999 € für ein E-Bike mit Drehmomentsensor, hydraulischen Scheibenbremsen und 9-Gang-Kettenschaltung – das klingt nach einem Rechenfehler. Wir haben das Fiido C21 über mehrere Wochen im Alltag gefahren und zeigen in diesem Test, wo das E-Bike wirklich überzeugen kann.
Das C21 ist grundsätzlich ein gutes E-Bike. Immerhin gehört es mit nur 17,7 kg zu den leichteren Vertretern seiner Art. Zudem ist die Ausstattung für den aufgerufenen Preis ziemlich gut. Allerdings hat das Fiido C21 auch seine Nachteile – und diese werden wir dir in diesem Test ebenfalls aufzeigen.
Mit 81,5 % erzielt der Fiido C21 ein gutes Ergebnis und wie wir dieses berechnen erfährst du im weiteren Verlauf des Tests.
Fiido C21 Test: Diese Daten stecken im Leichtgewicht
Bevor wir uns um das den praktischen Eindruck des Fiido C21 kümmern, werfen wir im ersten Schritt einen Blick auf die technischen Daten.

| Bewertung | |
| Listenpreis | 999,00 € |
- 17,7 kg – das leichteste E-Bike in unserem Testfeld
- Kürzeste Bremswege im Test: 4,61 m aus 25 km/h
- Nur 2,088 Wh/km Verbrauch – Bestwert im Testfeld
- Mivice-Drehmomentsensor statt Trittfrequenzsensor
- Schnellste Beschleunigung im Feld: 7,0 s auf 25 km/h
- Hydraulische TEKTRO-Scheibenbremsen an beiden Rädern
- StVZO-fertig ab Werk inklusive 100-Lux-Scheinwerfer
- Reifen mit Pannenschutzeinlage
- Nur 22 Nm Drehmoment – schwächster Motor im Testfeld
- 208,8 Wh Akku – nur 43 km Reichweite bei sportlicher Fahrweise
- Akku fest verbaut, Laden nur am Rad
- Kein Schnellladen, volle Ladung dauert rund 5 Stunden
- Weder Front- noch Heckfederung
- Lenkerhöhe nicht verstellbar
- Kein Gepäckträger ab Werk (75 € Aufpreis)
- Kein USB-Port und kein Diebstahlalarm trotz App
Wir haben bereits zahlreiche E-Bikes im Test gehabt. Wie immer wollen wir uns an dieser Stelle auf drei relevante, technische Daten fokussieren:
- Das Gewicht: Mit 17,7 kg ist das Fiido C21 für ein E-Bike ein ziemliches Leichtgewicht. Das sieht man diesem Fahrrad auch an, denn das Design ist unauffällig und spricht eine ziemliche moderne Sprache. Zudem haben viele meiner Freunde auf dem ersten Blick nicht erkannt, dass es sich hierbei um ein E-Bike handelt.
- Akku: Das Fiido C21 setzt auf einen 208 Wh großen, besser gesagt kleinen, Akku. Blicken wir auf absolute Topmodelle wie das Deruiz Mica Pro mit seinen 740 Wh, dann fallen hier eklatante Unterschiede auf. Das geringe Gewicht ist auch nicht der besonderen Leichtbauweise geschuldet, sondern lässt sich auch mit der Akkugröße begründen.
- 40Nm: Hatte die erste Generation des Fiido C21 noch 22 Nm Drehmoment, so sind es inzwischen 40 Nm. Natürlich ist der Motor damit schwächer als der anderer Wettbewerber – trotzdem passt er eben hervorragend zu diesem Fahrrad.
Das C21 ist also kein abgespecktes normales E-Bike. Es ist eine konsequente Entscheidung gegen Reichweite und Kraft – zugunsten von Gewicht.

