Der iScooter i9M kostet aktuell 248,99 € und ist damit einer der günstigsten E-Scooter mit Straßenzulassung, die du derzeit kaufen kannst. In unserem Test erreicht er 69,04 % – bewertet nach unserem Last-Mile-Profil, denn genau dafür ist dieser Scooter gebaut.
Wir haben den i9M viermal komplett leer gefahren, auf Stadtstrecken, Landstraßen und einer Mischstrecke mit Feldwegen. Im Schnitt kamen dabei 17 km heraus – der Hersteller verspricht 30 km. Warum das trotzdem kein K.-o.-Kriterium sein muss und für wen sich der i9M wirklich lohnt, liest du hier.
Unser erster Eindruck: leicht, schlicht, ohne Schnickschnack
Mit 14 kg gehört der iScooter i9M zu den leichtesten E-Scootern mit ABE, die wir bisher auf der Waage hatten. Das merkst du schon beim Auspacken: Der Scooter lässt sich mit einer Hand aus dem Karton heben und ohne Mühe die Treppe hochtragen.

Optisch bleibt der i9M unauffällig. Das Design ist generisch und erinnert an zahlreiche andere Modelle aus chinesischer Fertigung. Der Rahmen ist vollständig lackiert, die Lackqualität liegt auf Standardniveau. Verbaut sind durchweg No-Name-Komponenten – bei diesem Preis ist das zu erwarten.
Beim Aufbau gab es einen Punkt, der uns aufgefallen ist: Die Fixierung des Klappmechanismus war ab Werk sehr straff eingestellt. Nach einer kurzen Nachjustierung ließ sich der Scooter sauber klappen und verriegeln. In unserem Video habe ich im ersten Schritt den Klappmechanismus moniert – zu unrecht wie sich später zeigen sollte.
Die technischen Daten des iScooter i9M im Überblick
Bevor wir in den Test einsteigen, findest du hier alle Spezifikationen des iScooter i9M auf einen Blick.

| Akku wechselbar | |
| Akkukapazität (Ah) | 7,5 Ah |
| Akkukapazität (Wh) | 270 Wh |
| Akkuspannung | 36 V |
| App | iOS, Android |
| Bereifung | Luftreifen |
| Bremse hinten | Scheibenbremse |
| Bremse vorne | Elektronische Bremse |
| Display | Tempo, Modus, Akku |
| Elektrische Bremse | |
| Federung hinten | |
| Federung vorne | |
| Gewicht | 14 kg |
| Ladezeit | 4 h |
| Lenker verstellbar | |
| Max. Belastung | 120 kg |
| Max. Geschwindigkeit | 20 km/h |
| Maße (H x B x L) | 116,0 x 44,0 x 117,0 cm |
| Nennleistung | 420 W |
| Reichweite | 30 km |
| Reifendurchmesser | 10 Zoll |
| Schaltung / Gas | Daumengas |
| Spitzenleistung | 500 W |
| Steigleistung | 25 % |
| Testreichweite | 17 km |
| Wasserdichtigkeit | IPX4 |
| Wegfahrsperre | Per App |
| Listenpreis | 248,99 € |
Ein Punkt sorgt regelmäßig für Verwirrung: Der Hersteller bewirbt den i9M mit 500 W. Das ist die Spitzenleistung. Die Nennleistung liegt bei 420 W – und diese zählt beim ganz normalen Fahren im Alltag. Dazu kommt ein 36-V-Akku mit 7,5 Ah, was 270 Wh entspricht. Das ist wenig, erklärt aber auch das niedrige Gewicht.
💡 Die Akkukapazität gibt mehr Indikation über die Reichweite
Vergleiche bei günstigen E-Scootern immer die Wattstunden des Akkus, nicht die beworbene Reichweite. 270 Wh reichen physikalisch schlicht nicht für 30 km bei durchgehend 20 km/h.
Wie sich der i9M gegen die Konkurrenz schlägt, siehst du in unserem großen E-Scooter Test.
Verarbeitung: solide für den Preis, aber ohne Highlights
Der wichtigste Punkt vorweg: Am i9M klappert nichts. Weder an der Lenkstange noch am Trittbrett haben wir Spiel festgestellt, und auch nach mehreren Testfahrten auf Feldwegen blieb das so. Für einen Scooter unter 250 € ist das ein gutes Ergebnis.
Der Materialmix aus Aluminium und Kunststoff wirkt solide, bleibt aber deutlich unter dem, was du bei Modellen ab 500 € bekommst. Der Rahmen ist komplett lackiert, die Lackqualität bewegt sich auf Standardniveau.

