Zusammenfassung
Verarbeitung
56 %
Motor
67 %
Alltag
76 %
Fahrverhalten
34 %
Sicherheit
75 %
Konnektivität
68 %

Der Todimart T3 ABE gehört zu den günstigsten E-Scootern mit Straßenzulassung, die du in Deutschland bekommst. Beim Auspacken war ich kurz zurück im Jahr 2020: leicht, simpel, ohne Federung, mit einem Display, das man eher errät als abliest.

Genau deshalb war der Test spannend. Nicht die Frage, ob er mit teuren Modellen mithält — sondern was du für so wenig Geld tatsächlich bekommst.

Mit 11,8 Kilogramm ist er einer der leichtesten zugelassenen Scooter, die wir je gewogen haben. Im Gesamtergebnis sind es 64 Prozent. Im Kopf geblieben ist mir vor allem der Schotterabschnitt unserer Teststrecke.

Todimart T3 ABE im Test
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Todimart T3 ABE im Test
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Die technischen Daten des Todimart T3 ABE

Auf dem Papier ist der T3 ABE ein klassischer Einsteiger-Scooter ohne Überraschungen.

Todimart T3 ABE
Todimart T3 ABE
Listenpreis179,00 €

Vorteile
  • ABE-Zulassung — fahrbereit mit Versicherungsplakette, ohne Einzelabnahme
  • 11,8 kg und Ein-Klick-Faltung: lässt sich wirklich tragen
  • Kombinierter Bremsweg von 3,47 m aus 20 km/h
  • Display gut ablesbar
  • App für iOS und Android inklusive Firmware-Updates
Nachteile
  • Testreichweite 17 km bei 90 kg Fahrergewicht
  • Keine Federung — Fahrkomfort auf schlechtem Untergrund schwach
  • Spürbarer Leistungseinbruch bei sinkendem Akkustand
  • Kleines Trittbrett, wenig Platz für die Füße
  • Keine Blinker und keine Wegfahrsperre
  • Display technisch veraltet — nur Tempo und Akku-Balken

Auch der Todimart T3 bietet einige technischen Highlights:

  • 11,8 Kilogramm: Der auffälligste Wert im ganzen Datenblatt. Typische Mittelklasse-Scooter wiegen zwischen 20 und 27 Kilogramm. Dieser Unterschied entscheidet im Alltag darüber, ob du den Scooter die Treppe hochträgst oder ihn unten stehen lässt.
  • 36 Volt Bordspannung: Oberhalb der 400-Euro-Marke arbeiten die meisten Scooter mit 48 Volt. Weniger Spannung bedeutet, dass die Leistung früher nachlässt, wenn der Akku leerer wird. Auf den letzten Kilometern merkst du das deutlich.
  • 8,5 Zoll Honeycomb-Reifen, keine Federung: Diese Kombination prägt das Fahrverhalten stärker als jede Wattzahl im Datenblatt.

Verarbeitung: Günstig gebaut, und dazu steht er

Der T3 ABE macht keinen Hehl daraus, was er ist. Das Design ist generisch, diese Silhouette siehst du bei einem Dutzend Einstiegsmodellen. Eine eigene Handschrift hat Todimart hier nicht entwickelt.

Todimart T3 ABE in der Seitenansicht

Lackiert ist nur ein Teil des Rahmens, die Qualität ist Standard. Der Materialmix geht in Ordnung, der Aluminiumrahmen wirkt solide. Verbaut sind durchgehend No-Name-Komponenten. Das ist nicht automatisch schlecht, bedeutet aber: Bei einem Defekt bestellst du kein Markenersatzteil, sondern suchst, was passt.

Todimart-Schriftzug auf der Lenkstange des T3 ABE

Beim Display hatte ich nach dem ersten Eindruck Schlimmeres erwartet. Es lässt sich gut ablesen, auch bei Sonne. Auf dem Stand der Technik ist es trotzdem nicht: Du siehst dein Tempo und einen Akku-Balken. Das war es.

Lenker und Display des Todimart T3 ABE
Lenker und Display des Todimart T3 ABE

Beim Wetterschutz liegt der Scooter mit IPX5 und IP5X im Mittelfeld. Leichter Regen macht ihm nichts aus.

Unterm Strich wirkt der T3 ABE günstig, und das passt zu dem, was er kostet. 56 Prozent sind kein gutes Ergebnis, aber ein ehrliches.

