Zusammenfassung
Design
92 %
Portabilität
80 %
Antrieb
85 %
Fahrwerk
84 %
Bremsen
84 %
Akku
76 %
Gesamt
80 %
iconBit IK-1969k einmal aufgebaut und einmal zugeklappt

Der iconBIT IK-1969K ist einer der beliebtesten E-Scooter unter 500‚ā¨. Dies liegt unter anderem daran, dass er zu den ersten E-Scootern mit Stra√üenzulassung in Deutschland geh√∂rte. Welche St√§rken und Schw√§chen er hat, ob sich der Kauf lohnt und ob wir ihn weiterempfehlen w√ľrden, erf√§hrst du in diesem Artikel:

Mit einem Kampfpreis von rund 365‚ā¨ ist der IK-1969K deutlich dem unteren Preissegment zuzuordnen. Lediglich diverse Lidl- und Aldi Scooter wie der Maginon Street One k√∂nnen den iconBIT unterbieten. Ob sich der Kauf lohnt und ob die Qualit√§t unter dem niedrigen Preis leidet, wollen wir in diesem Test herausfinden.

Der erste Eindruck des iconBIT IK-1969K

Das Unboxing: Der iconBIT IK-1969K kommt sicher verpackt in einem gar nicht mal so leichten Karton. Rund 16 Kilo Eigengewicht bringt der Scooter auf die Waage. Nach dem Auspacken fällt besonders eins auf: Es gibt wenig, was einem auffällt.

Der iconBIT IK-1969K ist ein sehr unauff√§lliger und cleaner Scooter, der an eine etwas schlankere Version von Segway Ninebot MAX G30D, Xiaomi m365 oder ePF-1 erinnert. Ladeger√§t sowie die Fahrzeugpapiere f√ľr die Versicherung sind auch mit dabei und der Akku ist schon zu 80% vollgeladen. Die anthraziten, blauen und roten Designelemente wirken sportlich und dezent in den matt-schwarzen Anstrich integriert. Der Aluminiumrahmen wirkt stabil und robust.

Lediglich das zu montierende Frontlicht weist die gleichen Schw√§chen auf, wie bereits bei der ersten Version des IO HAWK Exit Cross: Es muss selbst montiert werden, weil hier ein E-Scooter f√ľr die Stra√üenzulassung nachger√ľstet ‚Äď und nicht bereits daf√ľr konzipiert wurde. Dadurch wird es an den Scooter angesteckt und ist nicht von Anfang an integriert. Das wirkt nicht so hochwertig, wie bei den bereits integrierten Lampen von BMW Micro und Co..

Die technischen Daten des iconBIT IK-1969K

Produkt√ľbersicht iconBIT IK-1969K
iconBIT IK-1969K
Akkukapazität7.5 mAh
Geschwindigkeit20 km/h
Gewicht16.5 kg
Leistung350 Watt
Reichweite23 km
Bereifung8.5 Zoll Vollgummi
Bremseelektronisch vorne, Scheibenbremse hinten
DisplayJa
SchaltungDaumengas
WasserdichtigkeitSpritzwasser
Listenpreis379,99¬†‚ā¨

F√ľr einen Scooter der unteren Preisklasse ist der iconBIT IK-1969K relativ gut ausgestattet:

  • 350W Motor,
  • Heckfederung,
  • Spritzwasserschutz,
  • Klappbarkeit
  • und Scheibenbremse zeigen: Hier bekommt man etwas f√ľr sein Geld!

Weitere technische Besonderheiten sind die elektronische Rekuperationsbremse, sowie das Display, welches wichtige Parameter wie Akkustand und Geschwindigkeit anzeigt.

Auch der einfache Faltmechanismus mit einem kleinen, einhakbaren Knöpchen wirkt smart duurchdacht, da der iconBIT so innerhalb weniger Sekunden zusammengeklappt und beispielsweise in die Bahn mitgenommen werden kann!

Wenngleich die 8,5 Zoll Vollgummireifen bei Kopfsteinpflaster schonmal unbequem sein können (aufgrund der fehlenden Frontfederung), sind sie extrem Wartungsarm. Die Heckfederung ist in diesem Preissegment auf jeden Fall eine Besonderheit, die man betonen muss und die den Fahrtkomfort deutlich erhöht.

