
Zehn E-Scooter mit Straßenzulassung bis 500 Euro haben wir selbst gefahren, leer gefahren und ausgebremst. Die Preisspanne reicht von 109 bis 499 Euro, die Wertungen von 67 bis 89,9 Prozent — und keines dieser Modelle kommt an die Werte heran, die wir oberhalb von 1.000 Euro messen.
Testsieger ist der ePowerFun ePF-SKATE mit 89,9 Prozent, vor allem wegen seiner 15,9 Kilogramm. Die größte gemessene Reichweite fährt der iScooter T4 mit 52 Kilometern ein. Und der günstigste Scooter im Feld, der Todimart T3 ABE für 109 Euro, zeigt ziemlich genau, wo die Grenze nach unten liegt.
Was uns dabei am meisten überrascht hat: Die beiden bekanntesten Namen im Feld, Segway und Xiaomi, landen auf den Plätzen sechs und acht. Woran das liegt, steht weiter unten — es hat vor allem mit der Reichweite zu tun.
Die besten E-Scooter bis 500 Euro im Vergleich
Sortiert nach unserer Gesamtwertung. Alle Reichweiten stammen aus eigenen Messungen, nicht aus den Datenblättern der Hersteller.
| Modell | Preis | Note | Testreichweite | Gewicht | Reifen | Federung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ePowerFun ePF-SKATE | 499 € | 89,9 % | 33 km | 15,9 kg | Tubeless 9" | keine |
| KuKirin G2 Pro ABE | ab 499 € | 85,7 % | 43 km | k. A. | Vakuum 9" | vorn + hinten |
| VMAX VX5 ST | ab 349 € | 85,0 % | 24 km | k. A. | Luftreifen 8,5" | keine |
| iScooter T4 | 489 € | 80,2 % | 52 km | 24,0 kg | Luftreifen 10" | vorn + hinten |
| iScooter E9T Max | ab 299 € | 78,1 % | 29 km | k. A. | Honeycomb 10" | hinten |
| Segway Ninebot E3 Pro D | 439 € | 75,2 % | 24 km | 17,9 kg | Tubeless 10" | vorn + hinten |
| Trittbrett Kalle | ab 449 € | 71,3 % | 17 km | 14,0 kg | Tubeless 8,5" | keine |
| Xiaomi Electric Scooter 6 | ab 399 € | 70,5 % | 22 km | 26,3 kg | Tubeless 12" | vorn + hinten |
| iScooter i9M | 249 € | 69,0 % | 17 km | 14,0 kg | Luftreifen 10" | keine |
| Todimart T3 ABE | 109 € | 67,0 % | 17 km | k. A. | Honeycomb 8,5" | keine |
Die zehn Modelle im Einzelnen
1. ePowerFun ePF-SKATE — unser Testsieger bis 500 Euro
Mit 89,9 Prozent führt der ePF-SKATE das Feld an — und der Grund steht auf der Waage: 15,9 Kilogramm. Wer seinen Scooter täglich die Treppe hochträgt oder in die Bahn hebt, merkt den Unterschied zu einem 24-Kilo-Gerät bei jedem einzelnen Weg.
Dazu kommen 1.200 Watt Spitzenleistung an einem 48-Volt-System, 30 Prozent Steigung ohne Leistungseinbruch bei halbem Akku, IP65, ein 60-Lux-Frontlicht und Blinker vorne wie hinten. Die 9-Zoll-Tubeless-Reifen haben eine selbstreparierende Geleinlage, und Ersatzteile gibt es komplett beim Hersteller.
Was du wissen solltest: Wir bewerten ihn nach dem Last-Mile-Profil, weil er für die kurze Strecke zwischen Bahnhof und Büro gebaut ist. In diesem Profil zählt Reichweite weniger, Gewicht dafür mehr. Der KuKirin dahinter wird nach Long Range bewertet — die beiden Noten sind also nur eingeschränkt direkt vergleichbar.
Schwächen gibt es auch: Der Akku ist fest verbaut, das Trittbrett klein, die Zuladung endet bei 110 Kilogramm, und hinten arbeitet nur eine elektrische Motorbremse.