Verarbeitung
56 %

Der Todimart T3 im Test: Solider Motor bei ausreichendem Akkustand

350 Watt Nennleistung, 500 Watt in der Spitze, verbaut im Vorderrad. Das ist Einstiegsklasse, und für den Zweck reicht es.

Der Antritt ist mit vollem Akku in Ordnung. Wenn du schon mal auf einem Leih-Scooter von Lime gestanden hast, weißt du ungefähr, was dich erwartet: dieselbe Größenordnung, kein Sportgerät. An das Anzugsverhalten eines Trittbrett Kalle kommt der T3 ABE nicht heran, der kostet allerdings auch deutlich mehr.

Gemessen haben wir 22 km/h. Die ABE erlaubt 20, die Differenz ist übliche Tachotoleranz.

Positiv aufgefallen ist mir der bürstenlose Motor. Er läuft spürbar leise, und das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit.

Ab zwei Balken wird es zäh

Sinkt der Akku auf zwei Balken, lässt die Leistung merklich nach. Solange du darüber liegst, schafft der Scooter auch Steigungen problemlos. Das ist die Kehrseite der 36 Volt aus dem Datenblatt.

Todimart gibt die Steigfähigkeit mit 15 Grad an, das entspricht rund 27 Prozent. Bei ausreichendem Akkustand hält der T3 ABE das auch.

67 Prozent für den Motor — getragen von Tempo und Steigleistung, gebremst vom Leistungsabfall.

Motor
67 %

Fahrverhalten: Auf Asphalt gut, daneben wird es hart beim Test des Todimart T3

Auf ebenem Asphalt fährt sich der T3 ABE wirklich gut. Das ist allerdings keine Kunst, das schafft heute praktisch jeder Scooter.

Interessant wurde es daneben. Unsere Teststrecke hat einen Schotterabschnitt, und der hat gezeigt, was fehlende Federung im Alltag bedeutet: Der Scooter gibt jeden Schlag ungefiltert weiter. Mit leicht angewinkelten Knien war es in Ordnung, angenehm ist trotzdem etwas anderes.

Dazu kam ein deutliches Klappern. Bei diesem Preis überrascht mich das nicht, erwähnen will ich es trotzdem.

8,5-Zoll-Honeycomb-Reifen des Todimart T3 ABE

Auf Feldwegen dasselbe Bild. Bodenwellen kommen direkt in den Beinen an. Und selbst auf Pflasterstraßen hörst du jeden einzelnen Stein, spüren tust du ihn auch.

Der Grund steht im Datenblatt: keine Federung, weder vorne noch hinten, dazu 8,5-Zoll-Honeycomb-Reifen ohne Luftpolster. Wenn du für die letzte Meile mehr Komfort brauchst, ist der Pure Flex die deutlich angenehmere Alternative — dasselbe Einsatzprofil, spürbar besseres Fahrgefühl.

Die Ergonomie ist Einstiegsklasse, im wörtlichen Sinn. Die Lenkerhöhe ist fix, anpassen lässt sich nichts. Das Trittbrett ist schmal und klein, versetzt stehen funktioniert kaum. Die Griffe sind rund und normal gummiert — nichts Besonderes, aber auch nichts, was stört. Genau das findest du bei den meisten E-Scootern bis 500 €.

Unruhig wird der Scooter dabei nicht. Bei höherem Tempo fühlt er sich trotzdem nicht sonderlich sicher an. Kein Defekt, kein Fahrfehler — einfach das Gefühl, das ein günstiger Einstiegsroller vermittelt.

Einen Zero Start gibt es nicht, du musst also immer anschieben. Bei einem Modell mit Straßenzulassung ist das ohnehin vorgeschrieben. 34 Prozent sind der schwächste Wert im gesamten Test. Diese Zahl misst den T3 ABE am Gesamtmarkt, also auch an vollgefederten Scootern aus deutlich höheren Preisklassen. Auf glattem Asphalt erfüllt er seinen Zweck.

Fahrverhalten
34 %

Beim Alltagstest kann der Todimart T3 überzeugen

11,8 Kilogramm. Das ist die Zahl, die diesen Scooter interessant macht.

Wir haben ihn getragen, und er ist wirklich verdammt leicht. Das Falten geht schnell, die Fixierung hält zuverlässig, zusammengeklappt ist er kompakt. Im Auto nimmt er kaum Platz weg — ein Unterschied, den du sofort merkst, wenn vorher ein 25-Kilo-Gerät im Kofferraum lag.