Scootervergleich-Tipp:

Bei Kopfsteinpflaster und unebenem Untergrund hilft es, ein wenig in die Knie zu gehen. Diese gleichen die Schwingungen des Scooters dann fast komplett aus.

iconBIT IK-1969K: Verarbeitung und Design

Der iconBIT IK-1969K kann, wie bereits beschrieben, optisch durch die verschiedenen Farbelemente und den gut verarbeiteten matt-schwarzen Rahmen √ľberzeugen. Auch die Schwei√ün√§te sowie die Federung sind gut verarbeitet und wirken stabil.

iconBIT IK-1969K Heckfedern
Die Heckfedern des iconBIT IK-1969K

Einziger Nachteil: Der Scooter ist lediglich f√ľr eine maximale Zuladung von 100 Kilogramm ausgelegt. Dies bedeutet zwar nicht zwangsweise, dass der Scooter bei √úberladung zusammenbricht, dennoch kann es sein, dass Motor und Bremsen unter h√∂heren Belastungen leidet. Vor allem der Akku leidet bei st√§rkerer Zuladung erheblich. Dazu mehr unter dem Punkt ‚ÄěAkku und Reichweite‚Äú.

Auch die √§u√üere Verkabelung h√§tte ein wenig sch√∂ner gestaltet werden k√∂nnen. Bei E-Scootern h√∂herer Preisklassen kann man dies erwarten. Aufgrund des Preises von lediglich 365‚ā¨ verzeiht man diesen Umstand jedoch gerne.

Als sehr angenehm empfanden wir die ergonomischen Griffe mit Positionierungsrillen f√ľr die Finger. Das verhindert auch bei l√§ngeren Fahrten, dass die Finger verkrampfen und bietet zus√§tzlichen Halt.

Das Display ist sehr minimalistisch gestaltet und wie bei Segway, Xiaomi und ePowerFun in den Lenker integriert. Es ist auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gut ablesbar.

Design
92 %

Portabilität im Alltag

Einen riesigen Vorteil offenbart der iconBIT IK-1969K sofort: Auf dem hinteren Schutzblech befindet sich ein kleiner Knopf, der beim Zusammenklappen mit dem Lenker einrastet und so die sehr schnelle Mitnahme in Bus und Bahn möglich macht. Das geht sogar noch ein bisschen schneller als beim ePowerFun ePF-1 und anderen E-Scootern mit Straßenzulassung.

iconBIT IK-1969K Klappmechanismus
Der iconBIT IK-1969K Klappmechanismus

Einziger Nachteil in Sachen Portabilität: 16 Kilo Gesamtgewicht könnten dem ein oder anderen ein wenig zu schwer zum Tragen werden. Wer einen möglichst leichten Scooter sucht, sollte vermutlich den nur 9,9 Kilogramm schweren BMW Micro in Betracht ziehen. Dort gehören dann aber andere Aspekte wie Akku und Reichweite zu den Schwachstellen. Es kommt also wie immer auf den sinnvollsten Kompromiss an!

Portabilität
80 %

Antrieb und Motor des iconBIT IK-1969K

Der Antrieb geh√∂rt zu den wichtigsten Eigenschaften eines E-Scooters, weil ma√ügeblich √ľber Fahrspa√ü ‚Äď oder Fahrfrust ‚Äď entscheidet.

Das 36V System mit einer Vorderradleistung von 350 W bietet beim iconBit erstmal eine ausreichende Basis. 500Watt sind in diesem Preissegment schlichtweg rar gesäht. Mit diesem Motor schafft der Scooter eine angenehme, nicht zu ruckartige Beschleunigung. In unserem Test hat er zwar die maximal erlaubten 20 km/h nicht ganz geschafft, aber 19,8 km/h sind auf jeden Fall nichts, was zu bemängeln wäre.

Im Beschleunigungstest lieferte der Scooter durchschnittliche Werte. Bis zur maximalen Geschwindigkeit brauchte der Scooter rund 9 Sekunden auf gerader Strecke. Bergauf bei 12% Steigung kam der Scooter nur auf rund 10 km/h bei einer Zuladung von 80 Kilogramm. Sobald es schwerer wird, tut sich der Scooter auch bergauf deutlich schwerer und man muss unter Umst√§nden ein wenig unterst√ľtzen. Dies ist in dieser Preisklasse aber keineswegs verwunderlich!

Grunds√§tzlich ist der Antrieb f√ľr einen Scooter dieser Preisklasse sehr solide und bietet wenige Kritikpunkte.

Antrieb
85 %

Das Fahrwerk

Bei E-Scootern mit Vollgummireifen ist der Fahrkomfort fast immer ein sehr kritisches Thema. Lediglich unter Einbezug von sehr guten Federelementen können die Komfort-Nachteile des Hartgummis ausgeglichen werden.

Der iconBit IK-1969k l√∂st dieses Problem zwar nicht ganz, aber ein wenig: Die doppelte Hinterradfederung erm√∂glicht komfortables Fahren auf unebenen Strecken. Bordsteine und Schlagl√∂cher, die vom Vorderrad bew√§ltigt werden m√ľssen, f√ľhlen sich nat√ľrlich dennoch nicht gerade sch√∂n an.¬† Dies liegt auch daran, dass lediglich 8,5 Zoll Reifen verbaut sind. Wenn wir es uns aussuchen k√∂nnten, w√ľrden wir f√ľr 10 Zoll Honeycomb Reifen pl√§dieren!

