Immer mehr E-Bike-Hersteller stellen eigene elektrische Klappräder vor. Wir haben bereits einige Modelle getestet und zeigen dir in unserem E-Bike Klapprad Test, welche Modelle besonders überzeugen können.
Gerade für Camper sind faltbare E-Bikes eine tolle Sache – immerhin sind sie kompakt und lassen sich leicht transportieren. Doch fast alle Modelle haben ein hohes Gewicht, was die praktische Faltfunktion etwas in den Hintergrund rückt. In diesem Test zeigen wir dir, worauf es wirklich ankommt und welches die besten elektrischen Klappräder sind.
Neues Modell gerade im Test
Aktuell testen wir das iScooter EB8, ein preislich attraktives Fahrrad, das auf dem ersten Blick mit spannenden Ausstattungsmerkmalen überzeugt. Sobald der Test abgeschlossen ist, findest du die ausführlichen Ergebnisse direkt im Vergleich.
E-Klappräder im Vergleich: die Testergebnisse auf einen Blick
Vier E-Klappräder haben unseren kompletten Testparcours durchlaufen – zu Preisen zwischen 899 € und 1.899 €. Alle Werte in der Tabelle stammen aus unseren eigenen Messungen, nur Preis und Herstellerangaben übernehmen wir. Ein genauer Blick lohnt sich, denn das teuerste Rad ist nicht automatisch das beste.
| ENGWE L20 3.0 Pro | Lankeleisi Golf-X | Deruiz Peridot | Touroll S2 Pro | |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtwertung | 93 % | 88 % | 85 % | 84 % |
| Preis (UVP) | 1.699 € | 1.899 € | 1.699 € | 899 € |
| Gewicht | 32,8 kg | 37,5 kg | 27,7 kg | 31 kg |
| Faltmaß (L × B × H) | 102 × 53 × 78 cm | 92 × 65 × 80 cm | 98 × 50 × 73 cm | 97 × 45 × 74 cm |
| Motor | Mivice X700 Mittelmotor | Heck-Nabenmotor | Heck-Nabenmotor | Heck-Nabenmotor |
| Drehmoment | 100 Nm | 85 Nm | 55 Nm | 57 Nm |
| Sensorik | Drehmomentsensor | Drehmomentsensor | Kadenzsensor | Trittfrequenzsensor |
| Akku | 720 Wh (Samsung 21700) | 960 Wh (Samsung 21700) | 500 Wh, entnehmbar | 720 Wh, entnehmbar |
| Reichweite gemessen (Normal) | 112 km | 113 km | 90 km | 83 km |
| Verbrauch | 4,5 Wh/km | 8 Wh/km | 3,5 Wh/km | 5,07 Wh/km |
| Ladezeit | ca. 2 Stunden | über 6 Stunden | 4,5 Stunden | 6–8 Stunden |
| Reifen | 20" × 3,0" | 20" × 4,0" | 20" × 3,0" | 20" × 4,0" |
| Federung | Vollfederung | Federgabel + gefederte Sattelstütze | Federgabel, gefederte Sattelstütze optional | Federgabel, hinten ungefedert |
| Wetterschutz | IPX7 bis IPX4 (gestuft) | IP54 | IPX5 | IPX4 |
| GPS-Diebstahlschutz | ja | nein | nein | nein |
| Körpergröße | 155–190 cm | 160–195 cm | eine Rahmengröße | 160–195 cm |
Drei Zeilen springen sofort ins Auge. Der Verbrauch: 3,5 Wh/km beim Deruiz Peridot gegen 8 Wh/km beim Lankeleisi – mehr als das Doppelte. Genau deshalb kommt das Peridot mit seinem kleinen 500-Wh-Akku erstaunlich weit. Die Ladezeit: zwei Stunden beim ENGWE, sechs bis acht beim Touroll. Und der Wetterschutz – nur das ENGWE bringt einen Wert mit, bei dem du das Rad bedenkenlos im Regen bewegst.
Warum gewinnt dann nicht das günstigste oder sparsamste Rad? Das liegt schlicht und ergreifend an der Summe der Disziplinen: Das ENGWE ist das einzige Modell im Feld, das Mittelmotor, Drehmomentsensor, Schnellladung und GPS kombiniert. Diese Rechnung holt aktuell kein anderes Rad ein.