Verarbeitung im C21 Test: Modernes Design und minimalistische Ausstattung
Das Fiido C21 ist ein wirklich schönes Pedelec und auch in Sachen Verarbeitung kann dieses günstige E-Bike unsere Tester überzeugen. Gerade das niedrige Gewicht sorgt bei diesem E-Bike dafür, dass es von einer guten Bewertung profitiert – aber auch ohne die Waage hält das C21 mit.
Der 700C-Aluminiumrahmen wurde sauber gearbeitet. Die Verkabelung läuft selbst im Rahmen, lediglich am Lenker sind die Kabel noch außenliegend. Das schönste bei diesem E-Bike ist der integrierte Akku, der komplett im Unterrohr verschwindet. Zudem ist der Akku klein dimensioniert, sodass das Unterrohr nicht unnötig dick aufbaut.
Beim Lack gibt es nichts zu meckern – gleichmäßiger Auftrag, keine Läufer oder Lacknasen an den Rohrübergängen, nach mehreren Regenfahrten und dem einen oder anderen Kontakt mit einem Fahrradständer keine Macken. Volle Punktzahl.
Erst auf den zweiten Blick fällt auf, wo Fiido spart. Die Schweißnähte sind nicht verschliffen, sondern sauber gesetzt und stehen gelassen.
Die Verarbeitungsqualität zeigt sich erst auf dem zweiten Blick
Inzwischen sind fast alle E-Bikes auf einem soliden Verarbeitungsniveau. Offensichtliche Unterschiede bei Aluminium-Fahrräder sind etwas die Schweißnähte. Bei hochpreisigen Modellen werden die Schweißnähte geglättet, bei günstigeren nicht. Zudem sind selbst zwischen den Schweißnähten teilweise Qualitätsunterschiede ersichtlich.
Am Steuerrohr sieht man sie deutlich. Das ist bei 999 € vollkommen in Ordnung – nur eben nicht die Klasse, in der man Nähte mit dem Finger suchen muss. Dasselbe gilt für Schrauben und Beschläge: sie sind solide, aber nichts Besonderes. Nach den Testwochen war allerdings auch keine einzige Schraube nachzuziehen dafür gab es nach mehreren Regenfahrten leichten Flugrost zu sehen.

Mit Blick auf die verbauten Komponenten wird der Preis dann sichtbar, denn Fiido verbaut beim C21 nicht nur Markenkomponenten. Vielmehr kommt es auf den Einsatzzweck an und die hochwertigen Teile landen da, wo es zählt:
Was uns besonders gut gefällt, ist das Design. Das C21 bekommt in dieser Position die volle Punktzahl – schlanke Rohre, keine aufgeklebten Logos, kein sichtbares Akkugehäuse. Das ist gleichzeitig der subjektivste Posten im ganzen Testverfahren, das sagen wir dazu. Aber es ist eines der wenigen E-Bikes, bei denen dich am Fahrradständer niemand fragt, ob das ein E-Bike ist.
Am Ende steht eine Teilbewertung von 88 %. Übrigens haben wir im Test 17,7 kg gewogen statt der 17,5 kg, die der Hersteller angibt.
Fiido C21 Erfahrungen zur Performance: flott an der Ampel, kurzatmig am Berg
Das Fiido C21 zeigt sich in unserem Test von zwei Seiten. Lass uns hier mit der guten Seite starten, denn das Fiido bietet eine knackige und spaßige Beschleunigung. Das liegt nicht nur am Motor, sondern auch am vergleichsweise geringen Gewicht. Bei unserer GPS-Messung konnten wir 25,31 km/h messen – damit bewegt sich das Fiido C21 im gesetzlich zulässigen Rahmen.