| Listenpreis | 499,00 € |
- Wiegt nur 15,9 kg
- 1.200 W Spitzenleistung und 48-Volt-System
- 30 % Steigung im Test bewältigt, kein Leistungseinbruch bei halbem Akku
- 9-Zoll-Tubeless-Reifen mit selbstreparierender Geleinlage
- 60-Lux-Frontlicht, Bremslicht und Blinker vorne wie hinten
- IP65-Schutz
- Alle Ersatzteile beim Hersteller verfügbar
- Akku fest verbaut
- Kleines Trittbrett
- Nur 110 kg Zuladung
- Hinten keine mechanische Bremse
2. KuKirin G2 Pro ABE — die größte Reichweite mit Vollfederung
Mit 85,7 Prozent ist der G2 Pro ABE das einzige Modell im Feld, das Vollfederung und eine brauchbare Reichweite in einem Paket liefert. 43 Kilometer haben wir gemessen, das ist nach dem iScooter T4 der zweitbeste Wert.
Er reizt die Preisgrenze mit 499 Euro bis auf den letzten Euro aus und wird nach dem Long-Range-Profil bewertet. Wenn du längere Strecken fährst und den Scooter selten tragen musst, ist er dem leichteren ePF-SKATE vorzuziehen.

| Listenpreis | 499,00 € |
- Vollfederung vorne und hinten
- Großer 748-Wh-Akku
- Kräftiger 500-W-Heckmotor
- Separates Bremslicht
- Mechanische Wegfahrsperre per Schlüssel
- Klappmechanismus lässt sich schnell und einfach bedienen
- Nach zwei Wochen Dauereinsatz nichts gelockert oder geklappert
- Display bei direkter Sonneneinstrahlung stark spiegelnd
- Keine Blinker
- Fehler bei der Verarbeitung
- Nur IP54 und 120 kg Zuladung
3. VMAX VX5 ST — solide Basis mit kurzem Atem
85 Prozent bei 349 Euro, gute Verarbeitung, echte 22 km/h. Die 24 Kilometer Testreichweite sind allerdings der zweitschlechteste Wert im Feld. Für den täglichen Weg zur Bahn reicht das, für längere Strecken solltest du weiterlesen.
| Listenpreis | 349,00 € |
- Sehr gute Verarbeitung
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Gute Fahreigenschaften
- Testreichweite nah am Normwert
- 120 kg Tragkraft
- App-Wegfahrsperre nicht sicher
- Kein verstellbarer Lenker
- Akku nicht entnehmbar
4. iScooter T4 — die größte Reichweite im Feld
52 Kilometer haben wir dem T4 abgerungen. Das ist mehr als doppelt so viel wie beim Segway und beim Xiaomi — und das für 489 Euro, vollgefedert und mit 10-Zoll-Luftreifen. Beim Bremsen liefert er ebenfalls Bestwerte.
Wo er Punkte liegen lässt: Die Mini-Robot-App ist ein Trauerspiel, und die Blinker fehlen hinten. Das drückt die Gesamtwertung auf 80,2 Prozent, obwohl die Fahrleistungen deutlich besser sind.

| Listenpreis | 488,99 € |
- Höhenverstellbarer Lenker
- Lenker kann eingeklappt werden
- Gute Federung
- Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt
- Großes Display
- Verarbeitung mit leichten Schwächen
- Schwergängiger Klappmechanismus
- Nur 20 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Schlechte App
5. iScooter E9T Max — der Preiseinstieg mit Federung
Ab 299 Euro bekommst du hier 29 Kilometer Testreichweite und eine gefederte Hinterachse. Die Honeycomb-Reifen bleiben pannensicher, kosten aber spürbar Komfort gegenüber echten Luftreifen. 78,1 Prozent.
| Listenpreis | 298,99 € |
- Günstiger E-Scooter
- Gutes Gesamtpaket
- Motor mit 500 W Leistung
- Wartungsfreie Honeycomb Reifen
- Testreichweite von 29 km
- Altbackene App
- Schwach bei Anstiegen
6. Segway Ninebot E3 Pro D — starke Technik, schwache Reichweite
Der E3 Pro D bringt mit, was in dieser Klasse selten ist: Elastomer-Federung an beiden Achsen, SegRide-Stabilitätssystem, Traktionskontrolle, Blinker vorn, Bremslicht ab Werk und mit 17,9 Kilogramm ein tragbares Gewicht. Die App gehört zum Besten im gesamten Testfeld und holt glatte 100 Prozent.
Und dann das: 24 Kilometer statt 47 Kilometer Herstellerangabe. Das sind 49 Prozent Abweichung, während unser Testfeld im Schnitt bei rund 15 Prozent liegt. Dazu arbeitet hinten nur eine elektronische Bremse, keine Scheibe und keine Trommel. Beides zusammen drückt ihn auf 75,2 Prozent.

