Zusammenfassung
Verarbeitung
87 %
Motor
99 %
Alltag
90 %
Fahrwerk
95 %
Sicherheit
93 %
App
87 %

1.890 Watt Spitzenleistung, ein serienmäßiger Gepäckträger und ein Preis ab 699 Euro – der Egret Unit aus Hamburg tritt selbstbewusst gegen die etablierte Konkurrenz an. Wir haben ihn nach unserem Long-Range-Framework geprüft, dem gleichen Maßstab, an dem sich auch der ePowerFun ePF-3 messen lassen musste – aktuell der direkteste Konkurrent in dieser Preisklasse.

Am Ende steht eine Bewertung von 93,5 Prozent. Damit landet der Unit exakt auf Augenhöhe mit dem ePF-3 – nur mit anderen Stärken.

Egret positioniert den Unit klar als Pendler- und Alltagsscooter: Er soll nicht nur weit fahren, sondern auch Gepäck transportieren und sich bei Bedarf optisch personalisieren lassen. Wir haben geprüft, ob dieses Versprechen im Alltag hält.

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Die technischen Daten des Egret Unit im Überblick

Beim Egret Unit stimmt die Komponentenliste. Der E-Scooter ist aus hochwertigen Materialien gefertigt, und statt auf No-Name-Teile setzt Egret durchgängig auf Markenkomponenten – in unserer Verarbeitungswertung gibt es dafür jeweils die volle Punktzahl. Bei 27,7 Kilogramm Eigengewicht und 130 Kilogramm zulässiger Zuladung ist der Unit kein Leichtgewicht, aber solide dimensioniert.

Cockpit und Lenker des Egret Unit im Test
Der Lenker des Egret Unit mit Bedienelementen und Display

Der Antrieb liefert 500 Watt Nennleistung und 1.890 Watt Spitzenleistung – die höchste Peak-Leistung, die wir aktuell bei einem Long-Range-Scooter dieser Preisklasse gemessen haben. Zusammen mit der 48-Volt-Systemspannung sorgt das für konstante Kraftentfaltung, auch wenn der Akku nicht mehr ganz voll ist. Der 730-Wh-Akku besteht aus Zellen nach EN 50604-1, dem aktuell strengsten Sicherheitsstandard für E-Scooter-Akkus.

Die wichtigsten Eckdaten kompakt:

  • 500 W Nennleistung, 1.890 W Spitzenleistung, 38 Nm Drehmoment
  • 730-Wh-Akku bei 48 Volt Systemspannung, zertifiziert nach EN 50604-1
  • 10-Zoll-Gravel-Reifen (2,7 Zoll breit), tubeless
  • Doppelfederung: Federgabel vorne, Schwinge hinten
  • Serienmäßiger Gepäckträger, bis 10 kg Zuladung
  • 130 kg zulässige Zuladung
  • Trommelbremsen vorne und hinten plus elektrische Zusatzbremse
  • My Style Kit: 9 Designs für Trittbrett und Lenker gegen Aufpreis buchbar

💡 Tipp

Wer den Unit optisch individualisieren will, sollte gleich beim Kauf über das My Style Kit nachdenken.

Was in der Liste allerdings fehlt, ist ein Wechselakku. Der 730-Wh-Akku ist fest verbaut, geladen wird ausschließlich an der Steckdose – und das dauert mit rund 8 Stunden spürbar länger als beim Wettbewerb. Ein nettes Extra gibt es trotzdem: Ein USB-C-Port am Lenker zum mobilen Laden des Smartphones. Zudem bietet der Unit etwas mit, das viele Konkurrenten in dieser Preisklasse nicht haben: einen Gepäckträger ab Werk.

Hier die ausführlichen Daten im Überblick:

Egret Unit
Egret Unit
Akku wechselbar
Akkukapazität (Ah)15,6 Ah
Akkukapazität (Wh)730 Wh
Akkuspannung46,8 V
AppiOS, Android
Bereifung10 Zoll Gravel
Bremse hintenTrommelbremse
Bremse vorneTrommelbremse
DisplayTempo, Akku, Modus
Elektrische Bremse
Federung hinten
Federung vorne
Gewicht27,7 kg
Ladezeit8 h
Lenker verstellbar
Max. Belastung130 kg
Max. Geschwindigkeit22 km/h
Maße (H x B x L)126x62x113 cm
Nennleistung500 W
Reichweite100 km
Reifendurchmesser2,7 Zoll
Schaltung / GasDaumengas
Spitzenleistung1.890 W
Steigleistung32 %
Testreichweite77 km
WasserdichtigkeitIPX5
WegfahrsperrePer App
Listenpreis699,00 €