Und dann die Reichweite. 17 Kilometer sind wir gekommen, angegeben sind 30.

Bevor du das als Herstellermärchen abhakst: Unsere Messung war kein Schonprogramm. 31 Grad Außentemperatur, durchgehend volle Geschwindigkeit, gemischte Strecke aus Asphalt und Feldwegen, dazu Stadtverkehr mit einigen Steigungen. Und ich wiege 90 Kilogramm, Todimart rechnet mit 75.

Normreichweiten entstehen unter Idealbedingungen: ebene Strecke, gleichmäßiges Tempo, leichter Fahrer. Die 30 Kilometer sind nicht gelogen. Sie sind nur nicht das, was du im Alltag erlebst.

Praktisch heißt das: Bis etwa sieben Kilometer einfache Strecke kommst du hin und zurück, ohne zwischendurch zu laden. Brauchst du mehr, lohnt der Blick auf den iScooter E9T Max — der kam bei uns auf 33 Kilometer, wiegt dafür aber 15,5 Kilogramm.

Der Akku ist fest verbaut und braucht 3,5 Stunden für eine volle Ladung. Mitnehmen und im Büro laden fällt damit aus.

Beim Lieferumfang war ich positiv überrascht. Neben Ladegerät und Schrauben liegt Werkzeug bei — das lassen viele Hersteller in dieser Preisklasse weg.

76 Prozent und damit die stärkste Kategorie im Test.

Alltag
76 %

Der Todimart T3 kann mit guten Sicherheits-Features überzeugen

Der T3 ABE hat nur einen Bremsgriff. Ziehst du ihn, greifen alle Bremsen gleichzeitig: vorne die elektronische, hinten die Scheibenbremse. Getrennt dosieren geht nicht. Deshalb gibt es bei uns auch nur einen Bremswert statt der sonst üblichen drei.

Er liegt bei 3,47 Metern aus 20 km/h, und das ist ein guter Wert. Die Bremsen ziehen direkt an, lassen sich dabei aber fein dosieren. Nichts, wovor man Respekt haben müsste.

Frontlicht des Todimart T3 ABE
Das Frontlicht sitzt aufgesetzt und lässt sich im Winkel verstellen

Das Frontlicht macht seinen Job. Du siehst, wo du hinfährst, und gesehen wirst du auch. Mit der Ausleuchtung eines VMAX New VX4 kann es trotzdem nicht mithalten — das ist allerdings auch eine ganz andere Preisklasse. Praktisch gelöst: Die Leuchte sitzt aufgesetzt statt integriert, den Winkel kannst du also selbst anpassen.

Hecklicht des Todimart T3 ABE

Ein Bremslicht ist vorhanden. Blinker dagegen nicht, weder vorne noch hinten. Ich habe im Verkehr Handzeichen gegeben, so wie auf dem Fahrrad. Das funktioniert, verlangt aber kurzzeitig eine Hand vom Lenker — auf einem ungefederten Scooter ist das unangenehmer als auf dem Rad.

Eine Wegfahrsperre fehlt ebenfalls. Ein gutes Schloss gehört damit zur Grundausstattung, unsere Empfehlungen findest du im E-Scooter Schloss Vergleich.

Versicherung ist Pflicht

Mit ABE brauchst du keine Einzelabnahme beim TÜV, aber eine Versicherungsplakette. Ohne gültige Haftpflicht auf öffentlichen Straßen zu fahren, ist strafbar.

75 Prozent für die Sicherheit — solide Bremsen und brauchbares Licht, Abzüge für die fehlenden Blinker.

Sicherheit
75 %

App: Tuya macht ihre Sache besser als erwartet

Gesteuert wird der T3 ABE über die Tuya-App. Das ist keine Todimart-Eigenentwicklung, sondern eine Plattform, die auch Lampen, Steckdosen und Heizungsthermostate bedient. Man merkt ihr das an, und zwar im positiven Sinn: Das Design ist modern, die Einrichtung dauert keine zwei Minuten, die Bluetooth-Verbindung stand bei uns stabil.

Für die Bedienung vergeben wir eine 2,0. In dieser Preisklasse hatte ich das nicht erwartet.

Angezeigt werden Geschwindigkeit, Akkustand und Restreichweite. Firmware-Updates spielst du ebenfalls über die App ein.