Faltmaß und Faltzeit: der Punkt, den fast alle Tests unterschlagen
Faltbar ist ein Rad schnell. Aber wie klein wird es wirklich? Diese Angabe fehlt in fast jedem Shop – dabei ist sie der einzige Grund, warum du überhaupt zu einem Klapprad greifst. Deshalb stehen bei uns alle vier Faltmaße in der Vergleichstabelle.
Am kompaktesten faltet das Touroll S2 Pro mit 97 × 45 × 74 cm – vor allem die schmalen 45 cm Breite machen im Kofferraum den Unterschied. Das Deruiz Peridot (98 × 50 × 73 cm) liegt fast gleichauf und ist mit rund 30 Sekunden Faltzeit das schnellste Rad im Feld. Das ENGWE L20 3.0 Pro misst 102 × 53 × 78 cm. Und das Lankeleisi Golf-X? Mit 92 cm zwar das kürzeste, mit 65 cm Breite aber auch das sperrigste Paket im Vergleich.
Zur Einordnung: In den Kofferraum eines Kombis passen alle vier quer, in einen Golf mit umgeklappter Rückbank ebenfalls. Beim Kleinwagen wird es dagegen eng – zumindest nicht ohne Ärger. Fürs ICE-Fahrradabteil reichen die Maße, ein Fahrradticket brauchst du trotzdem.
💡 Praxistipp
Gewicht im E-Faltrad Test: Warum „faltbar“ nicht automatisch „tragbar“ heißt
Die von uns getesteten E-Klappräder wiegen zwischen 27,7 bis 37,5 kg. Zum Tragen ist keines der vier Räder gemacht: Selbst das leichteste Modell, das Deruiz Peridot mit 27,7 kg, wuchtest du nicht gerne eine Bahnsteigtreppe hinauf. Dahinter folgen Touroll (31 kg), ENGWE (32,8 kg) und das Lankeleisi als schwerstes Rad mit 37,5 kg.
Beim Golf-X kommt noch etwas dazu, das ich beim Fahren gemerkt habe: Anfahren am Berg ist mit dem Gewicht kritisch. Wenn du an einer Steigung im falschen Gang stehen bleibst, rollst du erst mal rückwärts. Hilft nur: kleinster Gang, zügig antreten.
Die gute Nachricht: In die Wohnung tragen musst du ohnehin keines der vier Räder. Der Akku lässt sich bei allen Modellen entnehmen und wandert zum Laden einfach mit nach oben – das Rad bleibt im Keller oder am Stellplatz. Beim Verladen ins Auto hilft das ebenfalls: Beim ENGWE sind das 3.889 g weniger, wenn der Akku draußen ist.
E-Bike Klapprad unter 15 kg: Was realistisch drin ist
Diese Klasse gibt es – nur nicht in unserem Testfeld und nicht zu diesen Preisen. Unter 15 kg bewegst du dich bei Anbietern wie Brompton oder Vello, und dort startet die elektrifizierte Variante regelmäßig jenseits von 3.000 €.
Der Grund ist simpel: Ein 720-Wh-Akku wiegt knapp 4 kg, eine Vollfederung bringt Gewicht mit, hydraulische Bremsen und ein Mittelmotor ebenfalls. Wer unter 15 kg landen will, streicht genau diese Teile – und kommt dann eben nicht 112 km weit, sondern vielleicht 40.
Die Entscheidung, die du wirklich triffst, lautet also: Leichtgewicht oder Reichweite. Beides zusammen bekommst du für Geld, das die meisten nicht für ein Zweitrad ausgeben wollen.
Falträder unter 20 kg – der Mittelweg
Zwischen 16 und 20 kg findest du die Räder, die tatsächlich pendlertauglich sind. Typisch dort: Akkus zwischen 250 und 400 Wh, Nabenmotoren mit 40 bis 55 Nm, Felgen- oder mechanische Scheibenbremsen, keine Federung. Reichweite realistisch 40 bis 70 km.
Das reicht für den Weg zum Bahnhof und zurück. Für eine Tagestour am Wochenende reicht es nicht. Wenn dein Rad hauptsächlich Treppen und Zugabteile sehen soll, ist das trotzdem die richtige Klasse – und keines unserer Testräder gehört dazu.