Der Egret Unit im Test: Überzeugendes Ergebnis bei der Verarbeitung

Design und Verarbeitung gehen beim Unit Hand in Hand. Das Design ist ansprechend und modern, die Lackierung wirkt hochwertig ohne offensichtliche Verarbeitungsmängel. Bei den verbauten Komponenten setzt Egret auf hochwertige Komponenten, die jederzeit im Egret-Shop nachgekauft werden können – bis hier kann der Egret Unit in unserem Test überzeugen.

Egret-Logo auf der Lenkstange des Egret Unit
Sauber verarbeitet bis ins Detail: das Egret-Logo auf der Lenkstange

Wo der Egret Unit in der Verarbeitung Punkte liegen lässt

Aber sind wir ehrlich: der Egret Unit ist kein perfekter E-Scooter. Vier Punkte kosten in unserem Testverfahren Punkte:

  • Das Display zeigt nur Tempo, Akkustand und Fahrmodus – das können andere Hersteller schon besser.
  • Die 10-Zoll-Reifen liegen unter unserem Maßstab von 11 Zoll für die Long-Range-Klasse.
  • Die 130 Kilogramm Zuladung sind solide, andere Modelle erlauben aber bis zu 150 kg.
  • Der IPX5-Wasserschutz liegt eine Stufe unter dem IPX6-Bestwert.
Display des Egret Unit am Lenker
Das Display zeigt Tempo, Akkustand und Fahrmodus – mehr nicht

Insgesamt ist das hier meckern auf hohem Niveau, denn unterm Strich stehen 86,8 Prozent – ein gutes und überzeugendes Testergebnis.

Vorderrad des Egret Unit
Das Vorderrad des Egret Unit im Detail
Verarbeitung
87 %

Der Egret Unit bietet den stärksten Motor in seiner Klasse

Mit 1.890 Watt Spitzenleistung liegt der Egret Unit über dem Schwellenwert unseres Long-Range-Frameworks (ab 1.600 Watt gibt es die volle Punktzahl) – zusammen mit der 500-Watt-Nennleistung, der gemessenen Höchstgeschwindigkeit von 22,1 km/h und der vollen 48-Volt-Systemspannung holt der Motor hier die Bestnote.

Heckmotor des Egret Unit
Der Heckmotor liefert 500 Watt Nennleistung und 1.890 Watt Spitzenleistung

Einzig bei der Steigleistung bleibt minimal Luft nach oben. Egret gibt 32 Prozent an, unser Bestwert liegt bei 35 Prozent. Der Unterschied ist auf dem Papier gering und dürfte im Alltag kaum spürbar sein.

Unseren Steigungstest hat der E-Scooter geschafft – allerdings nicht mit der Höchstgeschwindigkeit. Zudem ist uns der Egret X Ultra mit seinem höheren Drehmoment hier noch etwas mehr im Kopf geblieben.

Was uns positiv aufgefallen ist, ist das Egret keine echten Leistungseinbruch bei niedrigen Akkustand aufweist. Zudem hat Egret einen bürstenlosen Motor verarbeitet, der während der Fahrt keine störenden Geräusche entwickelt.

Unterm Strich stehen 98,8 Prozent und damit die beste Einzelbewertung in unserem Test zum Egret Unit.

Motor
99 %

Doppelfederung sei Dank! Der Egret Unit überzeugt im Test mit hohem Fahrkomfort

Der Egret Unit ist ein vollgefederter E-Scooter – und damit hat der Unit einen klaren Vorteil gegenüber dem ePF-3. Und auch aus ergonomischer Sicht ist der E-Scooter wirklich gut – Fahrer bis 203 cm können hier problemlos fahren. Richtig gut sind zudem die ergonomischen Griffe, die eine bequeme Haltung auf längeren Strecken ermöglicht.

Aufgrund des Fahrwerks kann der Egret Unit auch mit einem stabilen Kurvenverhalten überzeugen. Unterstützt wird das ganze noch vom sportlichen Antritt, der gerade mit dem Zero Start zu überzeugen weis.