| Listenpreis | 439,00 € |
- Elastomer-Federung an Vorder- und Hinterachse
- 10-Zoll-Tubeless-Reifen
- SegRide-Stabilitätssystem und Traktionskontrolle serienmäßig
- Blinker vorne und Bremslicht ab Werk
- Hervorragende App
- Mit 17,9 kg vergleichsweise leicht
- Optionaler Zusatzakku mit 184 Wh nachrüstbar
- Testreichweite 24 km statt 47 km Herstellerangabe
- Spürbarer Leistungseinbruch bei niedrigem Akkustand
- Hinten nur elektronische Bremse statt Scheibe oder Trommel
- Akku fest verbaut, Ladedauer rund 6,5 Stunden
7. Trittbrett Kalle — sauber verarbeitet, schwach beim Antrieb
Der Kalle ist mit 14 Kilogramm der leichteste Scooter im Vergleich und bei der Verarbeitung mit 91,8 Prozent der beste. Der kombinierte Bremsweg von 2,91 Metern ist ebenfalls Spitze, hinten arbeitet eine Scheibenbremse.
Beim Antrieb zeigt sich dann sein Alter: 500 Watt Spitzenleistung sind heute wenig, dazu kommt ein spürbarer Leistungseinbruch bei niedrigem Akkustand. Die Federung kommt bei größeren Kanten an ihre Grenze, Blinker fehlen vorne wie hinten, und im Reichweitentest waren nach 17 Kilometern Schluss. Unterm Strich 71,3 Prozent.
| Listenpreis | 449,00 € |
- Sehr gute Verarbeitung
- Sportliches Fahrgefühl
- Hervorragender Kundensupport
- Händlernetzwerk vorhanden
- Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h
- Mit 14 kg recht handlich
- Kompakte Abmaße
- App für Kalle vorhanden
- 120 kg Traglast
- Testreichweite von 20 km
- Lenker nicht verstellbar
8. Xiaomi Electric Scooter 6 — bester Komfort, geringste Reichweite
Die 12-Zoll-Tubeless-Reifen sind die größten im gesamten Feld, dazu kommt eine Vollfederung. Fahrkomfort bekommst du hier für 399 Euro so viel wie nirgends sonst, und die Xiaomi-Home-App ist erstklassig.
Der Rest fällt ab. 22 Kilometer Testreichweite bei 45 Kilometern Herstellerangabe, 26,3 Kilogramm Gewicht und ein spürbarer Leistungseinbruch, sobald der Akku unter ein Drittel fällt. Unterm Strich 70,5 Prozent — ein Komfortscooter für kurze Strecken.

| Listenpreis | 399,00 € |
- Hoher Fahrkomfort durch Federung vorn und hinten plus 12-Zoll-Tubeless-Reifen
- Xiaomi Home App gehört zu den besten im Testfeld
- Bremslicht, Blinker und elektronische Wegfahrsperre
- Zero Start und leiser Motor
- IPX5-Wasserschutz
- Top Preis-Leistungs-Verhältnis
- Mit 26,3 kg sehr schwer
- Spürbarer Leistungseinbruch bei niedrigem Akkustand
- Akku fest verbaut, rund 8 Stunden Ladezeit
- Reichweite nur bei echten 22 km
9. iScooter i9M — der günstigste Weg zur letzten Meile
249 Euro, 14 Kilogramm, 10-Zoll-Luftreifen ohne Federung. Die 17 Kilometer Testreichweite machen klar, wofür er gedacht ist: die letzte Meile zwischen Bahnhof und Büro. Für diesen Zweck ist er mit 69 Prozent solide, die Bremsen lassen sich fein dosieren.
Wer denselben Einsatzzweck mit deutlich mehr Leistung und Ausstattung will, zahlt beim ePF-SKATE 250 Euro mehr.

| Listenpreis | 248,99 € |
- Mit 14 kg einer der leichtesten ABE-Scooter
- Klappmechanismus geht leicht von der Hand
- 10-Zoll-Luftreifen statt Vollgummi
- App mit Wegfahrsperre, iOS und Android
- Sehr niedriger Einstiegspreis
- Keine Federung an Vorder- und Hinterachse
- Testreichweite 17 km statt 30 km Herstellerangabe
- Kein Bremslicht, keine Blinker
- Nur IPX4, Akku nicht entnehmbar
10. Todimart T3 ABE — die Untergrenze
109 Euro, 67 Prozent. Der T3 zeigt, wo Sparen aufhört sinnvoll zu sein: Honeycomb-Reifen, keine Federung, 17 Kilometer Reichweite. Er fährt und er hat eine Straßenzulassung. Mehr solltest du nicht erwarten.

