfahrungen anderer Fahrer zeigen, ist der Bremsweg des Niu E-Scooters etwas länger als bei vergleichbaren Modellen. Andere Tester berichten von ruckartigen Bremsungen. Das hat wahrscheinlich mit der Art und Weise zu tun, wie stark man die Bremse letztlich betätigt.

Betätigen kann man die Bremse am Lenker. Um beide Bremsen zu benutzen, muss man die Bremse allerdings fest drücken. Betätigt man die Bremse hingegen leicht, wird nur die elektrische Bremse am Hinterrad aktiviert. In solch einem Fall ist der Bremsweg zwar etwas länger, allerdings kann man so sehr einfach den Bremsvorgang steuern. Das Bremslicht geht übrigens auch dann an, wenn man aufhört, den Gashebel zu betätigen und die Bremse nicht betätigt.

Akku & Reichweite

Was den E-Scooter-Akku angeht, dürfte der Niu KQi3 Pro zu den Spitzenmodellen gehören. Mit einer Reichweite von bis zu 50 Kilometern und einer Akkukapazität von 10,54 Ah verfügt das Modell über einen sehr starken Akku.

Wie die meisten Niu KQi3 Pro Tests zeigen, hält der E-Scooter diese Reichweite auch wirklich ein.

Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass das der Fall sein wird, wenn der Fahrer sich der maximalen Tragkraft von 120 kg annähert. Das ist — Stand jetzt – allerdings nur eine Vermutung. Generell können wir von einer geringen Reichweite und niedrigerem möglichen Steigungswinkel angehen, je schwerer der E-Scooter-Fahrer ist. Letztlich ist dies jedoch nur eine Vermutung, die sich im Zuge unseres Niu KQi3 Pro Tests noch

Fazit

Wir können insgesamt festhalten, dass der Niu KQi3 Pro in Tests bisher oft positiv abgeschnitten hat.

Nicht ganz so zufriedenstellend ist die Meinung der meisten Fahrer allerdings bei der maximalen Geschwindigkeit. Viele berichten beim Niu KQi3 Pro teilweise nur von knapp 19 km/h laut GPS. Das ist ein klarer Kritikpunkt. Die Toleranzgrenze von 10 Prozent auszureizen, wäre bei neueren Modellen daher eine gute Möglichkeit für Niu, um noch mehr Fahrer von sich zu begeistern.

Inwiefern das beim neuen Niu KQi3 Max gelingt, werden wir in einem der zukünftigen Tests für Euch herausfinden.


Burak sieht in der grünen Mobilität mehr als nur einen einfachen Hype. Stattdessen glaubt er an eine Zukunft mit zahlreichen Fortbewegungsmitteln, die deutlich klimaneutraler für lange Strecken ausgelegt sind als das klassische Auto.