Verschiedene Antriebskonzepte im E-Klappbike-Vergleich: Mittel- gegen Nabenmotor
Die 100 Nm des Mivice X700 im ENGWE sind für ein Klapprad ungewöhnlich viel. Wichtiger als die Zahl ist aber die Bauform. Der Motor sitzt am Tretlager, verteilt das Gewicht mittig und überträgt die Kraft direkt in die Kette. Das merkst du vor allem am Berg. Die anderen drei Räder setzen auf Heck-Nabenmotoren – mit 85 Nm im Lankeleisi, 57 Nm im Touroll und 55 Nm im Deruiz.
Der eigentliche Unterschied steckt allerdings in der Sensorik. ENGWE und Lankeleisi arbeiten mit Drehmomentsensoren, die deine Trittkraft direkt übersetzen. Gerade der Sensor im Golf-X arbeitet hervorragend. Es gab kein Verzögern und auch kein unnatürliches Gummiband-Gefühl, wie wir es beim Evercross EK20 festgestellt haben. Deruiz und Touroll verbauen dagegen Kadenz- beziehungsweise Trittfrequenzsensoren. Diese erkennen lediglich, dass du trittst, nicht wie kräftig. Beim Peridot setzt die Unterstützung dadurch verzögert und dann mit voller Wucht ein, beim Touroll bleibt eine Gedenksekunde beim Anfahren.
Womit wir beim wichtigsten Punkt wären: Der Sensor entscheidet mehr über das Fahrgefühl als das Drehmoment. Ein 100-Nm-Motor mit billigerem Trittfrequenzsensor fühlt sich schlechter an als ein 60-Nm-Motor mit gutem Drehmomentsensor. Wenn du dir nur einen Wert aus dem Datenblatt merkst, dann diesen.
Und die Effizienz? Die hängt erst auf den zweiten Blick am Motor. Das ENGWE ist mit 4,5 Wh/km zwar deutlich sparsamer als das Golf-X mit 8 Wh/km – das sparsamste Rad im Feld ist aber ausgerechnet das Deruiz Peridot mit Nabenmotor und 3,5 Wh/km. Schmalere Reifen und eine auf Stadttempo ausgelegte Abstimmung zählen hier mehr als die Bauform.
E-Bike Klapprad mit Bosch Mittelmotor: lohnt sich der Aufpreis?
Ehrlicherweise können wir dazu keine verbindliche Aussage treffen, da wir bisher kein Klapprad mit Bosch-Motor im Test hatten. Was sich dagegen sagen lässt, ist, warum du diese Kombination so selten findest.
Bosch-Antriebe brauchen Bauraum am Tretlager, und der ist bei einem Rahmen, der in der Mitte klappt, knapp. Dazu kommt der Preis: Ein Bosch Performance Line-System treibt die UVP schnell über 3.000 €. Hersteller wie Tern oder Riese & Müller bedienen genau diese Klasse, die asiatischen Direktanbieter setzen dagegen auf Mivice, Bafang oder eigene Nabenmotoren.
Was du für den Aufpreis bekommst, ist vor allem Service: ein Händlernetz, Ersatzteile über Jahre, Software-Updates. Was du nicht automatisch bekommst, ist mehr Drehmoment. Die Performance Line CX liegt bei 85 Nm und damit auf dem Niveau des Golf-X.