Was fehlt, sind eine Wegfahrsperre und ein Zugangsschutz für die App. Die Wegfahrsperre kostet in unserer Bewertung die meisten Punkte in dieser Kategorie. Der fehlende Zugangsschutz wiegt weniger schwer, gehört aber erwähnt: Wer dein entsperrtes Handy in der Hand hält, hat auch Zugriff auf den Scooter. Ein ordentliches Schloss übernimmt hier die Aufgabe, die die Elektronik nicht leistet.

68 Prozent für die Konnektivität.

Konnektivität
68 %

Die Vor- und Nachteile des Todimart T3

Bei unserem Test des Todimart T3 sind uns einige Vor- und Nachteile aufgefallen. Eine Übersicht möchte ich dir im Folgenden zeigen:

Das gefällt uns
  • Mit 11,8 kg sehr leicht
  • Viel Scooter für den geringen Preis
  • Gute Bremsleistung, obwohl nur ein Bremssystem
  • Die Tuya-App kombiniert gute Bedienung mit modernem Design
  • Guter E-Scooter für die letzte Meile
Das stört uns
  • Keine Federung
  • Spürbarer Leistungsverlust
  • Keine Blinker
  • Altbackenes Display

Fazit: Der Todimart T3 ist ein gutes Einstiegsmodell

64 Prozent. Der Todimart T3 ABE punktet genau dort, wo unser Bewertungsframework am stärksten gewichtet: im Alltag. 76 Prozent bei 35 Prozent Gewichtung tragen das gesamte Ergebnis. Punkte verliert er beim Fahrverhalten, und das ist konstruktionsbedingt. Ohne Federung und mit 8,5-Zoll-Reifen geht es schlicht nicht besser.

Würde ich ihn selbst kaufen? Nein. Ich greife lieber zu einem hochwertigeren Modell. Das ist persönliche Präferenz und kein Urteil über den Scooter — als Einstieg in den Markt taugt er.

Wer ein Gerät für kurze Strecken braucht und es regelmäßig in Bus und Bahn mitnimmt, kann zugreifen. Genau dafür ist der T3 ABE gebaut, und genau das macht er gut.

Wer damit pendeln will, sollte etwas anderes kaufen. 17 Kilometer sind keine Basis für eine tägliche Strecke mit Reserve.

Und wenn mehr Budget da ist? Dann lohnt zuerst der Blick auf die Modelle von iScooter. Reicht es noch weiter, wirst du bei ePowerFun, VMAX, Streetbooster oder Trittbrett fündig. Auch Xiaomi und Segway bauen hervorragende E-Scooter für vergleichsweise wenig Geld. Einen Überblick gibt unsere Bestenliste.

Testergebnis
64 %
August 2026

Häufige Fragen zum Todimart T3

Wie weit kommt der Todimart T3 ABE wirklich?

17 Kilometer bei 90 Kilogramm Fahrergewicht, 31 Grad Außentemperatur und voller Geschwindigkeit auf gemischter Strecke. Todimart gibt 30 Kilometer an, gerechnet mit 75 Kilogramm unter Idealbedingungen. Für Hin- und Rückfahrt solltest du mit maximal sieben Kilometern einfacher Strecke planen.

Braucht der Todimart T3 ABE eine Versicherung?

Ja. Die ABE erlaubt das Fahren auf öffentlichen Straßen, aber nur mit gültiger Versicherungsplakette. Ohne Versicherung zu fahren, ist strafbar.

Kann man den Akku wechseln?

Nein, der Akku ist fest verbaut. Zum Laden muss der komplette Scooter an die Steckdose, eine volle Ladung dauert etwa 3,5 Stunden.

Hat der Todimart T3 ABE Blinker?

Nein, und es gibt auch keine Variante mit Blinkern. Beim Abbiegen bleibt nur das Handzeichen wie auf dem Fahrrad.

Wie schnell fährt der Todimart T3 ABE?

Gemessen haben wir 22 km/h. Die ABE erlaubt 20 km/h, die Differenz ist die übliche Toleranz der Tachoanzeige.

Taugt der Todimart T3 ABE für schwerere Fahrer?

Freigegeben ist er bis 120 Kilogramm, empfohlen sind 75. Bei meinen 90 Kilogramm lief er problemlos, die Reichweite sinkt entsprechend.


Seb ist „der Techniker“ unter den Scooterianern. Als Berliner weiß er auf alle Fragen zum Thema E-Scooter eine Antwort, die mit „Ick gloob…“ anfängt. Neben der E-Mobilität ist Seb begeisterter Radfahrer.

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