| Listenpreis | 109,37 € |
- ABE-Zulassung — fahrbereit mit Versicherungsplakette, ohne Einzelabnahme
- 11,8 kg und Ein-Klick-Faltung: lässt sich wirklich tragen
- Kombinierter Bremsweg von 3,47 m aus 20 km/h
- Display gut ablesbar
- App für iOS und Android inklusive Firmware-Updates
- Testreichweite 17 km bei 90 kg Fahrergewicht
- Keine Federung — Fahrkomfort auf schlechtem Untergrund schwach
- Spürbarer Leistungseinbruch bei sinkendem Akkustand
- Kleines Trittbrett, wenig Platz für die Füße
- Keine Blinker und keine Wegfahrsperre
- Display technisch veraltet — nur Tempo und Akku-Balken
Was du für unter 300 Euro bekommst
Zwei Modelle in diesem Vergleich kosten weniger als 300 Euro: der Todimart T3 ABE für 109 Euro und der iScooter i9M für 249 Euro. Beide kommen auf exakt 17 Kilometer gemessene Reichweite, beide haben keine Federung, und beide liegen mit 67,0 und 69,0 Prozent am unteren Ende unserer Skala.
Das ist keine Schwäche dieser beiden Modelle, sondern eine Eigenschaft der Preisklasse. Für unter 300 Euro bekommst du einen zugelassenen E-Scooter für kurze Wege — Federung, große Akkus und ordentliche Bremsen beginnen darüber.
💡 Wenn dein Weg länger als fünf Kilometer pro Strecke ist, spar lieber bis 500 Euro. Der Sprung von 17 auf 43 Kilometer Reichweite zwischen dem i9M und dem KuKirin G2 Pro ABE kostet 250 Euro und bringt dir zusätzlich eine Vollfederung.
Zwischen 300 und 500 Euro wird es interessant
Ab etwa 350 Euro ändert sich das Bild deutlich. Hier kommen Federung, größere Räder und Akkus dazu, die länger als eine Stadtrunde durchhalten. Acht der zehn Modelle in diesem Vergleich liegen in diesem Fenster.
Die größten Sprünge:
- Reichweite — von 17 Kilometern unter 300 Euro auf bis zu 52 Kilometer beim iScooter T4
- Federung — ab rund 400 Euro an beiden Achsen statt gar nicht
- Ausstattung — Blinker, Bremslicht und brauchbare Apps tauchen erst hier auf
Was in dieser Klasse dagegen häufig fehlt: eine mechanische Bremse an der Hinterachse. Segway, Xiaomi und der ePF-SKATE setzen dort alle auf eine elektronische Lösung.
Warum die Herstellerreichweiten hier besonders weit danebenliegen
Über unser gesamtes Testfeld liegen die Herstellerangaben zur Reichweite im Schnitt rund 15 Prozent über dem, was wir messen. In der Klasse bis 500 Euro ist die Lücke deutlich größer.
| Modell | Herstellerangabe | Gemessen | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Segway Ninebot E3 Pro D | 47 km | 24 km | − 49 % |
| Xiaomi Electric Scooter 6 | 45 km | 22 km | − 51 % |
| iScooter i9M | 30 km | 17 km | − 43 % |
| iScooter T4 | — | 52 km | — |
Der Grund liegt in den Testbedingungen der Hersteller: leichter Fahrer, niedrigste Unterstützungsstufe, ebene Strecke, ideale Temperatur. Wir fahren mit 90 Kilogramm Zuladung in der höchsten Stufe, bis der Akku leer ist — und wiederholen das mehrfach.
💡 Rechne in dieser Preisklasse grundsätzlich mit der Hälfte der angegebenen Reichweite. Wer 30 Kilometer am Tag fährt, braucht ein Datenblatt, das 60 Kilometer verspricht.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Reifen. Luftreifen und Tubeless-Reifen schlucken mehr als Honeycomb- oder Vollgummireifen und haben mehr Grip bei Nässe. Wabenreifen sind dafür pannensicher. Ab 10 Zoll Durchmesser rollt ein Rad spürbar besser über Kanten.
Federung. Sie ist der größte Komfortfaktor, ersetzt aber keine großen Räder. Unser Testsieger KuKirin G2 Pro ABE ist vollgefedert, der Xiaomi ebenfalls — und landet trotzdem nur auf Platz sieben. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Federung, Reifengröße und Reichweite.
Bremsen. Zwei unabhängige Bremsen sind Pflicht. Eine mechanische Bremse an beiden Achsen ist spürbar besser dosierbar als die Kombination aus Trommel vorn und Elektronik hinten.
Gewicht. Zwischen 14 und 26,3 Kilogramm liegt in diesem Feld fast das Doppelte. Wenn du den Scooter regelmäßig Treppen hochträgst, ist das ein K.-o.-Kriterium.