Das eher schmale Trittbrett des Scooters erm√∂glicht schnelle Man√∂ver und macht den Scooter sehr wendig. Bei gr√∂√üeren Schuhen k√∂nnte eine parallele Beinstellung beim Fahren dennoch eher schwer m√∂glich werden. Dennoch sorgt die Perforation des Trittbretts f√ľr einen sehr guten und sicheren Grip. Selbst wenn es ein wenig feucht ist (ja, wir wurden von einem kleinen Regenschauer √ľberrascht), gibt es kein Wegrutschen auf dem Trittbrett.

Alles in allem bringt der iconBit IK-1969k ein sehr sicheres und f√ľr den Preis angemessenes Fahrgef√ľhl mit sich!

Die Lenkerh√∂he von 113cm (insgesamt) liegt rund 6 cm unter dem beliebten Sharingscooter SXT MAX und der Lenker ist nicht verstellbar. F√ľr Menschen √ľber 1,90m eignet sich der Scooter folglich weniger.

Fahrwerk
84 %

Die iconBIT IK-1969K-Bremsen

Der iconBit IK-1969k verf√ľgt, wie bereits beschrieben, √ľber eine Scheibenbremse am Hinterrad sowie eine elektrische Rekuperationsbremse vorne. Dadurch wird der Akku bei Bremsvorg√§ngen ein kleines bisschen nachgeladen. Doch: Wie zuverl√§ssig sind die Bremsen wirklich?

iconBit IK-1969k Bremsen
Die Bremsen des iconBit IK-1969k

Unser Fazit:

Die Scheibenbremse zieht gut und zuverl√§ssig an. Durch das eher h√∂here Gewicht kommt der Scooter schnell zum Stehen und l√§sst dahingehend kaum W√ľnsche offen. Im Test bremste der E-Scooter bei fast 20 km/h mit Bet√§tigung beider Bremsen bis zum Stillstand rund 3,6m. Nur mit der Hinterradbremse lag der Bremsweg bei ca. 4m und die elektrische l√∂ste sich nach 4,5m zum Ausrollen.

Zwar ist die Bremsleistung nicht ganz so hoch wie beim SoFlow SO2, f√ľr rund 200‚ā¨ weniger kann man aber auch definitiv nicht viel mehr erwarten! Dem sicheren Fahren tut dies aber keinen Abbruch.

Bremsen
84 %

Akku und Reichweite im Alltag

Der iconBit IK-1969k ist, wie bereits erwähnt, mit einem 36 V 7,5Ah Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben maximal 25 Kilometer erreichen soll. Das mitgelieferte Ladegerät lädt den Akku in ca. viereinhalb Stunden voll auf. Bei uns hat es tatsächlich nur 4 Stunden gebraucht.

Die angegebene Reichweite von 25 Kilometern konnten wir selbst mit einer nur 54 Kilogramm schweren Person leider nicht erreichen. Wir kamen dort auf knapp √ľber 20 Kilometer. Die tats√§chliche Reichweite ist jedoch nat√ľrlich von vielen Faktoren abh√§ngig wie Zuladung, Steigungen, Start-Stopp an Ampeln etc..

Mit 80 Kilogramm Zuladung lagen wir bei lediglich 14 Kilometern. Das ist zwar f√ľr den Preis immernoch ein ganz guter Wert, dennoch w√§re nat√ľrlich ein Wert n√§her an den Herstellerangaben sch√∂n gewesen.

Akku
76 %

iconBIT IK-1969K Test-Erfahrungen: Das Fazit

Der iconBIT IK-1969K gehört definitiv zu den besten Low-Price-Modellen.

Zwar sind sein etwas h√∂heres Gewicht und die damit einhergehende Portabilit√§t sowie die geringere Reichweite nicht gerade von Vorteil, dennoch bekommt man hier f√ľr sein Geld einen sehr sch√∂nen Scooter mit vergleichsweise hohem Fahrkomfort.

Wer maximal 400‚ā¨ ausgeben m√∂chte, macht hier sicherlich nichts falsch. Sollte man ein kleines bisschen mehr ausgeben k√∂nnen, empfehlen wir ein Upgrade in die Mittelklasse, zum Beispiel mit einem ePF-1.

Testergebnis
83%
April 2022

Seb ist ‚Äěder Techniker‚Äú unter den Scooterianern. Als Berliner wei√ü er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit ‚ÄěIck gloob‚Ķ‚Äú anf√§ngt. Neben der E-Mobilit√§t ist Seb begeisterter Radfahrer.