Das Display ist der schwächste Punkt in dieser Kategorie. Es zeigt Tempo, Modus und Akkustand an, mehr nicht, und bei direkter Sonneneinstrahlung fällt die Ablesbarkeit spürbar ab. Dafür ist das Display hochauflösend – was mir beim Fahren aber nicht sonderlich viel bringt.
Der Lenker selbst ist schmal gehalten, was zum kompakten Gesamtkonzept passt.

Bei der Bereifung setzt iScooter auf 10-Zoll-Luftreifen mit Schlauch. Tubeless wäre pannensicherer, aber Luftreifen in dieser Größe sind an einem Scooter dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich – der Todimart T3 ABE zeigt, wie unkomfortabel es mit kleineren Rädern wird.
Die zulässige Zuladung liegt bei 120 kg. Beim Schutz gegen Wasser und Staub bleibt es bei IP54 – Spritzwasser ist kein Problem, längere Fahrten im Starkregen solltest du vermeiden.
Insgesamt erzielt der iScooter i9M für die Verarbeitung ein Ergebnis von 67,8 %.
iScooter i9M im Test: Reicht der Motor für regelmäßiges Pendeln?
Der Motor des i9M leistet 420 W dauerhaft und 500 W in der Spitze. Das klingt nach wenig, reicht im Stadtverkehr aber aus. Die Steigleistung gibt iScooter mit bis zu 30 % an, der Antritt fällt normal aus – sportlich ist etwas anderes. Gerade die Steigleistung halten wir für unrealistisch, da deutlich leistungsstärkere Modelle wie der ePF-SKATE einen vergleichbaren Wert angibt aber insgesamt deutlich souveräner wirkt.

Zwei Dinge haben uns positiv überrascht. Erstens bleibt der Motor leise, ein deutliches Summen wie bei manchen Billigmodellen gibt es nicht. Zweitens gab es keinen extremen Leistungseinbruch bei niedrigem Akkustand. Der i9M zieht bei niedriger Restkapazität noch ähnlich stark an wie bei voller Ladung – das ist bei günstigen E-Scootern keineswegs Standard.
Die Höchstgeschwindigkeit haben wir nicht über den Tacho, sondern per GPS-Messung überprüft. Auf ebener Strecke kommen dabei gut 21,4 km/h zusammen – die üblichen Toleranzen bei ABE-Scootern werden also nicht komplett ausgenutzt. Auf dem Display stehen allerdings immer die 20 km/h.

Für die Kategorie Motor stehen am Ende 77,6 %. Das reicht für kurze Wege in der Stadt problemlos, an längeren Steigungen mit schwereren Fahrern gehen dem i9M aber sichtbar die Reserven aus. Grundsätzlich ist der iScooter i9M gerade für leichtere Fahrer eine echte Alternative.
Fahrverhalten: hier zeigt der i9M im Test seine größte Schwäche
Mit 50,2 % ist das Fahrverhalten die mit Abstand schwächste Kategorie im Test. Der Grund ist schnell erklärt: Der i9M hat keine Federung, weder vorne noch hinten. Alles, was der Untergrund an Stößen liefert, landet über die Lenkstange bei dir.
Ganz so hart, wie die Zahl vermuten lässt, fällt der Fahreindruck in der Praxis aber nicht aus. Die 10-Zoll-Luftreifen schlucken einiges und gleichen einen Teil der fehlenden Federung aus. Auf Asphalt und gepflegten Radwegen kommst du damit gut zurecht. Bequem ist es nicht, für die Preisklasse geht es in Ordnung – und im Vergleich zum Todimart T3 ABE mit seinen kleineren Rädern ist es ein deutlicher Fortschritt.

Auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen wird es dann wirklich unangenehm. Ergonomie, Fahrstabilität und Kurvenverhalten bewegen sich alle im Mittelfeld. Ein Zero Start fehlt, du musst also vor jedem Losfahren anschieben.
Wie alltagstauglich präsentiert sich der iScooter i9M im Test?
Die größte Stärke des i9M sind seine 14 kg. Damit ist er einer der wenigen ABE-Scooter, die du problemlos in Bus und Bahn mitnehmen, über eine Treppe tragen oder in einen kleinen Kofferraum legen kannst. Zusammengeklappt misst er 116 × 44 × 50 cm.

Der Klappmechanismus geht nach der anfänglichen Nachjustierung leicht von der Hand und verriegelt sauber. Das Trittbrett fällt mittelgroß aus – es ist schmal, dafür aber lang. Für kurze Wege reicht die Fläche, für längere Fahrten in entspannter Haltung ist sie zu knapp bemessen.

Reichweitentest: 17 km statt 30 km
Wir haben den Akku des i9M viermal vollständig entladen, auf unterschiedlichen Profilen: reine Stadtstrecke, Landstraße und eine Mischstrecke mit Feldwegen. Die Rahmenbedingungen waren dabei identisch.
- Fahrergewicht: 90 kg
- Fahrmodus: Drive (20 km/h)
- Außentemperatur: 18 Grad
- Ergebnis: 17 km im Mittel über vier Fahrten
Das sind rund 43 % unter der Herstellerangabe von 30 km – ein deutlich größerer Abstand als der Durchschnitt von etwa 15 %, den wir über unser gesamtes Testfeld sehen. Bei einem 270-Wh-Akku und 90 kg Fahrergewicht ist das allerdings erklärbar. Wer leichter ist und im ECO-Modus fährt, kommt spürbar weiter und dürfte sogar die 30 km schaffen.
💡 Unsere Einschätzung der realistischen Reichweite
Rechne bei diesem Scooter mit 15 bis 20 km pro Ladung. Für den Weg zur Bahn und zurück reicht das locker, für den kompletten Arbeitsweg quer durch die Stadt planst du besser eine Lademöglichkeit ein.
Der Akku ist fest verbaut und nach rund 4 Stunden wieder voll. Mit 74,98 % liegt die Alltagstauglichkeit trotz der schwachen Reichweite im soliden Bereich – das niedrige Gewicht wiegt im Last-Mile-Profil schwer.
Sicherheit: die Bremsen überzeugen, die Beleuchtung nicht
Der iScooter i9M bremst vorne elektronisch über den Motor und hinten mit einer Scheibenbremse. Diese Kombination klingt auf dem Papier schwach, funktioniert in der Praxis aber besser als erwartet: Die Bremsen greifen zuverlässig und lassen sich fein dosieren, ein plötzliches Blockieren gab es im Test nicht.
Unsere Messwerte aus 20 km/h:
- Vorderradbremse: 3,53 m
- Hinterradbremse: 3,53 m
- Kombiniert: 3,53 m

Das sind brauchbare, keine herausragenden Werte. Zum Vergleich: Der iScooter T4 kommt mit zwei Scheibenbremsen kombiniert auf 2,74 m. Für das Tempo und das Gewicht des i9M reicht die Verzögerung im Alltag aber aus.
Bei der Beleuchtung wird gespart. Front- und Hecklicht liefern eine eher durchschnittliche Ausleuchtung, die für beleuchtete Stadtstraßen reicht. Auf unbeleuchteten Wegen kommst du damit an die Grenze.