Reichweite im E-Klapprad Test – so genau sind die Herstellerangaben
Für unseren E-Bike Test fahren jedes Rad in drei Unterstützungsstufen leer. Dabei bewegen wir die Fahrräder stets auf der gleichen Strecke, setzen auf ein gleichbleibendes Fahrergewicht, und eine GPS-Messung. Trotzdem sind unsere Messwerte keine Laborwerte. Mit diesem Hinweis lass uns einen Blick auf die Ergebnisse werfen:
| Modus | ENGWE L20 3.0 Pro | Lankeleisi Golf-X | Deruiz Peridot | Touroll S2 Pro |
|---|---|---|---|---|
| Eco (PAS 1) | 142 km | 141 km | 120 km | 102 km |
| Normal (PAS 3) | 112 km | 113 km | 90 km | 83 km |
| Sport (PAS 5) | 89 km | 81 km | 57 km | 66 km |
| Herstellerangabe | 160 km | 150 km | 143 km | 150 km |
| Abweichung im Eco-Modus | −11 % | −6 % | −16 % | −32 % |
| Verbrauch | 4,5 Wh/km | 8 Wh/km | 3,5 Wh/km | 5,07 Wh/km |
Alle vier Hersteller übertreiben – aber unterschiedlich stark. ENGWE und Lankeleisi bleiben mit −11 und −6 % erstaunlich nah an ihrer Angabe. Das Deruiz verfehlt seine 143 km um 16 %. Und Touroll? Verspricht 150 km und liefert 102 – ein Drittel weniger. Kein Wunder: Die Angabe gilt für 70 kg Zuladung bei konstant 15 km/h und 20 bis 25 °C. Solche Laborbedingungen erreicht im Alltag niemand.
Die echte Reichweite hängt von der Unterstützung ab
Im Alltag hängt die reale Reichweite eines E-Bikes in erster Linie von deiner eigenen Fahrweise ab. Wer viel tritt und schneller als die üblichen 25 km/h fährt, wird weiter kommen. Wer dahingegen den Motor dauerhaft unter Volllast bewegt, hat eine entsprechend geringere Reichweite.
Der relevante Wert für dich ist unsere Normalreichweite. 112 und 113 km bei ENGWE und Lankeleisi bedeuten: Selbst bei einem 20-km-Arbeitsweg lädst du einmal pro Woche. Auch die 90 km des Peridot und die 83 km des Touroll reichen dafür locker – wobei das Peridot diesen Wert aus einem Akku holt, der fast ein Drittel kleiner ist als der des ENGWE.
Beim Laden dreht sich das Bild dann komplett. Das ENGWE lädt seinen 720-Wh-Akku mit dem 8-A-Ladegerät in rund zwei Stunden voll, das Deruiz braucht ordentliche 4,5 Stunden. Golf-X (über sechs Stunden) und Touroll (sechs bis acht) sind dagegen Übernacht-Lader. Wer einmal mit Schnellladung gefahren ist, will ehrlicherweise nicht zurück – mittags kurz an die Steckdose, nachmittags stehen wieder 100 % bereit.
Sicherheit im Klapprad-Test: Bremswege, Wetterschutz und Diebstahlschutz
Beim Bremsen liegt das ganze Feld eng beisammen – kombiniert trennen die vier Räder nur 20 Zentimeter. Unsere Messwerte aus 25 km/h:
| Bremsung | ENGWE L20 3.0 Pro | Lankeleisi Golf-X | Deruiz Peridot | Touroll S2 Pro |
|---|---|---|---|---|
| Vorderrad | 5,76 m | 5,88 m | 5,78 m | 5,57 m |
| Hinterrad | 6,21 m | 6,13 m | 6,39 m | 5,83 m |
| Kombiniert | 5,33 m | 5,24 m | 5,44 m | 5,29 m |
| Bremsanlage | Hydraulisch, Doppelkolben, 180 mm | Hydraulisch, 4 Kolben, 180 mm | Hydraulisch, 180 mm | Mechanisch, 180 mm |
Die Überraschung steht in der letzten Spalte: Das günstigste Rad bremst mit mechanischen Scheibenbremsen kürzer als das ENGWE mit hydraulischen. Überbewerten solltest du die Nachkommastellen aber nicht – Untergrund, Temperatur und Ausgangsgeschwindigkeit schwanken zwischen zwei Messtagen. Die ehrliche Aussage lautet: Alle vier Räder bremsen auf gutem Niveau, keines fällt ab.
Grundsätzlich setzen alle Hersteller auf Scheibenbremse. Unterschiede gibt es bei deren Qualität, denn eine hydraulische Scheibenbremse liefert bei mehrfachen Bremsvorgängen bessere Ergebnisse als eine mechanische Scheibenbremse.
Bei der restlichen Ausstattung gehen die Wege dahingegen deutlich auseinander.
Eine Kritik müssen wir bei allen vier Fahrrädern aber anbringen, denn keines hat eine komplett StVZO-konforme Serienausstattung. ENGWE, Lankeleisi und Touroll liefern nur einen Speichenreflektor pro Laufrad, vorgeschrieben sind aber zwei. Das Deruiz bringt außer an den Pedalen gar keine mit. Das Problem lässt sich durch das Nachrüsten der Reflektoren leicht und kostengünstig lösen.