Bedienelemente am Lenker des Egret Unit
Gas- und Bremshebel sitzen gut erreichbar am Lenker

Vollfederung, aber nicht auf Bestniveau

Egret bewirbt den Unit mit einer Doppelfederung – Federgabel vorne, Schwinge hinten. Das ist grundsätzlich eine gute Ausstattung, in unserem Framework landet die Wirkung aber in der Kategorie „normal“, nicht „hochwertig“. Heißt: Die Federung ist vorhanden und funktioniert, spielt technisch aber nicht in der obersten Liga. Gerade die Hinterfederung ist nicht vergleichbar mit höhenwertigen Lösungen – und die Frontfederung lässt sich ebenfalls nicht einstellen.

Federgabel vorne am Egret Unit
Die Federgabel vorne arbeitet solide, spielt aber nicht in der obersten Liga

Das kostet einen halben Punkt und drückt die Kategorie auf 94,6 Prozent – immer noch ein sehr guter Wert.

Fahrverhalten
95 %

77 Kilometer, ein Gepäckträger und ein schwerer E-Scooter – so gut ist der Egret Unit im Alltag

Egret gibt für den Unit bis zu 100 Kilometer Reichweite an. Das ist spannend, da der E-Scooter 730 Wh Akkukapazität bietet. Gerade im Vergleich zum Wettbewerb ist der Akku für die angegebene Reichweite etwas klein dimensioniert.

Auf unserer Verbrauchsstrecke sind daraus 77 Kilometer geworden – eine Abweichung von 23 Prozent zur Werksangabe. Das liegt über dem Datenbank-Durchschnitt von rund 17 Prozent, reicht aber immer noch für die volle Punktzahl in unserem Framework, das ab 70 gemessenen Kilometern die Bestnote vergibt.

Die Reichweite hängt von den Rahmenbedingungen ab

Am Ende des Tages hängt die Reichweite des E-Scooters maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab. Aber vergleichen wir die Akkukapazität mit dem größeren Egret GT, dann zeigt sich, dass die angegebene Reichweite nur unter perfekten Rahmenbedingungen möglich ist.

Ein möglicher Grund für die etwas höhere Abweichung ist die breite Gravel-Bereifung des Unit. Diese erzeugt mehr Rollwiderstand als die schmaleren Straßenreifen mancher Konkurrenten – guter Grip auf losem Untergrund erkauft sich hier ein Stück Reichweite.

Der direkte Vergleich: Egret Unit gegen ePowerFun ePF-3

Beide Scooter zielen auf dieselbe Zielgruppe, kosten fast dasselbe und landen am Ende auf demselben Gesamtergebnis. Die Wege dorthin unterscheiden sich aber deutlich:

Egret UnitePowerFun ePF-3
Preis699 €799 €
Akku730 Wh864 Wh
Spitzenleistung1.890 W1.600 W
Gewicht27,7 kg23,8 kg
Zuladung130 kg140 kg
Ladezeitca. 8 hca. 6 h
Gepäckträgerserienmäßig (10 kg)
Getestete Reichweite77 km81 km
Gesamtwertung93,5 %93,5 %

Der Unit setzt auf mehr Leistung, einen Gepäckträger und einen niedrigeren Preis, der ePF-3 auf mehr Akku, weniger Gewicht und kürzere Ladezeit. Wer regelmäßig Gepäck transportiert und etwas mehr Kraftreserve am Berg will, ist beim Unit besser aufgehoben. Wer die maximale Reichweite pro Kilogramm sucht, greift zum ePF-3.

Alltagstaugliche Features überzeugen

Was den Egret Unit einfach auszeichnet, ist die praktikable Ausstattung. So gibt es hier einen Gepäckträger, der bis zu 10 kg tragen kann. So kannst du einfach kleinere Pakete sicher fixieren.

Eierkarton auf dem Egret Unit
Die Testfahrt haben wir genutzt, um 1 kg frische Eier zu kaufen und den Gepäckträger zu testen

Neben dem Gepäckträger gibt es noch weitere smarte Funktionen. Hierbei ist insbesondere der USB-C-Port zu nennen, über den den du einfach dein Smartphone während der Fahrt laden kannst.

USB-C Port am Egret Unit
Der USB-C-Port ist praktisch platziert direkt am Lenker

Wo der Egret Unit Punkte liegen lässt

Der größte Schwachpunkt im Alltag ist der fest verbaute Akku in Kombination mit der langen Ladezeit von rund 8 Stunden – hier verliert der Unit gegenüber Scootern mit Wechselakku oder schnellerer Ladung spürbar Punkte.