Der Drehmomentsensor ist das eigentliche Argument. Ein Mivice S200 misst, wie kräftig du trittst, und regelt die Unterstützung entsprechend. Somit gibt es nicht dieses Ein-Aus-Verhalten wie bei den Trittfrequenzsensoren, die in dieser Preisklasse die Regel sind. Du trittst an, und der Motor kommt mit, statt dich anzuschieben. In dieser Preisklasse ist das nicht selbstverständlich.
Angenehm ist auch, dass der Motor im Leerlauf kaum Widerstand erzeugt. Mit ausgeschaltetem System fährt sich das C21 wie ein normales Rad.
Und jetzt die andere Hälfte. 40Nm sind heute keine weltbewegende Motorleistung. Auf der Ebene fällt das nicht auf, weil das geringe Gewicht das ausgleicht. Sobald es aber ernsthaft bergauf geht, ist das C21 kein E-Bike mehr, sondern eher ein leichtes Fahrrad mit leichter Unterstützung.
Bei mir liegt auf dem Arbeitsweg ein kurzer, steiler Anstieg. Mit dem C21 bin ich dort in den zweiten oder dritten Gang runter und habe dann ordentlich getreten. Wer aus einer hügeligen Gegend kommt und ein E-Bike kauft, damit die Steigungen nicht mehr so anstrengend sind, wird hier enttäuscht. Das schlägt sich auch im Ansprechverhalten nieder, das wir mit 3,5 von 5 Punkten bewerten: Der Sensor arbeitet gut, ihm fehlt nur etwas die Kraft dahinter.
Immerhin: Mit 63 dB gehört das C21 zu den leisesten Rädern im Test. Vom Motor hörst du unterwegs praktisch nichts, das lauteste Geräusch ist das Abrollen der Gravelreifen.
💡 Was die 9-Gangschaltung beim Fiido C21 bedeutet
Die 9-Gang-Kettenschaltung mit 11–32T-Kassette ist bei diesem Rad eine wirklich sinnvolle Konfiguration. Da der Motor am Berg wenig beisteuert, brauchst du die Bandbreite. Gewöhn dir von Anfang an an, früh runterzuschalten – anders als bei einem 90-Nm-Mittelmotor kannst du dich hier nicht darauf verlassen, dass der Motor deinen zu großen Gang schon irgendwie wegdrückt.
Schlussendlich überzeugt die Performance für ein E-Bike dieser Preisklasse und es gibt in unserem Test 84 %.
Reichweite im C21 Test: Niedriger Verbrauch und geringe Reichweite
Auf dem Papier verbraucht das Fiido C21 2,088 Wh pro Kilometer. Damit ist dieses E-Bike eines der sparsamsten Modellen am Markt. Technisch ist das eine echte Ansage und die logische Folge aus geringem Gewicht, schmalen Reifen und einem widerstandsarmen Nabenmotor.
Nur nützt der beste Verbrauch nichts, wenn der Akku zu klein ist. 208,8 Wh sind der kleinste Akku den wir bisher bei einem E-Bike hatten.
Fiido gibt bis zu 100 km an. Diese Zahl haben wir nicht erreicht – wie fast immer bei Herstellerangaben, die unter Laborbedingungen entstehen. Gemessen haben wir über die Testwochen:
Nachfolgend siehst du, wie weit wir mit dem Fiido C21 im Test gekommen sind.
Für den Arbeitsweg reicht das gut. Bei 10 km pro Richtung kommst du im Normalmodus dreieinhalb Tage weit, ohne ans Ladegerät zu denken. Für eine Tagestour reicht es nicht mehr zuverlässig – 43 km im Sport-Modus sind eine Nachmittagsrunde aber keine richtige Tour.