Beim Golf-X kommt noch der Offroad-Modus dazu. Über eine Menüeinstellung sind bis zu 46 km/h laut Display möglich, per GPS haben wir 42,7 km/h gemessen. In diesem Modus ist das Rad kein Pedelec mehr und gehört nicht auf öffentliche Straßen. Dass sich das per Menü freischalten lässt, sehe ich kritisch.
Was Stiftung Warentest und ADAC zu den E-Klapprädern sagen
Kurz und ohne Umweg: Von der Stiftung Warentest gibt es zum Zeitpunkt unserer Recherche im August 2026 keinen eigenen Test zu E-Klapprädern. Wer danach sucht, findet vor allem Seiten, die mit dem Namen werben, ohne einen entsprechenden Test zu zitieren. Das solltest du wissen, bevor du zu lange danach suchst.
Der ADAC hat dagegen 2025 acht Klapp- und Falträder geprüft – in den Kategorien Fahren, Handhabung, Sicherheit, Haltbarkeit und Schadstoffe. Die Ergebnisse sind für jeden interessant, der über ein Faltrad nachdenkt:
Die zwei Erkenntnisse daraus nehmen wir ernst: Faltgelenke und Bremsen sind bei dieser Radgattung die kritischen Stellen. Genau deshalb messen wir jeden Bremsweg selbst, statt Herstellerangaben abzuschreiben – unsere Werte stehen weiter oben.
Beim Faltmechanismus sind uns an allen vier Testrädern keine Auffälligkeiten aufgefallen. Ein Ersatz für eine genormte Dauerhaltbarkeitsprüfung ist unser Praxistest allerdings nicht.
Nebenbei räumt der ADAC-Test einen Begriffsdreher auf, über den fast jeder stolpert: Falträder werden an mehreren Punkten gefaltet, Klappräder einmal in der Rahmenmitte zusammengeklappt. Im Handel wird beides synonym verwendet – auch von uns, weil danach gesucht wird.
Die E-Klappräder im Test
ENGWE L20 3.0 Pro: unser Testsieger

| Bewertung | |
| Listenpreis | 1.699,00 € |
- Motor mit 100 Nm Drehmoment
- Neuste Technik von ENGWE
- Maximale Reichweite von 160 km
- Schnellladung mit 8A
- Vollfederung
- Gute Konnektivität
- Faltbares E-Bike
- 150 kg Zuladung möglich
- Hohes Gewicht von 32,8 kg
- Gibt nur eine Größe
93 % Gesamtwertung, 100 % in der Performance – das hat vor dem L20 3.0 Pro kein Faltrad bei uns geschafft. Der Mittelmotor zieht am Berg gleichmäßig durch, wo das Heybike EC Compact Sport oder das Mokwheel Obsidian spürbar ins Schwitzen kommen. Dazu die Vollfederung, die Bordsteine und Kopfsteinpflaster wegbügelt, und der GPS-Diebstahlschutz, den man sonst in doppelt so teuren Rädern findet.
Für 1.699 € ist das ein Paket, das andere Hersteller erst mal nachbauen müssen.
Was uns dahingegen stört, sind das hohe Gewicht und der etwas wacklige Ständer. Und die beworbene 3-mm-Anti-Pannen-Schicht ist kein echter Pannenschutz – mit Schwalbe-Marathon-Niveau hat das nichts zu tun.