Deutlich kritischer sehen wir zwei fehlende Features: Es gibt kein Bremslicht und keine Blinker. Gerade im Stadtverkehr, wo der i9M zu Hause ist, fehlt damit die Möglichkeit, dich klar verständlich zu machen. Handzeichen bleiben deine einzige Option und aufgrund des schmalen Aufbaus sind diese eher riskant beim Fahren.
In der Summe stehen 73,7 % für die Sicherheit.
App: die iScooter Club App macht ihre Sache ordentlich
Der i9M nutzt die iScooter Club App für iOS und Android. Das ist eine gute Nachricht, denn sie ist der MiniRobot App klar überlegen, die wir beim iScooter T4 noch scharf kritisiert haben.
Die Einrichtung geht schnell, die Bluetooth-Verbindung blieb im Test stabil. Angezeigt werden Geschwindigkeit, Akkustand und Restreichweite. Was uns besonders gut gefällt: Es gibt eine funktionierende elektronische Wegfahrsperre – in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich.
Was fehlt, ist ein Zugangsschutz für die App selbst und die Möglichkeit, Firmware-Updates aufzuspielen. Mit 77,1 % ist die Konnektivität trotzdem eine der stärkeren Kategorien im Test.
Die Vor- und Nachteile des iScooter i9M im Test
Alle wichtigen Punkte aus unserem Test noch einmal kompakt zusammengefasst:
- Mit 14 kg einer der leichtesten E-Scooter mit ABE
- Zusammengeklappt sehr kompakt, ÖPNV-tauglich
- 10-Zoll-Luftreifen gleichen die fehlende Federung teilweise aus
- Bremsen greifen zuverlässig und lassen sich fein dosieren
- Motor arbeitet leise
- iScooter Club App mit stabiler Verbindung und Wegfahrsperre
- Nichts klappert, Klappmechanismus arbeitet sauber
- Sehr niedriger Einstiegspreis mit Straßenzulassung
- Keine Federung an Vorder- und Hinterachse
- Kein Bremslicht und keine Blinker
- Akku fest verbaut
- Einfaches Display mit schwacher Ablesbarkeit bei Sonne
- Nur IPX4, Regenfahrten solltest du vermeiden
- Kein Zero Start, Anschieben ist Pflicht
Fazit: Für die letzte Meile ein fairer Deal
Der iScooter i9M erreicht in unserem Test 69,04 % und landet damit im unteren Mittelfeld. Das klingt schlechter, als es ist – denn dieser Scooter will nichts anderes sein als ein günstiger Begleiter für kurze Wege, und das erfüllt er.
Seine Stärken sind eindeutig: 14 kg, kompakte Klappmaße, zuverlässige Bremsen und eine App, die im Gegensatz zu vielen Billiglösungen tatsächlich funktioniert. Dass am Scooter nichts klappert, spricht für eine ordentliche Fertigung.
Die Schwächen solltest du aber kennen, bevor du kaufst. Die fehlende Federung macht längere Fahrten anstrengend, die Testreichweite von 17 km liegt weit unter der Herstellerangabe, und ohne Bremslicht und Blinker fehlen zwei Ausstattungsmerkmale, die wir mittlerweile als Standard ansehen.
Unterm Strich: Wenn du für 250 € einen leichten, zugelassenen E-Scooter für die letzte Meile suchst, bekommst du hier ein faires Paket. Wenn du täglich 20 km und mehr pendelst oder Wert auf Fahrkomfort legst, greifst du besser zu einem Modell aus unserem großen E-Scooter Vergleich.
Häufige Fragen zum iScooter i9M
Ja. Der i9M wird mit einer allgemeinen Betriebserlaubnis nach eKFV ausgeliefert und darf in Deutschland auf Radwegen und Straßen gefahren werden. Eine gültige Versicherungsplakette brauchst du zusätzlich.
In unserem Test waren es 17 km im Mittel über vier vollständige Entladungen – bei 90 kg Fahrergewicht, im Modus Drive und bei 18 Grad. Der Hersteller gibt 30 km an. Wer leichter ist und im ECO-Modus fährt, kommt weiter, die 30 km sind mit einem 270-Wh-Akku aber kaum zu erreichen.
Der i9M wiegt 14 kg und gehört damit zu den leichtesten E-Scootern mit Straßenzulassung. Das macht ihn besonders interessant, wenn du ihn regelmäßig tragen oder im ÖPNV mitnehmen willst.
Nein, weder vorne noch hinten. Den Komfort übernehmen allein die 10-Zoll-Luftreifen. Auf Asphalt funktioniert das ordentlich, auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen wird es unangenehm.
Die iScooter Club App für iOS und Android. Sie zeigt Geschwindigkeit, Akkustand und Reichweite an und bietet eine elektronische Wegfahrsperre. Firmware-Updates lassen sich darüber nicht aufspielen.
Für alle, die einen günstigen E-Scooter für die letzte Meile suchen – also für den Weg zur Bahn, vom Parkhaus ins Büro oder für kurze Wege in der Stadt. Als Ersatz für das Auto auf längeren Strecken ist er nicht gedacht.




Kommentare