Entriegelung des Klappmechanismus am Egret Unit
Der Klappmechanismus lässt sich einfach entriegeln

Der Klappmechanismus funktioniert hervorragend und einfach. Dafür ist der Egret Unit für einen E-Scooter, der für die Langstrecke konzipiert wurde, recht kompakt ausgelegt. Das Trittbrett könnte etwas größer sein und auch eine Höhenverstellung wäre eine gute Ergänzung gewesen.

Zusammengeklappter Egret Unit in der Seitenansicht
Zusammengeklappt lässt sich der Unit gut transportieren

Unterm Strich stehen 89,7 Prozent in der Alltagstauglichkeit – ein mehr als überzeugendes Ergebnis.

Alltag
90 %

Egret Unit im Test: Wie gut ist die Sicherheitsausstattung?

Der Egret Unit bremst vorne und hinten über Trommelbremsen, ergänzt um eine elektrische Zusatzbremse. Scheibenbremsen wären technisch überlegen und würden in unserer Wertung mehr Punkte bringen – in der Praxis liefert das Trommelbrems-Setup aber solide Werte.

Trommelbremse vorne am Egret Unit
Die Trommelbremse vorne im Detail

Folgende Werte konnten wir auf asphaltierter Straße, bei 23 Grad und trockener Fahrbahn ermitteln:

BremsungBremsweg
Vorderbremse3,61 m
Hinterbremse3,70 m
Kombiniert3,48 m

Die Dosierbarkeit bewerten wir als fein, damit lässt sich die Bremskraft gut kontrollieren.

Helle Beleuchtung mit modernem Design

Eines der optischen Highlights beim Egret Unit ist die Beleuchtung.

Frontlicht des Egret Unit
Das helle Frontlicht des Egret Unit

Vorne verbaut Egret eine integrierte Lampe, die auch bei Nacht für eine gute Ausleuchtung sorgt. Im direkten Wettbewerbsumfeld dürfte die Lampe nach unserem Geschmack aber noch etwas mehr Leistung bieten.

Anders sieht es dann bei der Heckleuchte aus. Diese ist bereits von Egret bekannt und aus unserer Sicht optisch und sicherheitstechnisch hervorragend.

Hecklicht des Egret Unit
Das Hecklicht mit integriertem Bremslicht

Sehr gut ist, dass das Rücklicht beim Bremsen ordentlich an Helligkeit gewinnt. So wissen rückwärtige Verkehrsteilnehmer immer, dass gerade gebremst wird. Zusätzlich verbaut Egret beim Unit Blinker.

Die vorderen Blinker sind einfach ans Lenkerende integriert und leuchten nach vorne und hinten. Dahingegen sind die hinteren Blinker sehr gut in das Fahrzeug integriert und fallen auf dem ersten Blick gar nicht auf – das ändert sich natürlich, sobald geblinkt wird.

Blinker am Egret Unit
Die Blinker sitzen vorne und hinten

Insgesamt erzielt der Egret Unit in diesem Testabschnitt eine Bewertung von 93,2 %. Rein technisch sorgen nur die Trommelbremsen für eine kleine Abwertung, wobei diese gut zum Fahrzeug passen.

Sicherheit
93 %

Die Egret App liefert solide Basics

Auch Egret bietet eine eigene App für seine E-Scooter. Die Einrichtung ist einfach, die Verbindung im Test stabil, und die App ist sowohl mit iOS als auch Android kompatibel – in allen drei Punkten volle Punktzahl. Auch die Wegfahrsperre lässt sich über die App aktivieren.

  • Geschwindigkeit und Akkustand in Echtzeit
  • Reichweitenanzeige
  • Wegfahrsperre per App
  • Firmware-Updates

Einen Punkt lässt der Unit liegen: Es gibt keinen Zugangsschutz für die App. Wer Zugriff auf das Smartphone hat, kann damit auch die Wegfahrsperre deaktivieren – bei einem Scooter, der sicherheitsrelevante Funktionen über die App steuert, ist das ein vermeidbarer Schwachpunkt. Unterm Strich stehen 86,7 Prozent und damit ein gutes Ergebnis für den Unit.

App
87 %

Für wen eignet sich der Egret Unit – und für wen nicht?