- Mittelmotor mit 100 Nm bietet ordentlich Leistung
- Schnellladung in rund 2 Stunden
- 112 km gemessene Reichweite im Normal-Modus
- Vollfederung, in dieser Klasse eine Seltenheit
- GPS-Tracking mit Bewegungserkennung ab Werk
- Gestufter Wetterschutz bis IPX7
- Sehr gut ablesbares 3,5-Zoll-Farbdisplay
- USB-Port fürs Smartphone
- Mit 32,8 kg recht schwer
- Kein echter Pannenschutz trotz Werbeversprechen
- App reagiert träge
Lankeleisi Golf-X: viel Rad fürs Geld, mit einer Achillesferse

| Bewertung | |
| Listenpreis | 1.899,00 € |
- Riesiger 960-Wh-Samsung-Akku
- Hervorragende Reichweite von bis zu 141 km
- 85 Nm Drehmoment mit Drehmomentsensor
- Fat Tires + Doppelfederung für viel Komfort
- Tiefer Step-Thru-Einstieg
- Integrierte Blinker
- Bis 200 kg Zuladung, Korb & Gepäckträger ab Werk
- Klappbar und höhenverstellbar
- Mit 37,5 kg sehr schwer
- Nur IP54 (Spritzwasser)
- Keine App, kein USB-Port
- Ab Werk nicht StVZO-konform gedrosselt
Wir sind über 240 Kilometer mit dem Golf-X gefahren, und der Antrieb hat uns durchgehend überzeugt. 960 Wh Akku, 85 Nm mit gutem Drehmomentsensor, Doppelfederung plus Fat Tires – als Komfortrad für lange Strecken macht es kaum jemand besser.
Dazu Ausstattungsdetails wie integrierte Blinker und ein Bremslicht die so kein Wettbewerber anbietet. Und mit 200 kg Zuladung, davon 100 kg auf dem Gepäckträger inklusive Trittbrettern, wird das Rad zum halben Lastenrad.
Die Schwäche ist das Sicherheitskapitel – 73 % und damit die schlechteste Einzelnote im gesamten Testfeld. IP54, kein GPS, kein Pannenschutz, dazu der freischaltbare Offroad-Modus. Würde ich das Golf-X ungesichert am Bahnhof abstellen? Nein. Mit einem ordentlichen Schloss und einem trockenen Stellplatz bekommst du für 1.899 € allerdings verdammt viel Rad.
- 960-Wh-Samsung-Akku
- 113 km gemessene Reichweite im Normal-Modus
- Kräftiger Motor mit fein arbeitendem Drehmomentsensor
- Doppelfederung und 20 × 4,0 Zoll Fat Tires
- Integrierte Blinker und Bremslicht ab Werk
- 200 kg Zuladung, Gepäckträger bis 100 kg
- 37,5 kg )das schwerste Rad im Vergleich)
- Nur IP54-Wetterschutz
- Über 6 Stunden Ladezeit, kein Schnelllader
- Kein GPS, kein Diebstahlalarm
- Keine App, kein USB-Anschluss
- Offroad-Modus bis 46 km/h per Menü freischaltbar
Deruiz Peridot: das sparsamste Rad im Testfeld

| Bewertung | |
| Listenpreis | 1.699,00 € |
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Großer Akku für ordentlich Reichweite
- Leicht entnehmbarer Akku
- Bequeme Sitzposition
- Top Verarbeitung
- Leistungsstarker Motor
- Durch Klappmechanismus sehr kompakt
- Viele Markenkomponenten
- Hohe Reichweite von bis zu 143 km
- Hohes Eigengewicht von 27,95 kg
- Nur eine Einheitsgröße
- Schaltung nicht immer perfekt
- Antrieb teilweise zu kräftig
Zwei Wochen Pendelalltag und 85 % im Test. Das Peridot gehört zu den vier sparsamsten E-Bikes, die wir je gemessen haben, und holt aus seinem 500-Wh-Akku 120 km im Eco-Modus. Andere Räder schleppen dafür die doppelte Kapazität mit. Dazu kommen ein sauber verarbeiteter Alurahmen, hydraulische Bremsen und mit 27,7 kg das niedrigste Gewicht im Vergleich.
Was uns im Test dann doch gestört hat, ist der Kadenzsensor. Dieser ist etwas träge und verschlechtert das Fahrgefühl. Zudem lässt sich der Lenker nicht in der Höhe verstellen, und beim Diebstahlschutz verlässt sich Deruiz komplett auf dich. So gibt es keinen Alarm, kein GPS und auch die Speichenreflektoren fehlen. Den fehlenden Pannenschutz haben wir im Test schmerzlich erleben dürfen, als ein spitzer Stein und ein Loch in den Reifen gestoßen hat.
Für 1.699 € bekommst du das effizienteste Pendlerpaket im Feld – wenn du mit der vorgegebenen Sitzposition klarkommst.