Der zweite Punkt, der sich negativ auf die Bewertung niederschlägt, ist der fest verbaute Akku. Er lässt sich nicht entnehmen, geladen wird über den Port am Unterrohr – also nur dort, wo das Rad steht.
Ehrlicherweise ist das bei diesem Rad weniger schlimm als bei anderen. Bei 29 kg ist ein entnehmbarer Akku Pflicht, weil du das Rad nicht in die Wohnung trägst. Bei 17,7 kg trägst du eben das ganze Rad mit hoch. Trotzdem: Wer im vierten Stock ohne Aufzug wohnt und das Rad unten anschließt, hat hier ein Problem, das andere Räder nicht haben.
Eine volle Ladung dauert mit dem mitgelieferten 36-V-/2-A-Netzteil rund 3 Stunden. Schnellladen unterstützt das C21 nicht. Im Alltag hat uns das nicht gestört.
Am Ende erzielt das Fiido C21 in diesem Kapitel eine Bewertung von 71 % – fast alle fehlenden Punkte gehen auf Akkugröße, fehlende Entnahme und fehlendes Schnellladen.
Komfort im C21 Test: guter Sattel, aber keinerlei Federung
76 % – die zweitschwächste Kategorie, und hier ist der Grund schnell erzählt: Das C21 hat weder vorn noch hinten eine Federung. Eine brauchbare Federgabel wiegt zwischen 1,5 und 2,5 kg – mit ihr wäre das C21 kein Leichtgewicht mehr.
Hier hat Fiido sich entschieden ein leichtes Fahrrad zu bauen und die Entscheidung ist nachvollziehbar. Sie kostet in unserem Testverfahren trotzdem Punkte, weil wir bewerten, was am Rad ist.

Was den Mangel teilweise auffängt: die 700 × 40C-Reifen. 40 mm Breite sind für ein City-Rad üppig, und du kannst sie mit niedrigem Druck fahren. Auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen schluckt das mehr, als man einem ungefederten Rad zutrauen würde. Zusammen mit den großen 28-Zoll-Laufrädern rollt das C21 deutlich ruhiger ab als ein 20-Zoll-Klapprad.
Der VELO-Vacuum-Sattel hat uns positiv überrascht. Breit genug für eine leicht aufrechte Sitzposition, aber nicht so weich, dass er nach einer Stunde unangenehm drückt. Nach zwei Stunden am Stück gab es bei uns keine Druckstellen – bei Serien-Sätteln in dieser Preisklasse ist das alles andere als selbstverständlich.
Zwei Dinge haben uns im Alltag genervt.
- Die Lenkerhöhe lässt sich nicht verstellen. Der Vorbau ist fest, Spacer gibt es nicht. Wenn dir die Sitzposition zu gestreckt ist, kannst du nur über einen anderen Vorbau nachhelfen – und das ist bei einem Rad, das über die Sattelstütze schon angepasst wird, ein unnötiger Zusatzschritt.
- Der Einstieg ist sportlich. Trotz der Bezeichnung Step-over liegt die Überstandshöhe je nach Rahmengröße bei 800 bis 878 mm. Du musst das Bein über das Oberrohr schwingen. Wer einen echten Tiefeinsteiger sucht, ist hier falsch.
Die Griffe sind rutschfest, ohne ergonomische Auflagefläche – in Ordnung, aber nach 40 km spürst du das Handgelenk. Die Bedienelemente sitzen dagegen gut erreichbar am linken Griff oder alternativ direkt am Display.
Ausstattung im C21 Test – sorgt der minimalistische Aufbau für Abzüge?
Mit 85 % ist die Ausstattung besser, als man bei 999 € erwarten würde. Du holst das C21 aus dem Karton, montierst Pedale, Lenker und Schutzbleche, und das Rad ist straßenfertig: Licht, Reflektoren direkt auf dem Reifen, Ständer, Werkzeug. Nachrüsten musst du nichts, um legal loszufahren.

Der Scheinwerfer ist von anderen E-Bikes bekannt und sorgt für eine ordentliche Ausleuchtung. Das Rücklicht ist separat und muss per Hand aktiviert werden – das war bereits beim Heybike EC1 der Fall.
Der Ständer ist sehr stabil und sorgt für einen sicheren Stand. Bei 17,7 kg ist das allerdings auch eine leichtere Übung als bei einem 35-kg-Fatbike.