Währendes unseres Tests konnten wir am Egret Unit einige Eigenschaften feststellen, die unsere Redaktion komplett überzeugt haben – und eben einige Schwächen. Beides findest du im Folgenden als Gegenüberstellung:

Stärken des Egret Unit
  • 1.890 Watt Spitzenleistung
  • Serienmäßiger Gepäckträger mit 10 kg Zuladung
  • 77 Kilometer gemessene Reichweite
  • Federung vorne und hinten
  • Einfacher, doppelt verriegelnder Klappmechanismus
  • Personalisierbar über das My Style Kit
  • Akku nach EN 50604-1 zertifiziert
  • Fairer Preis von 699 €
Schwächen des Egret Unit
  • Akku fest verbaut, kein Wechselakku
  • Mit 27,7 kg ziemlich schwer

Der Egret Unit passt zu dir, wenn …

  • du regelmäßig Gepäck oder Einkäufe transportieren willst
  • dir Fahrkomfort durch Federung vorne und hinten wichtig ist
  • du ein individualisierbares Design möchtest
  • dein Budget bei rund 700 Euro liegt und du maximale Motorleistung willst

Ein anderes Modell passt besser, wenn …

  • du einen Wechselakku brauchst – dann lohnt ein Blick auf den ePF-2 PRO
  • dir maximale Reichweite bei geringem Gewicht wichtiger ist als ein Gepäckträger – dann ist der ePowerFun ePF-3 die bessere Wahl
  • dir Scheibenbremsen wichtig sind
  • du eine kurze Ladezeit brauchst, weil du den Scooter nur kurz zwischendurch auflädst.

Fazit: Der Egret Unit ist der praktischste Alltagsscooter seiner Preisklasse

Der Egret Unit zeigt, dass 699 Euro heute für einen ernstzunehmenden Alltagsscooter reichen. Mit 1.890 Watt Spitzenleistung, einem serienmäßigen Gepäckträger, Doppelfederung und 77 gemessenen Kilometern Reichweite bekommst du eine Kombination, die es in dieser Preisklasse sonst nicht gibt. Am Ende steht eine Bewertung von 93,5 Prozent.

Wirkliche Ausreißer nach unten gibt es nicht, keine Kategorie fällt unter 86,7 Prozent. Was uns jedoch etwas fehlt, sind ein Wechselakku und Scheibenbremsen.

Die Entscheidung zwischen Unit und ePF-3 ist am Ende eine Frage der Prioritäten: Gepäckträger und Leistung sprechen für den Unit, mehr Reichweite bei weniger Gewicht für den ePF-3. Für alle, die ihren Scooter auch mal beladen wollen, ist der Egret Unit aktuell die klarere Empfehlung.

Testergebnis
94 %
September 2026

Häufige Fragen zum Egret Unit

Wie weit fährt der Egret Unit wirklich?

In unserem Test kommt der Egret Unit auf 77 Kilometer. Egret selbst gibt bis zu 100 Kilometer an – die Abweichung von 23 Prozent liegt etwas über dem Datenbank-Durchschnitt von rund 17 Prozent, unter anderem wegen der breiten, rollwiderstandsreicheren Gravel-Bereifung. Für die volle Punktzahl in unserem Framework reicht der Wert trotzdem.

Hat der Egret Unit einen Wechselakku?

Nein. Der 730-Wh-Akku ist fest verbaut. Geladen wird immer der komplette Scooter, was rund 8 Stunden dauert.

Ist der Egret Unit in Deutschland zugelassen?

Ja. Der Egret Unit verfügt über eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) und darf auf öffentlichen Straßen und Radwegen gefahren werden. Nötig ist ein gültiges Versicherungskennzeichen, ein Führerschein ist nicht erforderlich.

Egret Unit oder ePowerFun ePF-3 – welcher passt zu mir?

Beide Scooter erreichen in unserem Test 93,5 Prozent. Der Egret Unit punktet mit mehr Spitzenleistung, einem serienmäßigen Gepäckträger und dem aktuell niedrigeren Preis. Der ePF-3 ist rund 4 Kilogramm leichter, fährt weiter (81 statt 77 km) und lädt schneller. Wer Gepäck transportieren will, nimmt den Unit. Wer maximale Reichweite bei geringem Gewicht sucht, den ePF-3.

Was ist das My Style Kit?

Das My Style Kit ist ein optional gegen Aufpreis buchbares Personalisierungs-Set mit 9 verschiedenen Designs für Trittbrett und Lenker.


Seb ist „der Techniker“ unter den Scooterianern. Als Berliner weiß er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit „Ick gloob…“ anfängt. Neben der E-Mobilität ist Seb begeisterter Radfahrer.

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