- Mit 3,5 Wh/km das sparsamstes Rad im Test
- 120 km Eco- und 90 km Normal-Reichweite aus nur 500 Wh
- 27,7 kg – das leichteste Rad im Vergleich
- Gute Verarbeitung
- Hydraulische Scheibenbremsen mit kurzen Bremswegen
- In rund 30 Sekunden gefaltet
- 100-Lux-Frontlicht, Rücklicht mit Bremsfunktion
- Akku entnehmbar und abschließbar, 4,5 h Ladezeit
- Kadenzsensor statt Drehmomentsensor
- Lenker nicht höhenverstellbar, nur eine Rahmengröße
- Kein GPS, kein Diebstahlalarm
- Keine Speichenreflektoren – ab Werk nicht StVZO-konform
- Kein Pannenschutz
Touroll S2 Pro: der Preisbrecher mit einem Haken

| Bewertung | |
| Listenpreis | 899,00 € |
- Großer 720-Wh-Akku
- Faltbarer Rahmen
- Fat Tires mit gutem Komfort
- 750 W Spitzenleistung und 57 Nm Drehmoment
- Akku herausnehmbar und abschließbar
- Shimano 7-Gang-Kettenschaltung und Federgabel mit 55 mm Federweg
- Tiefer Einstieg
- Mit 31 kg sehr schwer
- Ladezeit von 6–8 Stunden
- IPX4 – nur spritzwassergeschützt
- Stahlrahmen statt Aluminium
899 € – rund die Hälfte dessen, was die anderen drei kosten, und trotzdem 84 % Gesamtwertung. Der 720-Wh-Akku ist genauso groß wie im ENGWE, die gemessenen 83 km im Alltagsmodus reichen für eine Pendelwoche, und beim Bremsen schlägt das S2 Pro mit mechanischen Scheibenbremsen sogar den Testsieger. Für Einsteiger, die erst mal ausprobieren wollen, ob ein E-Klapprad in ihren Alltag passt, ist das die spannendste Option im Feld.
Der Haken: Das Rad will trocken stehen. IPX4, Stahlrahmen statt Aluminium – und nach zwei Tagen im Freien zeigte sich an mehreren Schrauben Flugrost. Dazu kommen die Gedenksekunde des Trittfrequenzsensors beim Anfahren und sechs bis acht Stunden Ladezeit.
Mit Carport oder Keller bekommst du hier so viel Rad fürs Geld wie nirgendwo sonst im Vergleich. Als Dauerparker vor der Haustür wird das S2 Pro dagegen nicht alt.
- Mit 899 € das mit Abstand günstigstes Rad im Vergleich
- 720-Wh-Akku, entnehmbar und abschließbar
- 83 km gemessene Reichweite im Normal-Modus
- Kürzeste Bremswege vorne und hinten im Testfeld
- Komplett fahrfertig ausgestattet, helles Frontlicht
- Tiefeinstieg und höhenverstellbarer Lenker
- Touroll rät selbst von Regenfahrten ab
- Flugrost an Schrauben nach zwei Tagen im Freien
- Stahlrahmen mit 31 kg Gesamtgewicht
- Trittfrequenzsensor mit Gedenksekunde beim Anfahren
- 6–8 Stunden Ladezeit
- Keine App, kein USB-Port, kein GPS
Welches E-Klapprad passt zu dir?
Fazit: Das ENGWE gewinnt, aber nicht in jeder Disziplin
Das ENGWE L20 3.0 Pro ist mit 93 % unser Testsieger und für 1.699 € das rundeste Paket. Mittelmotor, Schnellladung, Vollfederung, GPS – in dieser Kombination bekommst du das aktuell bei keinem zweiten Faltrad zu diesem Preis.
Dahinter verteilen sich die Rollen klar: Das Lankeleisi Golf-X (88 %) ist die Komfort- und Lastenwahl, das Deruiz Peridot (85 %) das leichteste und sparsamste Rad im Feld, und das Touroll S2 Pro (84 %) beweist, dass ein brauchbares E-Klapprad keine 1.000 € kosten muss. Alle drei haben offensichtliche Schwächen – aber eben auch klare Zielgruppen, die du in der Kaufberatung weiter oben findest.