Das 2,4-Zoll-Farbdisplay sitzt mittig im Cockpit und bleibt auch bei Sonne ablesbar. Es zeigt Geschwindigkeit, Unterstützungsstufe und Ladezustand gleichzeitig. Zur Bestnote fehlt ihm die Größe – gegen ein 3,5-Zoll-Display mit Navigationsanzeige sieht es alt aus.
Drei Punkte kosten hier Wertung:
Der fehlende Gepäckträger ärgert am meisten. Ein Rad, das Fiido ausdrücklich als Pendlerrad verkauft, sollte den Einkauf tragen können, ohne dass du dir vorher einen Rucksack aufsetzt. Dass der USB-Port fehlt, ist bei 208,8 Wh dagegen nachvollziehbar – aus diesem Akku willst du kein Handy laden.
Sicherheit beim Fiido C21: Starke Bremsen können überzeugen
92 % – die mit Abstand stärkste Kategorie, und hier stellt das C21 den beeindruckendsten Wert des gesamten Tests auf.
Aus 25 km/h steht das Rad nach diesen Wegen:
Alle drei Werte sind Bestwerte in unserem E-Bike-Testfeld. Der Durchschnitt liegt bei rund 6,2 m für die Vorderbremse – das C21 unterbietet ihn um deutlich mehr als einen Meter.
Das liegt an zwei Dingen. Zum einen an den TEKTRO HD-M275, die an beiden Rädern hydraulisch arbeiten und sich sehr fein dosieren lassen. Zum anderen – und das ist der größere Faktor – an der Physik: 17,7 kg plus Fahrer sind schlicht weniger Masse, die zum Stehen kommen muss. Der Vorteil des Leichtbaus zahlt sich hier voll aus.

Auffällig ist, wie wenig die Hinterbremse abfällt. Bei vielen E-Bikes bricht das Hinterrad bei starker Verzögerung früh aus. Hier bleibt es kontrollierbar, was wir auf die 40 mm breiten Reifen und die ausgewogene Gewichtsverteilung zurückführen. Bei Nässe verlängern sich die Wege spürbar – bei Scheibenbremsen normal und für unsere Tester war es nie kritisch.