App und Wegfahrsperre. Bei Segway und Xiaomi gehören beide zum Besten am Markt. Bei den günstigen Modellen ist die App häufig Beiwerk.
So testen wir
Jeder E-Scooter durchläuft dasselbe Verfahren mit sechs gewichteten Kategorien: Verarbeitung, Motor, Fahrverhalten, Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Konnektivität. Die Gewichtung richtet sich nach dem Einsatzprofil, damit ein Scooter für die letzte Meile nicht an den Maßstäben eines Langstreckenmodells gemessen wird.
Reichweiten fahren wir mehrfach bis zum leeren Akku, auf Stadt-, Land- und Mischstrecken. Bremswege messen wir getrennt für Vorder- und Hinterbremse sowie kombiniert. Die Höchstgeschwindigkeit prüfen wir per GPS statt über den Tacho des Scooters.
Fazit
Unterm Strich hängt die Wahl in dieser Klasse an einer einzigen Frage: Wie weit fährst du am Stück, und musst du den Scooter tragen?
Für die letzte Meile ist der ePowerFun ePF-SKATE unser Testsieger: 15,9 Kilogramm, 1.200 Watt Spitzenleistung, IP65 und Blinker rundum für 499 Euro. Wer dieselbe Strecke deutlich günstiger abdecken will, nimmt den iScooter i9M für 249 Euro und lebt mit weniger Ausstattung.
Für lange Strecken ist der iScooter T4 mit 52 gemessenen Kilometern konkurrenzlos, trotz der schwachen App. Das rundeste Paket mit Federung liefert der KuKirin G2 Pro ABE — vollgefedert und mit 43 Kilometern Testreichweite. Wer weniger ausgeben will, bekommt mit dem VMAX VX5 ST ab 349 Euro eine solide Basis mit kurzem Atem.
Für kurze Wege mit maximalem Komfort ist der Xiaomi Electric Scooter 6 die richtige Wahl, solange du die 22 Kilometer Reichweite einkalkulierst.
Unter 300 Euro bekommst du einen zugelassenen Scooter für kurze Wege. Alles darüber hinaus beginnt erst danach.
Ein brauchbarer E-Scooter mit ABE beginnt bei rund 300 Euro. Zwischen 400 und 500 Euro bekommst du Federung, größere Räder und Reichweiten über 40 Kilometer. Unser Testsieger in dieser Klasse, der ePowerFun ePF-SKATE, kostet 499 Euro.
Mit deutscher Straßenzulassung nicht. Das günstigste Modell in unserem Test ist der Todimart T3 ABE für 109 Euro. Angebote deutlich darunter sind Kinderscooter oder Modelle ohne ABE, die du im öffentlichen Straßenverkehr nicht fahren darfst.
Der iScooter T4 mit 52 gemessenen Kilometern. Dahinter folgen der KuKirin G2 Pro ABE mit 43 und der ePowerFun ePF-SKATE mit 33 Kilometern. Alle Werte stammen aus eigenen Messungen mit 90 Kilogramm Zuladung.
Der Trittbrett Kalle und der iScooter i9M wiegen jeweils 14 Kilogramm, unser Testsieger ePF-SKATE bringt 15,9 Kilogramm auf die Waage. Am anderen Ende steht der Xiaomi Electric Scooter 6 mit 26,3 Kilogramm — fast das Doppelte.
Für Wege bis etwa fünf Kilometer ja. Beide Modelle unter 300 Euro in diesem Vergleich kommen auf 17 Kilometer Reichweite und haben keine Federung. Wer täglich längere Strecken fährt, spart an der falschen Stelle.
Sie hilft spürbar, entscheidet aber nicht allein. Unser Testsieger kommt ohne Federung aus und gleicht das über Tubeless-Reifen und geringes Gewicht aus. Große Luftreifen ohne Federung fahren sich angenehmer als kleine Wabenreifen mit Federung.
Hersteller messen unter Idealbedingungen: leichter Fahrer, niedrigste Stufe, ebene Strecke, milde Temperatur. In der Klasse bis 500 Euro haben wir Abweichungen von 43 bis 51 Prozent gemessen. Rechne sicherheitshalber mit der Hälfte der angegebenen Reichweite.
Das Versicherungskennzeichen ist Pflicht und schlägt je nach Anbieter und Laufzeitbeginn mit einem niedrigen zweistelligen Betrag pro Jahr zu Buche. Einen Überblick findest du in unserem Vergleich der E-Scooter-Versicherungen.






Kommentare