Was für alle vier gilt: Ein Klapprad im klassischen Sinn – klein, leicht, unter dem Arm in die Bahn – ist keines davon. Es sind kompakte E-Bikes mit Faltgelenk. Das ist ein Unterschied, den kein Datenblatt so deutlich sagt, und der Grund, warum dieser Vergleich mit dem Faltmaß beginnt und nicht mit den Watt-Zahlen.
Das iScooter EB8 ist gerade bei uns im Test. Sobald die Messungen abgeschlossen sind, ergänzen wir es hier – ob sich an der Reihenfolge etwas ändert, sehen wir dann.
Häufige Fragen zu E-Bike Klapprädern
In unserem Test gewinnt das ENGWE L20 3.0 Pro mit 93 %. Ausschlaggebend waren der 100-Nm-Mittelmotor, die Schnellladung in rund zwei Stunden und der integrierte GPS-Diebstahlschutz. Wer maximalen Federungskomfort und Zuladung sucht, ist mit dem Lankeleisi Golf-X (88 %) besser bedient. Preisbewusste greifen zum Touroll S2 Pro (84 %) für 899 €.
Unser Testfeld reicht von 899 € (Touroll S2 Pro) bis 1.899 € (Lankeleisi Golf-X). Unterhalb von etwa 1.200 € bekommst du in der Regel Trittfrequenzsensoren statt Drehmomentsensoren, mechanische Bremsen und Akkus unter 500 Wh. Nach oben ist die Skala offen: Falträder mit Bosch-Mittelmotor von Herstellern wie Tern oder Riese & Müller starten jenseits von 3.000 €.
Ein Klapprad wird einmal in der Rahmenmitte zusammengeklappt. Ein Faltrad wird an mehreren Punkten gefaltet und erreicht dadurch ein kleineres Packmaß. Im Handel werden beide Begriffe synonym verwendet – technisch sauber ist das nicht, praktisch aber überall so üblich.
Als kompakte Alltagsräder ja. Als Leichtgewicht zum Tragen eher nicht. Unsere Testräder wiegen zwischen 27,7 und 37,5 kg – die trägst du nicht über eine Bahnhofstreppe. Wenn du das Rad hauptsächlich im Auto oder Wohnmobil transportierst, ist die Gattung genau richtig. Willst du es täglich in den vierten Stock tragen, brauchst du ein Modell unter 20 kg mit entsprechend kleinerem Akku.
Vom Maß her ja. Das ENGWE L20 3.0 Pro misst zusammengefaltet 102 × 53 × 78 cm und passt damit ins Fahrradabteil. Du brauchst trotzdem ein Fahrradticket, denn als Handgepäck gilt das Rad wegen seiner Größe nicht. Und du solltest die 32,8 kg im Hinterkopf behalten, wenn zwischen Bahnsteig und Abteil eine Treppe liegt.
Grundsätzlich ja, sofern sie bei 25 km/h abregeln und über Licht, Reflektoren und Klingel verfügen. Bei drei unserer vier Testräder fehlt allerdings der zweite Speichenreflektor pro Laufrad, das Deruiz Peridot kommt sogar ganz ohne Speichenreflektoren – nachrüsten ist Pflicht. Beim Lankeleisi Golf-X kommt hinzu, dass sich per Menü ein Offroad-Modus bis 46 km/h freischalten lässt. In diesem Modus ist das Rad kein Pedelec mehr und darf nur auf Privatgelände bewegt werden.
ENGWE und Lankeleisi nutzen Samsung-Zellen vom Typ 21700. ENGWE gibt an, dass die Zellen nach 800 Ladezyklen noch 80 % ihrer Kapazität halten. Bei 112 km Reichweite pro Ladung entspricht das rechnerisch rund 80.000 km – in der Praxis überlebt der Akku damit meist das Rad. Wichtiger als die Zyklenzahl ist die Lagerung: Nimm den Akku im Winter mit in die Wohnung.
Als Faustregel: Alles über 20 kg trägst du nicht mehr gerne. Wenn auf deinem Arbeitsweg Treppen liegen, solltest du eher Richtung 16 bis 18 kg schauen. Räder in dieser Klasse haben dann meist Akkus zwischen 250 und 400 Wh und kommen realistisch 40 bis 70 km weit.




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