Positiv fällt auch der Pannenschutz auf. Die verbauten Gravelreifen haben eine Pannenschutzeinlage. Bei einem Rad, das auch mal über Schotter geht, ist das wirklich sinnvoll.
Zwei Abzüge bleiben. Es gibt keinen Diebstahlalarm, wie es etwa beim ENGWE L20 3.0 Pro der Fall ist. Und beim Wetterschutz sind die Angaben unklar: In unserem Testverfahren steht das C21 bei IPX4 (Wasser) und IP5X (Staub), Fiido selbst weist für das Gesamtrad die Schutzart IP54 aus. In der Praxis hat uns das nicht eingeholt, wir sind mehrfach im Regen gefahren, ohne Probleme mit Motor, Display oder Kontakten.
Für wen ist das Fiido C21 geeignet?
Das C21 ist ein gutes Fahrrad für Pendler, aber kein Fahrrad für lange Touren – und das ist der Grund, warum es in einer Gesamtwertung gegen vollausgestattete Tourenräder verliert und im richtigen Anwendungsfall trotzdem gewinnt. Zuerst die Bilanz aus dem Test:
- 17,7 kg – das leichteste E-Bike in unserem gesamten Testfeld
- Kürzeste Bremswege im Test: 4,61 m aus 25 km/h mit beiden Bremsen
- Mivice-Drehmomentsensor statt Trittfrequenzsensor, in dieser Preisklasse selten
- Hydraulische TEKTRO-Scheibenbremsen an beiden Rädern
- Reifen mit Pannenschutzeinlage
- Sieht nicht wie ein E-Bike aus – volle Punktzahl im Design
- 208,8 Wh Akku, damit nur 43 km Reichweite bei sportlicher Fahrweise
- Akku fest verbaut, geladen wird ausschließlich am Rad
- Weder Front- noch Heckfederung
- Lenkerhöhe nicht verstellbar
- Kein Gepäckträger ab Werk (75 € Aufpreis)
Daraus ergibt sich ein ziemlich scharfes Profil. Das C21 passt zu dir, wenn:
Unsere Einschätzung. Die 81,5 % im Gesamtergebnis sagen weniger über die Qualität des C21 aus als über sein Konzept. Unser Testverfahren bewertet auch Akkugröße, Federung und Gepäckträger – alles Dinge, die Fiido bewusst weggelassen hat, um unter 18 kg zu bleiben. Wer diese Dinge braucht, findet in unserem E-Bike Vergleich deutlich besser bewertete Räder. Wer Gewicht über alles stellt, findet dort aktuell nichts Leichteres.
Fazit zum Fiido C21 Test: ein Spezialist, der seine Nische beherrscht
Mit 81,5 % liegt das Fiido C21 im hinteren Drittel unseres Testfelds – und ist trotzdem eines der interessantesten Räder, die wir dieses Jahr gefahren sind.
Der Grund ist die Konsequenz. Fiido hat nicht versucht, ein günstiges Rad zu bauen, das alles ein bisschen kann. Stattdessen wurde alles weggelassen, was schwer macht: großer Akku, Federgabel, kräftiger Motor, Gepäckträger. Übrig bleiben 17,7 kg, der niedrigste Verbrauch und die kürzesten Bremswege im ganzen Test. Drei Bestwerte, die kein anderes Rad im Feld gleichzeitig aufstellt.
Der Preis dafür steht in derselben Tabelle: 40 Nm reichen am Berg nicht, 43 km im Sport-Modus sind wenig, und ein fest verbauter Akku ohne Schnellladung ist 2026 kein Komfortmerkmal. Wer diese Punkte braucht, sollte mehr einplanen und zum Deruiz Peridot greifen.
Für 999 € bekommst du hier aber ein Rad, das sich ohne Motor wie ein Fahrrad fährt, in den vierten Stock passt und dabei einen Drehmomentsensor und hydraulische Bremsen mitbringt. Wenn dein Anwendungsfall dazu passt, sind die 81,5 % die falsche Zahl, um danach zu entscheiden.
Häufige Fragen zum Fiido C21
Fiido gibt bis zu 100 km an, diesen Wert haben wir nicht erreicht. Gemessen haben wir 81 km im Eco-Modus, 69 km im Normalmodus und 43 km bei sportlicher Fahrweise. Der Verbrauch liegt bei nur 2,088 Wh pro Kilometer und ist damit der niedrigste in unserem gesamten Testfeld – die Reichweite begrenzt allein der kleine 208,8-Wh-Akku.
Nein. Der Akku sitzt fest im Unterrohr und lässt sich nicht entnehmen. Geladen wird über den Port am Rahmen, also nur dort, wo das Rad steht. Bei 17,7 kg Gesamtgewicht lässt sich das Rad aber selbst noch gut zur Steckdose tragen.
Rund 3 Stunden für eine volle Ladung mit dem mitgelieferten 36-V-/2-A-Netzteil. Schnellladen unterstützt das C21 nicht. Für den Arbeitsweg reicht das problemlos, weil das Rad ohnehin über Nacht lädt – für eine Ladepause unterwegs auf Tour ist es zu langsam.
Aus unserer Sicht eher ein sportliches City-Rad. Für die Gravel-Kategorie sprechen die 700 × 40C-Reifen mit Stollenprofil, das geringe Gewicht und die fehlende Federgabel. Dagegen sprechen der gerade Lenker statt eines Drop-Bars und die fehlenden Anschraubpunkte am Rahmen für Gepäck und Flaschenhalter. Auf Feld- und Schotterwegen fährt es sich trotzdem gut.
Fiido bietet drei Rahmengrößen an: M für 160–175 cm, L für 170–195 cm und XL für 190–205 cm. Das ist eine gute Abstufung. Beachte aber, dass die Lenkerhöhe nicht verstellbar ist – wenn dir die Sitzposition zu gestreckt ist, hilft nur ein anderer Vorbau.
Ja. Wir sind mehrfach im Regen gefahren, ohne Probleme mit Motor, Display oder Kontakten. Fiido weist für das Gesamtrad IP54 aus. Was du lassen solltest: das Rad mit dem Hochdruckreiniger säubern.




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